Gedanken und Lebensmitschriften

Stellt euren Text vor und holt euch Feedback der BoD Community.


sarah2000
Beiträge: 1
Registriert: 14.11.2019, 20:27

Gedanken und Lebensmitschriften

von sarah2000 (14.11.2019, 20:40)
Hey,
Ich brauche bitte eure Meinung zu einem Anfang von einem Buch.
Also ich schreibe gerne aber ich brauche Meinungen damit ich weiß, ob es sich lohnt weiter zu schreiben.
Mein Leben ist leider nicht leicht. Hier schreibe ich über meine Gefühle und mein Leben. Ich brauche bitte eure Meinung. Ich trau mich nicht es Familienmitglieder oder Freunden zu zeigen. Bitte helft mir !! :D
Ich schreibe etwas verschlüsselt aber ich hoffe dass ihr es nachvollziehen könnt.
Es ist etwas traurig..
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass ich gerne die Geschichte meines Lebens auch in die Öffentlichkeit bringen will. Um Menschen zu zeigen, dass man besser Acht geben muss, besser die Menschen verstehen muss und nicht direkt urteilen soll.
DANKE EUCH SCHONMAL!!
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THE STORY OF MY LIFE
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Siegfried
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Re: Gedanken und Lebensmitschriften

von Siegfried (14.11.2019, 21:55)
sarah2000 hat geschrieben:
Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass ich gerne die Geschichte meines Lebens auch in die Öffentlichkeit bringen will.


Warum?

Ich habe den Text gelesen und frage mich, ob therapeutisches Schreiben wirklich in die Öffentlichkeit gehört. Wie willst du mit negativer Kritik an deinem Buch umgehen?

sarah2000 hat geschrieben:
Um Menschen zu zeigen, dass man besser Acht geben muss, besser die Menschen verstehen muss und nicht direkt urteilen soll.


Frage: Wie viele Lebenshilfe-Bücher gibt es auf dem Markt?
Zusatzfrage: Was unterscheidet dein Buch von den anderen Büchern?
Noch eine Frage: Wie überzeugt bist du, dass fremde Menschen für dein Buch Geld ausgeben würden?

Wenn du zu diesen Fragen Antworten gefunden hast, dann kannst du entscheiden, dein Buch auf den Markt zu bringen.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Mayk
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Re: Gedanken und Lebensmitschriften

von Mayk (15.11.2019, 12:13)
Hallo,

erst einmal: Schreiben kann helfen, um gewisse Dinge innerlich zu sortieren und um Schmerz zu verarbeiten. Daher Glückwunsch, dass Du dieses Ventil für Dich entdeckt hast. Ich hoffe, es hilft Dir und wünsche Gottes reichen Segen dazu.
Aber leider besteht die Welt da draußen nicht überwiegend aus empathischen, mitfühlenden Gestalten. Sobald man sich öffentlich macht, ist man angreifbar. Und da draußen warten Hass, Häme, Neid, Missgunst. Es ist teils schockierend, wie sehr gerade jede Form von Kreativität mit Geifer überzogen wird; vor allem, wenn man auch noch wagt, damit Geld zu verdienen. Mach Dir also bitte keine Illusionen darüber, dass mit Buchveröffentlichung nur nette Menschen etwas zu Deiner Geschichte sagen werden. Dass so etwas grundsätzlich keiner lesen will, würde ich dagegen nicht sagen: Authentisches, ehrlich dargestelltes Leid bewegt doch Etliche und vielleicht hilft es ihnen sogar.
Ich würde jedoch dringend dazu raten, Phasen des Leids erst dann literarisch zu verarbeiten bzw. an die Öffentlichkeit zu bringen, wenn man sich innerlich schon sicher(!) davon distanziert hat (z.B. mit Hilfe einer Therapie) und drüber weg ist oder zumindest gut damit umgehen kann. Du bist sonst einfach zu verletzlich und Menschen können ekelhaft sein.

Nun zum Technischen: Dein Schreibstil ist nicht schlecht, aber Du brauchst ein Korrektorat; es sind doch noch recht viele Grammatik- und Rechtschreibfehler drin. Und dann fehlt der Leseprobe Struktur. Wenn da ein Buch draus werden soll, musst Du es in Kapitel mit jeweils neuem Schwerpunkt unterteilen (Episoden) und/oder einen roten Faden einbauen, der sich durch das ganze Werk zieht. Z.B. mit der Darstellung des großen inneren Scherbenhaufens anfangen und dann langsam die "Aufräumarbeiten" darstellen, bis am Ende genug Licht für ein hoffnungsvolles Ende durchsickert. Oder drapiere Deine Gedanken um konkrete Alltagserlebnisse herum. Zu 100% nur Deine Gefühlswelt zu Papier zu bringen, ist schwierig; da müssen noch irgendwelche anderen Anknüpfungspunkte her, damit es etwas facettenreicher und nicht zu "schwer" wird.

Nun will ich Dich aber keinesfalls entmutigen: Schreiben hilft! Nur muss ja nicht gleich ein Buch draus werden. Vielleicht schreibst Du erst einmal für Dich privat alles ohne jeden Druck auf, was Du von der Seele haben willst und bastelst dann mit etwas Abstand etwas für den Buchmarkt draus.

Liebe Grüße und alles Gute!

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Monika K.
Beiträge: 3197
Registriert: 28.02.2012, 21:45

Re: Gedanken und Lebensmitschriften

von Monika K. (15.11.2019, 12:42)
Mayk hat geschrieben:
Nun will ich Dich aber keinesfalls entmutigen: Schreiben hilft! Nur muss ja nicht gleich ein Buch draus werden. Vielleicht schreibst Du erst einmal für Dich privat alles ohne jeden Druck auf, was Du von der Seele haben willst und bastelst dann mit etwas Abstand etwas für den Buchmarkt draus.


Das hast du wunderbar formuliert!

Inzwischen habe ich sogar den Eindruck, dass man mit Autobiografischem wesentlich bessere Chancen auf dem Buchmarkt hat als mit Fiktivem, aber man muss unbedingt Struktur hineinbringen und ausschließlich Punkte aufgreifen, die für Außenstehende verständlich sind. Dazu braucht man etwas Abstand zur Thematik und muss sich Gedanken machen, welche Zielgruppe man konkret ansprechen möchte. Auf die schneidet man das Buch zu. Meist hat das Ergebnis erstaunlich wenig mit den ursprünglichen Aufzeichnungen zu tun, aber deshalb sind sie dennoch ein wichtiges Grundgerüst für das spätere Buch, in dem man auch gern seine Aufzeichnungen zitieren kann. Ich glaube, dass es sinnvoll und wichtig ist, zwischen diesen beiden Textarten klar zu trennen, weil man mit Kritik am Buch besser umgehen kann als mit Kritik an den doch sehr persönlichen Aufzeichnungen.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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