Textfeedback

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Siegfried
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Textfeedback

von Siegfried (22.04.2020, 12:17)
Anbei ein Auszug (9 Seiten) aus einem etwas längeren Werk für ein Textfeedback.

Fragen:
Ist der Text lesbar?
Will man mehr lesen?
Macht das Lesen des Textes Spaß?
Wo hat der Text eklatante Schwächen?
Was wirft dich als Leser/in aus dem Text?
Hältst du den Text für minderwertig?
Dateianhänge
Ich segelte mit Kidd (Übungstext).pdf
Übungstext
(226.44 KiB) 38-mal heruntergeladen
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DuaneHanson
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Re: Textfeedback

von DuaneHanson (22.04.2020, 14:54)
Siegfried hat geschrieben:
Ist der Text lesbar?

Der Text ist gut lesbar, für einen Jugendlichen wären die Sätze allerdings zu lang. Gerade der einleitende Satz. Ist aber mein persönlicher Geschmack, ich mag lange Sätze nicht (mehr) so gerne. Sie bringen zu viel Ruhe in einen Text und sind für ungeübte Leser schwierig. Der geübte Leser hat hingegen kaum Vorteile von langen Sätzen.

Siegfried hat geschrieben:
Will man mehr lesen?

Wenn man das Genre der Abenteuerliteratur mag, ganz bestimmt. Es ist lebendig und man will wissen, ob der Seemann und warum er Unglück bringt. Schon.

Siegfried hat geschrieben:
Macht das Lesen des Textes Spaß?

Würde er nicht, würde man die zweite Frage und oder die erste verneinen, also redundant. In meinen Augen. Lesbar? Ja. Will man mehr? Ja. Also macht es Spaß.

Siegfried hat geschrieben:
Wo hat der Text eklatante Schwächen?

Die Eröffnung erinnert mich stark an den Anfang der Schatzinsel. Geht der Text in dieselbe Richtung, ist das okay, vielleicht. Heutzutage war ja alles immer schon mal irgendwie da, dem kann man als Autor schlecht entkommen. Geht es völlig anders weiter, wird man alle, die die Schatzinsel kennen, vielleicht enttäuschen, vielleicht aber auch nicht. Die Dialoge könnten etwas rauer sein.

Siegfried hat geschrieben:
Was wirft dich als Leser/in aus dem Text?

Ich muss nebenher arbeiten ...

Siegfried hat geschrieben:
Hältst du den Text für minderwertig?

Nein, gar nicht. Es ist kein Hemingway, aber bitte. Sätze kürzer. cheezygrin
Der Cliffhanger ist ordentlich, man will wissen, wie es weitergeht. Spannend hingebogen ist es allemal.
Zuletzt geändert von DuaneHanson am 26.04.2020, 10:50, insgesamt 1-mal geändert.
Meine Geschichten sind besser befriedigend als gut.

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Monika K.
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Re: Textfeedback

von Monika K. (22.04.2020, 22:59)
Vorschlag: Der Sailor’s Blue Parrot (weil der Papagei männlich ist)

Ich stolpere bereits über den ersten Absatz, wenn ich ehrlich bin. Einerseits WAR das eine Kneipe und der Fluss MACHTE eine Biegung, was ich eleganter formulieren würde, und andererseits folgt ein sehr bildhafter Ausdruck, wenn die Häuser sich an der Straße festhalten. Es ist sicherlich Geschmackssache, aber ich würde generell nicht mit einer Umgebungsbeschreibung anfangen, sondern starte gern mit direkter Rede, weil man sich dann fragt, wer das sagt und warum das gesagt wird.

Im folgenden Abschnitt finde ich jedoch in den Text hinein und werde neugierig. Vielleicht ein klein wenig mehr show statt tell verwenden? Denn es sind doch recht viele Erklärungen zur Umgebung und zur Figur. Wie gefällt dir die Idee, das Buch damit beginnen zu lassen, dass sich Owens auf den Weg zum Pub macht, wobei man die Umgebung einfließen lassen kann, und über sich nachdenkt, was ihn als Person charakterisiert? Das ist natürlich lediglich ein Vorschlag, den du nur aufgreifen solltest, wenn er dir gefällt. Da du aus seiner Sicht erzählst, fällt leider die Möglichkeit flach, zwei Leute sich über ihn unterhalten zu lassen.

Heutzutage ist es übrigens in Pubs üblich, sich die Getränke selbst von der Bar zu holen. Wie das damals war, weiß ich nicht.

Zitat: „Es schien, als würden sie überlegen, wo sie mit ihrem Besuch des Sailor’s Blue Parrot hinein geraten waren.“
1. hineingeraten
2. Über den Satz stolperte ich beim Lesen. Dass man sich in diesem Pub befindet, weiß der Leser. Vorschlag: „wo sie hier hineingeraten waren“ oder „wohin sie hier nur geraten waren“

Zitat: „Wann seid ihr in den Docks angekommen?“
Die Docks würde ich weglassen. Man fragt einen Autofahrer auch nicht, wann er am Parkplatz angekommen ist, sondern nur, wann er angekommen ist.

Zitat: „Sieben Jahre bin ich mit gesegelt“
Mitgesegelt oder mit ihm gesegelt?

Das sind die Punkte, über die ich beim Lesen stolperte. Aus Zeitgründen war nur ein Durchgang drin. Nun zu deinen Fragen:

Ist der Text lesbar?
Ja, natürlich. Hast du da Zweifel? Wenn du mir Stellen nennst, die dir selbst nicht so recht gefallen, denke ich gern über eine Alternative nach. Aber obige Anmerkungen haben keinen Einfluss auf die Lesbarkeit.

Will man mehr lesen?
Ich gehöre nicht zur Zielgruppe. Daher nein.

Macht das Lesen des Textes Spaß?
Geht so. Das liegt aber ebenfalls hauptsächlich daran, dass ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Die Qualität des Texts finde ich in Ordnung.


Wo hat der Text eklatante Schwächen?
Eklatante Schwächen habe ich keine entdeckt. Vieles ist Geschmackssache. Obwohl ich oben ein paar Vorschläge gemacht habe, bin ich grundsätzlich der Ansicht, dass man seinen eigenen Stil finden und ihm unbedingt treu bleiben muss.

Was wirft dich als Leser/in aus dem Text?
Leider tatsächlich der erste Absatz. Den würde ich zumindest leicht umformulieren, wenn du ihn nicht komplett umschreiben möchtest. Wenn ich mich nach der Lektüre des Klappentexts für ein Buch interessiere, lese ich immer die Leseprobe. Und ich glaube, da hätte ich mich nach den ersten Sätzen gegen den Kauf entschieden. Aber das ist extrem hypothetisch, weil ich ja nicht zur Zielgruppe gehöre. Also kann man diese Aussage nicht so stark gewichten. Hier beim Testlesen habe ich weitergelesen und fand den Rest des Texts in Ordnung.

Hältst du den Text für minderwertig?
Nein, auf keinen Fall. Falls noch nicht geschehen, würde ich an deiner Stelle das Manuskript zu Ende schreiben, überarbeiten und veröffentlichen. Natürlich kann man bei einem Textauszug nichts über den Spannungsbogen, langweilige Stellen, Logik oder Kontinuität bei der Gestaltung der Charaktere sagen. Aber ich traue dir zu, dass du das gut genug hinbekommst, dass du dich für das Buch nicht zu schämen brauchst. Schreib einfach weiter. Du bist bestimmt auf einem guten Weg.

Datenschutz: Ich habe deinen Text zu Zitatzwecken auf meinem Rechner gespeichert und werde ihn sofort löschen, wenn absehbar ist, dass kein Diskussionsbedarf mehr besteht.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Monika K.
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Re: Textfeedback

von Monika K. (26.04.2020, 09:55)
Monika K. hat geschrieben:
Datenschutz: Ich habe deinen Text zu Zitatzwecken auf meinem Rechner gespeichert und werde ihn sofort löschen, wenn absehbar ist, dass kein Diskussionsbedarf mehr besteht.

Aus obigem Grund habe ich die Datei auf meinem Rechner gelöscht. Sollte ich im Autorenpool noch einmal die Behauptung lesen, keiner sei an Textarbeit interessiert, vergesse ich mich. Meiner Meinung nach sollte zumindest ein höfliches Dankeschön drin sein, dass man sich die Zeit fürs Lesen und ein ehrliches Feedback genommen hat, aber Manieren werden eben immer nur bei den anderen beanstandet. Hiermit ist der Thread für mich zu Ende.

Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Siegfried
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Re: Textfeedback

von Siegfried (26.04.2020, 11:34)
Text eingestellt: 22.04.2020
Heutiges Datum: 26.04.2020

Bisherige Kommentare zum Text: 2

Beide Kommentare habe ich seit gestern in Arbeit. Einige Anmerkungen kann ich übernehmen. Dafür meinen besten Dank. Schade, dass es nicht mehr Kommentare gegeben hat - aber man kann nicht alles haben.

Was wirklich stören ist: Angehängte Texte dürfen nicht größer als 250 kB sein - das begrenzt die Textauswahl sehr.

Ich gehe davon aus, dass diese Textdiskussion beendet ist.
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DuaneHanson
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Re: Textfeedback

von DuaneHanson (26.04.2020, 11:49)
Siegfried hat geschrieben:
Was wirklich stören ist: Angehängte Texte dürfen nicht größer als 250 kB sein - das begrenzt die Textauswahl sehr.


Wenn du die PDF-Datei nicht in bester Druckqualität reinstellst, dann kannst du nicht gerade Zettels Traum auf 250 KB reduzieren, aber hundert Normseiten bestimmt. Wer liest hier für Arbeit am Text hundert Seiten? Niemand. An zwei Seiten kann man doch schon merken, ob jemand schreiben kann oder nicht. Da brauche ich keine zwanzig. Wenn jemand nicht in der Lage ist, zwei gute Seiten auszusuchen, ... ja dann.
Meine Geschichten sind besser befriedigend als gut.

Andreas Knopf
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Re: Textfeedback

von Andreas Knopf (18.05.2020, 21:39)
Also ich bin begeistert!

Fragen:
Ist der Text lesbar? Ja, sehr gut sogar
Will man mehr lesen? Ja, wie geht's weiter?
Macht das Lesen des Textes Spaß? Ja, unbedingt!
Wo hat der Text eklatante Schwächen? Es gibt keine eklatanten Schwächen!
Was wirft dich als Leser/in aus dem Text? Ne, nur die erste Seite kurz. Das ist aber nicht schlimm.
Hältst du den Text für minderwertig? Super Text.

Haste schon n Buch geschrieben? würds gerne lesen.

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