Quellenangaben in Sachbüchern

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


Anna02
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Quellenangaben in Sachbüchern

von Anna02 (09.05.2020, 09:25)
Hallo liebe Community! cheezygrin

Ich habe mich eben angemeldet, dementsprechend tut es mir leid, sollte ich meine Frage nun im falschen Thread stellen.
Hilfe bräuchte ich bei euch in Sachen Quellenangaben. Eine Freundin und ich schreiben aktuell an unserem ersten Buch. Inhaltlich geht es um politische Partizipationsmöglichkeiten von Jugendlichen und jungen Menschen.
Wir erfinden das Rad nicht neu, sondern tragen lediglich Allgemeinwissen zusammen und plaudern aus dem Nähkästchen.
Dementsprechend haben wir bei Allgemeinwissen auf Quellenangaben verzichtet.
(Kleines Beispiel: Wie die Erst- und Zweitstimme bei einer Bundestagswahl funktioniert, ist keine brandneue Erkenntnis.)
Natürlich geben wir bei direkten Zitaten unsere Quellen an, aber das sollte ja selbstverständlich sein. :lol:
Wir stehen kurz vor Fertigstellung des ersten Entwurfes. Danach geht es an die Überarbeitung und an die Vermarktung.
Bevor wir uns an die Überarbeitung begeben, wollen wir uns dennoch bezüglich unserer Arbeitsmethode mit Bezug auf die Quellenangaben rückversichern. Was sind eure Erfahrungen bezüglich der Quellenangaben in Sachbüchern? Was würdet ihr uns raten?

Ich danke euch schon mal ganz herzlich für eure Antworten und wünsche euch noch einen schönen Samstag! angle:

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mtg
Beiträge: 5556
Registriert: 20.01.2010, 09:59
Wohnort: Berlin

Re: Quellenangaben in Sachbüchern

von mtg (09.05.2020, 11:38)
Guten Morgen!

Quellenangaben sind bei Zitaten unabdingbar -> vgl. Zitatrecht.

Bei Abbildungen, Illustrationen und/oder Fotos ist auf jeden Fall das Nutzungsrecht einzuholen, wenn der Ersteller/Rechteinhaber weniger als 70 Jahre tot ist.

Dasselbe gilt für Übersetzungen für Zitate aus anderen Sprachen. Hier ist nicht der originäre Urheber, sondern der Übersetzer der Maßstab. Wer z. B. ein Zitat von Ephraim Kishon aus einem seiner Bücher verwenden möchte, muss sich an den Übersetzer (zumeist Friedrich Torberg, da dieser aber schon 1979 verstorben ist, seine Erben) oder den Verlag wenden.

Manchmal ist es auch sinnvoll, per Fußnote eine Erklärung einzufügen, z. B. wenn es widersprüchliche Aussagen zu einem Thema gibt, hilft die Darstellung des Kontextes, in dem eine bestimmte Aussage getroffen wurde, dem Verständnis.

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Monika K.
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Re: Quellenangaben in Sachbüchern

von Monika K. (09.05.2020, 13:35)
Beim Zitatrecht ist es wichtig, dass man auch mit einer Quellenangabe nicht munter draufloszitieren darf, sondern man sich mit dem Zitat auf jeden Fall inhaltlich auseinandersetzen muss. Dabei muss eine eindeutige Trennung zwischen dem Zitat und dem selbst verfassten Text erkennbar sein. Einfach Zitate zusammenzutragen ohne nennenswerte eigene geistige Leistung zum Thema, wird durch das Zitatrecht nicht abgedeckt. Aus der Dudenreihe gibt es Bücher zum Thema "Die schriftliche Arbeit". Darin ist die korrekte Arbeitsweise verständlich erklärt.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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