Von BoD zum Verlag

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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ricochet
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Von BoD zum Verlag

von ricochet (24.01.2010, 16:46)
Ich habe folgenden interessanten Link gefunden:


http://kreatives-schreiben.suite101.de/ ... zum_verlag

Und ich sage: Es lohnt der Mühe. thumbbup

Lg

ricochet
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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (24.01.2010, 17:35)
Hallo Richochet,

die Autorin schreibt ab und zu noch hier im Forum ... ich glaube, dass schon um die 15 BoD-Autoren das Haus gewechselt haben thumbbup
LG,

Lisa

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ricochet
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Re:

von ricochet (24.01.2010, 17:40)
Hallo Lisa,

ich finde es wichtig, auf solche Dinge hinzuweisen, weil einem sonst ja immer gesagt wird, bei BoD hättest Du anderweitig keine Chance mehr.

ricochet
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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (24.01.2010, 17:42)
ricochet hat geschrieben:
Hallo Lisa,

ich finde es wichtig, auf solche Dinge hinzuweisen, weil einem sonst ja immer gesagt wird, bei BoD hättest Du anderweitig keine Chance mehr.

ricochet


Ja, Schwarzseher gibt es überall cheezygrin
LG,



Lisa

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (24.01.2010, 18:40)
Es ist ja nett, Anzeigen zu lesen "Verlag sucht Autoren" - A B E R: was steckt dahinter? Üblicherweise sind es ja Autoren, die einen Verlag für ihr Werk suchen und häufig von Frustrationen wegen fehlender oder abschlägiger Antworten berichten.
Nach wie vor finde ich es wichtig, dass bei der Auswahl der anzusprechenden Verlage darauf geachtet wird, dass das Thema zum Konzept passt. Zum anderen muss das Manuskript ordentlich vorbereitet sein, sowohl handwerklich ("die Schreibe"), als auch sprachlich.
Mit meinem Buch "Grenzlandfrau" bin ich gleich beim ersten Verlag, den ich angeschrieben hatte, gelandet. Mit Bedacht habe ich einen regionalen Verlag gewählt, da ich in der Region einen Großteil interessierter Leser vermutete (was sich als berechtigt heraus gestellt hat).
Auch für mein Sachbuch habe ich einen Verlag gefunden - bin genau so vorgegangen wie bei der Grenzlandfrau - d.h. ich habe einen Verlag angesprochen, der sich genau mit dieser Thematik befasst (Krankenpflege, Hebammen, Therapien...) und dessen Gesamtkonzept mir zusagt.
Dennoch bedeutet dies für mich KEIN Abschied von bod - es gibt m.E. bestimmt Bücher, die bei bod gut oder sogar besser aufgehoben sind.

Haifischfrau

www.maryanne-becker.de

RyuTakahashi
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Re:

von RyuTakahashi (26.01.2010, 15:22)
Es ist m.E. auch immer eine Frage des Geldes, ob sich ein Wechsel zu einem Verlag lohnt.

Ich habe vor Kurzem ein Angebot eines Verlages bekommen, dass ich abgelehnt habe. Anschließend hat man die Garantiesumme noch einmal um satte 50% angehoben. Auch das habe ich abgelehnt, weil ich mir nun ausrechnen kann, wie viel Potential mein Buch hat. Der Verlag kalkuliert ja auch einen Gewinn, der sicher weit aus höher liegt.

Beim Verlag hätte ich z.B. erst wieder nach dem 22.500sten verkauften Buch 6% pro Buch (vom Nettoladenpreis!) bekommen. Da stehe ich mir doch bei BOD besser, denn den Lesern ist es im Endeffekt egal, welcher Verlag das Buch rausbringt. Zudem habe ich die Rechte für die englischsprachigen Länder selbst in der Hand - wären beim Verlag auch weg gewesen.

Und nur für´s Ego zu einem Verlag zu wechseln? Warum?
Bekannte Autoren könnten bei BOD viel mehr Geld verdienen, als bei "renomierten" Verlagen. Aber da sieht man es ja als eine Imagesache. BOD ist ja "billig" und nur "schrott". Na dann frage ich mich, warum die Verlage versuchen, die erfolgreichen Autoren abzuwerben. Und das noch für lächerliche 5%-7% pro Buch.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (26.01.2010, 17:43)
Sorry, aber was du oben schilderst, klingt auch nicht nach einem Verlag, sondern nach einem Druckkostenzuschussverlag - oder ist das wirklich so: Du musst zwar nichts zahlen, aber bekommst aber erst nach 22.000 verkauften Büchern Kohle? Ui, das ist aber unseriös, meiner Meinung nach!

Maryannes Verlag ist meines Wissen ein (kleiner), "seriöser", renommierter Verlag. Allein da lohnt der Wechsel, denke ich.

Gruß, barbara

RyuTakahashi
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Re:

von RyuTakahashi (26.01.2010, 18:14)
Hallo Barbara,

nein nein, es ist ein seriöser Verlag.

Man wollte mir ein garantiertes Honorar im Voraus (erst 4stellig, zweites Angebot 5stellig) zahlen bei Vertragsabschluss. Dieses Honorar wird mit den verkauften Büchern verrechnet, bis der Betrag erreicht ist. Und bei 6%, die ich pro Buch bekommen hätte, wären das in etwa die Anzahl an Büchern gewesen. Anschließend gibt es einen %-Satz pro verkauftem Buch.

Diese Vorgehensweise ist gar nicht so unüblich.

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Lisa_Sonnenblume
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Re:

von Lisa_Sonnenblume (26.01.2010, 18:21)
RyuTakahashi hat geschrieben:
Hallo Barbara,

nein nein, es ist ein seriöser Verlag.

Man wollte mir ein garantiertes Honorar im Voraus (erst 4stellig, zweites Angebot 5stellig) zahlen bei Vertragsabschluss. Dieses Honorar wird mit den verkauften Büchern verrechnet, bis der Betrag erreicht ist. Und bei 6%, die ich pro Buch bekommen hätte, wären das in etwa die Anzahl an Büchern gewesen. Anschließend gibt es einen %-Satz pro verkauftem Buch.

Diese Vorgehensweise ist gar nicht so unüblich.


Stimmt, bei BoD verdienst du mehr, aber ein Verlag hat einen Buchhandlunganschluss ... so könntest du viel mehr Bücher verkaufen?
LG,



Lisa

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (26.01.2010, 18:43)
Lisa_Sonnenblume hat geschrieben:
Stimmt, bei BoD verdienst du mehr, aber ein Verlag hat einen Buchhandlunganschluss ... so könntest du viel mehr Bücher verkaufen?


Da bin ich auch schon die ganze Zeit drüber am grübeln.
Eine fünfstellige Summe (also größer/gleich 10.000 Euro) als Garantiezahlung abgelehnt! Das ist schon sehr heftig. Und kaufmännisch kaum nachvollziehbar.

Das Buch kostet jetzt bei BoD 6,80 Euro und wirft bei 72 Seiten eine Netto-Marge von 1,63 Euro ab.

Rechnet man die Garantiesumme dagegen, sind das schon mal mindestens 6.135 verkaufte Bücher. Erst danach ist das BoD-Buch im Vorteil (Kosten für Versand, Werbung etc. durch den Autor ist dabei nicht berücksichtigt).

Wenn ich das mal rückwärts rechne, dann stellt der Vorschuss in fünfstelliger Höhe den Gegenwert der Tantiemen von 22.500 Büchern dar. Bei (geschätzten) 0,50 Euro je Buch ist das eine Garantiezahlung von etwa 11.250 Euro. Das wäre dann ein Brutto-Ladenpreis von etwa 8,95 Euro (netto 8,36 Euro, davon 6% = 0,50 Euro Tantieme).

Was ebenfalls verloren geht, sind alle (!!!) Tantiemen für Fremdsprachausgaben (das Buch wäre sicher auch was für die Buchmärkte, die Deutschland umgeben, also Niederlande, Frankreich, usw. - solche Verhandlungen fallen in den Verantwortungsbereich des Verlages und werden über Fest-Tantiemen abgerechnet, die dann zwischen Autor und Verlag 50:50 geteilt werden) sowie für Sonderausgaben, etwa Buchclub oder Sonderverlags-Ausgaben wie dei vom Weltbild-Verlag (auch hier 50:50 zwischen Verlag und Autor).

Ich persönlich hätte diesen Verlagsvertrag sofort unterschrieben. Über 6.100 Bücher als BoD-Ausgabe allein auf dem deutschen Markt - das halte ich für wahnsinnig schwer zu erreichen.

Grüße
Siegfried
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (26.01.2010, 18:53)
Hm, so ganz blicke ich da nicht durch! Wenn man mir zunächst mal 10.000 + rüberschöbe, würde ich sie nehmen - schließlich passiert ja angeblich auch dann nichts, wenn sich nur 5 oder 10 Exemplare des Buchs verkaufen würden.
Siegfried hat das ja gut aufgedröselt, wie es im Verhältnis dazu bei bod ist.

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Danny P.
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Re:

von Danny P. (26.01.2010, 19:03)
Hallo,

was Sigfried schreibt, klingt, wie ich finde, sehr logisch und vernünftig. Außerdem hat es ja auch immer etwas von Prestige, wenn man bei einem Verlag unterkommt. BoD ist billig, wäre die falsche Sichtweise. Aber von der anderen Seite aus: BoD ist gut, doch bei einem richtigen Verlag ... Das würde mich mehr freuen und sicherlich auch stolz machen.
Nur: Wie?
Wenn man ein Buch mit regionalem Bezug schreibt, dann geht so etwas vielleicht. Oder ein Buch, dass sehr themenspezifisch ist. Aber auf meine Titel trifft weder das eine noch das andere zu ...

Danny

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Bücherwurm
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Re:

von Bücherwurm (26.01.2010, 19:40)
Hallo zusammen,

ein Vorschuss, der mit den danach verkauften Büchern verrechnet wird, scheint zuerst einmal klasse zu sein. Offensichtlich rechnet der Verlag mit guten Umsätzen.
Es gibt aber in manchen Verträgen die Klausel, welche die anteilige Rückzahlung des Vorschusses festschreibt, wenn in einem bestimmten Zeitraum der erhoffte Umsatz mit dem Buch nicht erzielt wird.

Grüße, Gabi
Titel bei BoD:
Hunger auf Leben - Ein Mädchen kämpft gegen den Krebs
Anna und das Traumland
Kinderbuch

RyuTakahashi
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Re:

von RyuTakahashi (27.01.2010, 07:27)
Zitat: Ich persönlich hätte diesen Verlagsvertrag sofort unterschrieben. Über 6.100 Bücher als BoD-Ausgabe allein auf dem deutschen Markt - das halte ich für wahnsinnig schwer zu erreichen.

Nun ja, mehr als die Häfte davon wurde bereits in den letzten 2 Monaten verkauft...glaubt Ihr, ich kann nicht auch rechnen?

MBTNeuss
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Re:

von MBTNeuss (27.01.2010, 07:39)
Also ich finde 6.100 Bücher auch nicht die Welt.
Die hatte ich auch binnen anderthalb Jahren verkauft.

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