Vorsicht bei der Verlagssuche!!!

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julia07
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Re:

von julia07 (24.11.2007, 11:54)
Die einzig wahre Bestsellerliste wäre die, die ganau das ausdrückt, was das Wort ja sagt:
reine Verkaufszahlen!
- und genau da habe ich so meine Zweifel, was die Aussagekraft angeht!

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (24.11.2007, 12:06)
@ Julia07
So weit ich weiß ... blink3 spielt bei den "Bestsellerlisten" von Focus, Spiegel, etc, auch immer der persönliche Geschmack der Redakteure eine Rolle. Wie kann es sonst sein, dass die Listen variieren?
Bei uns im Literaturkreis Bremervörde hat ein Mitglied mal einen Zeitungsbericht ausgebudeddelt, in dem genau das Problem behandelt wurde. Mehrere Redakteure haben sich verschiedene Bestsellerlisten mal genau angesehen und festgestellt, dass von einem bestimmten "Bestseller" innerhalb eines Jahres nur 17 (!!!) Stück verkauft wurden ...
Ich denke, dass da viele Aspekte zusammenspielen. Wenn über ein Buch viel Aufshehen gemacht wird - egal wie - dann landet es eher oben auf den Listen. Spielt keine Rolle, ob es auch gut verkauft wurde.

Aber nun ja ... wer weiß das schon so genau ...

matthiasgerschwitz

Re:

von matthiasgerschwitz (24.11.2007, 12:53)
Moin moin!

Dann guckt mal hier!

Das ist eine Liste, da will wohl keiner drauf...

Beste Grüße
Matthias

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Judith
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Re:

von Judith (24.11.2007, 13:05)
Hallo Matthias,

interessante Liste! Ich hoffe, mit meinem Tanz-Roman nicht auf Platz 10 zu landen; in zweieinhalb Monaten habe ich ca. 30 Bücher verkauft. Aber ich werde es nicht 191 lang versuchen. :wink: Hannahs Nachtgeschichten haben in der Zeit bald die hunderter Marke erreicht, wird also nicht auf der Liste erscheinen. :P

Grüßle und schönes Wochenende,
Judith
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Bianca
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Verlagssuche

von Bianca (27.11.2007, 15:42)
Hallo
ich wollte mal wissen, was es sonst noch für verlage gibt. Alle die ich bis jetzt kenne, habe ich noch nicht angeschrieben, werde das aber irgendwann tun. :(

Ich wäre beinahe auf den R.G.Fischer verlag reingefallen, aber gut das ich nicht soviel Geld aufbringen konnte und habe somit mein Manuskript zurück gefordert.

LG
Bianca

PS. Bitte helft mir bei der Verlagssuche! angle:

Scouty
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Re:

von Scouty (30.11.2007, 17:45)
Hallo Bianca,

es heißt nicht umsonst, dass die Arbeit erst dann beginnt, wenn das Manuskript geschrieben ist ;)
Bevor du dein Werk - das hoffentlich schon von dir selbst gründlich überarbeitet und auf Herz und Nieren geprüft wurde - planlos durch die Welt schickst, solltest du dir die Mühe machen und die Verlage herausfiltern, die ein entsprechendes Programm bedienen, in das dein Thema passt.

Im Internet finden sich etliche Listen mit Verlagen in D, Ö und der CH, aber sinnvoll wäre vielleicht für dich die Anschaffung eines Ratgebers, in dem zum einen aktuellen Adressen stehen und diese zum anderen meist noch getrennt sind in Publikumsverlage, Zuschussverlage usw.
Der Autorenhaus-Verlag gibt z.B. das dicke "Jahrbuch für Autoren und Autorinnen" (http://www.autorenhaus-verlag.de/das-branchenhandbuch.phtml)heraus, in dem eigentlich alles Wichtige zu finden ist. (29,90 Euro)
Sandra Uschtrin hat das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" (http://www.uschtrin.de/bestellen.html) kreiert, das ebenfalls viele Informationen und Adressen bereithält. (43,00 Euro)
Beide Bücher sind sehr empfehlenswert und umfangreich, aber nicht gerade billig, leider.
Es gibt noch einen neueren Ratgeber als Ebook (http://www.lulu.com/content/1554406), der meines Erachtens mit das Beste ist, was Preis-Leistung angeht. Es werden viele Brancheninsider zitiert und Lektoren wie Autoren von großen Verlagen kommen zu Wort, es sind neben Schreibhandwerk Infos zur Vermarktung darin und Honorare werden aufgeschlüsselt u.v.m. (8,00 Euro) Kurz, knackig, unterhaltsam und informativ.

Wozu ich aus Erfahrung ebenfalls raten kann: Einfach mal zum Telefon greifen und sich mit dem zuständigen Lektorat des Verlags verbinden lassen und dort nachfragen. Dazu sollte man sich gut vorbereiten, denn oft wird man ganz gezielt nach dem Inhalt gefragt, den man in zwei, drei Sätzen knackig wiedergeben sollte. Diese Sätze sollte man sich natürlich vorher gut überlegen und abspulen können, denn die Frage wird kommen. Wie wichtig diese „Zwei-Satz-Exposees“ sind, wird sogar in Workshops von Lit-Agenten zum Thema unterstrichen.
Auf diese Art kann man schon mal vortasten, ob grundsätzlich Interesse im Verlag besteht. Und es ist so, dass Verlage auch und besonders Autoren wollen, nicht nur ein Manuskript. Dieser erste persönliche Eindruck, denn man hinterlässt, kann mitentscheidend sein.

Ein anderer Weg wäre sicher der, eine Literaturagentur zu suchen. Allerdings wird es schwer, wenn das Manuskript schon in Verlagen beworben wurde. Hier ebenfalls aufpassen, dass man nicht an Anbieter mit versteckten Kosten gerät, wie aktuell gerade wieder einer von sich reden macht.
Hier gibt es übrigens einen simplen Trick: Wenn das Manuskript schon breitflächig beworben, aber überall abgelehnt wurde, sollte man es noch mal sorgfältig in die Mangel nehmen und ihm einen neuen Titel verpassen. Anschließend kann man mit gutem Gewissen sagen, dass dieses Manuskript noch nirgends vorgestellt wurde ;)

In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal kurz auf die Begriffe „seriös“ und „unseriös“ eingehen. Bezahldienste, ob Verlag, Agentur oder Lektorat, haben durchaus ihre Berechtigung, denn die Nachfrage ist offenbar da und aus der entwickelt sich natürlich auch schnell eine Angebotsplattform. Solange Klarheit darüber herrscht, welche Kosten anfallen werden, und wenn diese auch transparent aufgeschlüsselt sind, ist das nicht unseriös, sondern ein Angebot, das man annimmt oder nicht.
Ich kenne viele Autoren, die gerne, gerade beim ersten Manuskript, Hilfe bei einem unabhängigen Lektor suchen und während dieser Zusammenarbeit auch viel lernen. Darunter sind nicht wenige, die es durch diese Maßnahme später auch schafften, einen Verlag zu finden. Daran ist nichts unseriös, solange keine falschen Versprechen daran geknüpft sind.
Anders ist es natürlich, wenn hier mit gezinkten Karten gespielt wird und scheinbar seriöse Verträge sich als Luftblasen entpuppen, wenn der Autor nicht eine unerwartete, aber begleitend oder nachfolgende notwendige Zahlungsbereitschaft zeigt, da sonst nichts aus dem Projekt wird. Oder wenn Auflagen bezahlt und nie gedruckt werden. Oder wenn ein Agent eine Provisionsvermittlung anbietet und später an einen Zuschussverlag vermittelt – und seine Provision u.U. vom Verlag bekommt, der sich das Geld vom Autor natürlich holt. Oder, oder, oder … also all die Dinge, die nicht klipp und klar vorher aufgeschlüsselt wurden und das Ziel gefährden, wenn nicht (mehr oder immer wieder) gezahlt.

Hier bleibt einfach nur, an die Wachsamkeit zu appellieren und sich immer wieder zu informieren.

Also, nicht aufgeben, sondern am Ball bleiben ;-)

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SandraR
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Re:

von SandraR (30.11.2007, 20:34)
Matthias danke fuer die Liste, die macht naemlich Mut:)))als Buchreihe:) und schmeichelt der eigenen Herausgebereitelkeit:).
Judith es dauert ueberhaupt mal drei Monate bis Du bei allen Internetbuchhandlungen gelistet bist, also keine Panik! Uebrigens leg doch flyer noch im oertlichen Musikshop, in der Disko und soweiter auf.
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Judith
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Re:

von Judith (01.12.2007, 00:55)
Hallo Sandra,

gelistet war ich in den Onlineshops sehr schnell (meine Bücher sind erst zweieinhalb Monate auf dem Markt). Nur die näheren Angaben und Cover fehlen teilweise.

Ich weiß nicht, ob Vorlesegeschichten für Kinder ab 4 Jahren so gut in die Disco passen... :wink: :lol: Aber du hast recht, ich lege schon immer mal Flyer aus, könnte aber mehr sein.

Grüßle,
Judith
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SandraR
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Re:

von SandraR (01.12.2007, 07:59)
@Judith Stadtbibliothek, private Kita, Fotos kann man zum Teil selbst hoch laden, sonst wartet man noch ein paar Wochen. Uebrigens Kinderaerzte waeren fuer Flyers auch eine feine Adresse und Apotheken:)))den Kinder sind gerne mal verschnupft und dann muss die Mama dort hin :lol: Wenn es als Maerchen durch geht, es gibt sehr viele Foren dafuer, einfach mal googeln Bannertausch oder verlinkung anbieten.
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Re:

von Judith (01.12.2007, 11:32)
Hallo Sandra,

an die Kinderärzte habe ich auch schon gedacht. Habe nur überhaupt keine Beziehung zu denen, weiß nichtmal wo sie sind. Werde ich aber, wenn ich mal übrige Zeit habe, in Angriff nehmen. Vor meiner ersten Lesung hatte ich bei einigen Ärzten und in der Apotheke sowie einem Kinderklamottenladen Flyer ausgelegt. Dadurch kam leider niemand. In der Bücherei lege ich regelmäßig Flyer aus.

Märchen sind's keine.

Heute muss ich noch ins Städtchen, da werde ich mal wieder sehen, wo ich etwas auslegen kann. Für Lesungen ist es einfacher als für bloße Werbung, denn da ist der Kulturaspekt dabei.

Grüßle,
Judith
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Re:

von SandraR (01.12.2007, 12:06)
Lesungen kurz vor Weihnachten im Kindergarten unter herbeiziehung aber von den Papis und Mamis:)))damit das Buch auch gekauft wird:)
Sandra
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Re:

von Judith (01.12.2007, 17:22)
Sandra, warum bekomme speziell ich von dir so viele Ratschläge? Umsatzbeteiligung gibt's nicht. :lol:
EDIT: Eben sehe ich: Sandra ist Unternehmensberaterin. :P

Das mit den Kindergärten ist so ne Sache. Einerseits lese ich sehr gerne vor, andererseits zahlt natürlich kein Kindergarten. Die haben angeblich im Moment nichtmal 6,- Euro übrig, um mein Buch zu kaufen. Wenn ich ständig kostenlos lese, dann wird mich auch nie jemand dafür bezahlen.

Wie sehen das andere?

Ich habe übrigens ein "Kindergartenpaket" gemacht und einigen mir bekannten Erzieherinnen angeboten. Wenn sie 6 Bücher verkaufen bekommen sie für den Kindi eines geschenkt. Dazu bekommen sie ein kleines Poster mit Info. Leider ist die Resonanz aber auch nicht gerade überwältigend. Zwei der Kindergärten hatten eine Buchausstellung und meines dazugelegt. Es lief wohl allgemein wenig. Bei einem Kindergarten wurde mein Vorlesebuch 2 x verkauft, bei den anderen weiß ich noch nichts genaues.

Grüßle,
Judith
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Jasmin

Re: Verlagssuche

von Jasmin (01.12.2007, 17:57)
Hallo Bianca,

auf der Seite von Wikipedia gibt es eine gute Liste, teils auch gleich verlinkt mit den jeweiligen Verlagen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_ ... Sprachraum

Am besten machst du dich erst einmal kundig, welcher Verlag überhaupt für dich in Betracht käme - das spart Nerven und Geld.

Falls du dir mal nicht sicher bist, ob du an einen Druckkostenzuschussverlag kommst, so reicht eine Anfrage per Mail. Wenn sie nicht antworten oder ausweichend reagieren, handelt es sich meist um einen derartigen Verlag, davon dann besser die Finger lassen.

Wenn du dich gut verkaufen kannst, ist es meist auch besser, telefonisch vorher bei den Verlagen anzufragen, um einen Ansprechpartner zu bekommen, an den das Manuskript geht und man kann sich im Begleitschreiben dann meist auf jemanden berufen, mit dem man gesprochen hat. Das sollte man aber nur tun, wenn man sich auch verkaufen kann, andernfalls ist so etwas eher negative Kritik für das eigene Manuskript.

Literaturagenten zu kontaktieren, ist auch ein guter Weg, mehr über die Qualität des eigenen Manuskripts zu erfahren, bzw. Schwachstellen auszumerzen, da bekommt man oft sogar kostenlose Tipps, habe ich die Erfahrung gemacht. Vielen reicht da auch oft das Manuskript per Mail, so dass du noch Porto sparst. Auch auch hier gilt: Finger weg von Literaturagenten, die VORHER Geld sehen wollen, bevor sie dich vermittelt haben.

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Re:

von Bianca (01.12.2007, 19:29)
Hallo Jasmin,
danke für den Tipp.
Und auch danke für den Tipp mit wikipedia. Mit den literaturagenturen habe ich bis jetzt noch keine Erfahrung machen können. Da ich nicht weiß wo es welche gibt. Aber dann kommt schon der Tipp mit "google". Ich werde auf solche angebote aufpassen. Und diese Links liegen lassen. Sofern ich auf solche stoßen sollte.

LG
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Yuki
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Re:

von Yuki (02.12.2007, 09:49)
Um heraus zu bekommen, ob ein Verlag ein DKZ-Verlag ist reicht es in den meisten Fällen bei Google den Namen + Druckkostenzuschuss einzugeben. Das sortiert auch schon mal gut aus und man kann sich die Mail sparen :wink:

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