Vorteile eines zusätzlichen E-Books?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Benutzeravatar
Ankh
Beiträge: 174
Registriert: 14.03.2009, 15:07

Re:

von Ankh (03.02.2013, 18:44)
@Klopfer:
Genau wegen solcher Fragen wollte ich mir erst mal ein solides Buch zum Thema zulegen.
War auch nur ein Beispiel für "Kombi-Potential". Gibt bestimmt weitere Möglichkeiten, wie Print und E-Book sich gegenseitig helfen können oder Dinge in "einem Aufwasch" erledigt werden können. VLB, Buchhandel.de und Libreka würden mich z.B. nichts extra kosten (Einheitspreis bis 10? Bücher).
Die Rezensionen auf Amazon für das Printbuch lassen sich bestimmt für das E-Book übernehmen. All diese "Kombi-Überlegungen" sind mir wichtig.

@holz:
Danke, habs mir vorgemerkt.

@W.Waldner:
Solche "Schnell-Konsum-Bücher" werde ich wohl auch langfristig nicht anbieten. Klar, geringer Preis und drei Klick-Bestellung sind kauffördernd, aber ich hoffe, dass das nicht auf den gesamten Buchmarkt durchschlägt, sondern mehr auf Belletristik und 50-Seiten-Ratgeber beschränkt bleibt. Dass ein gutes Fachbuch, für das heute gerne von vielen 30 Euro bezahlt werden, in 5 Jahren keiner mehr 5 Euro bezahlen will.... ich kann und will mir das nicht vorstellen.

Der Tod der Buchhandlungen angesichts Onlinehandel wurde auch schon vor 10 Jahren fest prophezeit und hat sich nicht bewahrheitet.

@Siegfried:
Kein Zweifel, der Markt entscheidet über den monetären Wert. Aber die Frage ist, ob sich wirklich alle Autoren und Verleger der Ramschpreis-Entwicklung anschließen werden. Und ob es nicht genug Normalpreis- und Luxuspreis-Nieschen geben wird.

Im Moment gibt es neben kostenlosen E-Books auch viele, die genauso viel kosten wie das Printbuch oder 80% davon, weil sich die Verlage nicht selbst Konkurrenz machen wollen.

Benutzeravatar
Klopfer
Beiträge: 262
Registriert: 15.01.2011, 02:43
Wohnort: Berlin

Re:

von Klopfer (03.02.2013, 18:58)
Ankh hat geschrieben:
Die Rezensionen auf Amazon für das Printbuch lassen sich bestimmt für das E-Book übernehmen. All diese "Kombi-Überlegungen" sind mir wichtig.


Ja, das geht. Theoretisch sollte das automatisch gehen, wenn Buch und E-Book den gleichen Titel und den gleichen Autor haben; ich musste bei Amazon Bescheid geben (bei dem Buch, was ich nicht über BoD vertreibe). Das dauerte dann zwar einige Tage, bis diese Verknüpfung sichtbar war, aber insgesamt geht das problemlos. :)

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5837
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (03.02.2013, 19:11)
Ankh hat geschrieben:
Dass ein gutes Fachbuch, für das heute gerne von vielen 30 Euro bezahlt werden, in 5 Jahren keiner mehr 5 Euro bezahlen will.... ich kann und will mir das nicht vorstellen.


cheezygrin
Gerade bei Fachbüchern ist das E-Book-Format wirklich sinnvoll. Wenn die Reader - denen ich ohnehin nur eine Lebensdauer bis Anfang der 2020er gebe - voll grafiktauglich sind, dann werden Diagramme, Zeichnungen und bildhafte Anleitungen nicht mehr statisch (also gedruckt) aussehen, sondern als Animationen ablaufen. Eine Anleitung zur Reparatur der Zylinderkopfdichtung wird nur noch grob beschrieben und dann in bewegten Bildern demonstriert. Bekanntermaßen ist Bildchen gucken einfacher als komplexe Texte lesen! Deshalb heißt Deutschlands auflagenstärkste Zeitung ja auch nicht "Wort" oder "Text", sondern ... cheezygrin

Einfach mal die Frage: Wie willst du verhindern, dass ein Megakonzern tonnenweise Literatur zum Ramschpreis aus den E-Book-Markt wirft?

Warum soll jemand dein E-Book zum Preis von 5,99 Euro oder 3,- Euro kaufen, wenn er Hunderttausende andere Bücher für 24 Cent bekommt? Weil dein Buch so sensationell gut ist? Dein Buch wird in der Masse - zumal zu dem Preis - untergehen!

Ankh hat geschrieben:
Der Tod der Buchhandlungen angesichts Onlinehandel wurde auch schon vor 10 Jahren fest prophezeit und hat sich nicht bewahrheitet.


Nun, wenn wir W. Waldners Annahme gelten lassen, dass das E-Book das gedruckte Buch tötet, werden Buchläden absolut überflüssig. Bibliotheken übrigens auch. Kein Wandeln mehr am Regal entlang, kein Blättern in Büchern, nie wieder dieser Duft eines druckfrischen Buches, kein "Oh! Ah!" beim Betrachten eines gedruckten Bildbandes ... Und was wird man wohl auf Flohmärkten oder in Antiquariaten anbieten? SD-Karten???

Benutzeravatar
Ankh
Beiträge: 174
Registriert: 14.03.2009, 15:07

Re:

von Ankh (03.02.2013, 20:45)
Hm, aber wenn ein E-Fachbuch mit allen möglichen technischen Features "aufge-wertet" ist, sollte das nicht ein Argument für den Anbieter sein, einen höheren Preis zu verlangen und damit auf seinen Gewinn zu kommen?

Warum ist es deiner Meinung denn so ausgeschlossen, dass beide Märkte nebeneinander existieren und ihre Claims abstecken können? Warum so sicher, dass der gesamte Markt mit den Ramschpreisen mitspielt? Kann man nur so als Verlag oder Konzern Geld verdienen? Dumpingpreis-Angriffe wie kürzlich von Sony gibt es ständig auf allen möglichen Märkten und trotzdem setzt sich das meistens nicht durch und zieht nicht den gesamten Markt runter. Denk mal an die "Japsen-Autos" vor 20 Jahren. Die teuren deutschen Autos existieren noch immer prächtig und einige Japaner sind nicht mehr viel billiger.

Warum gibt es jetzt plötzlich wieder Schallplatten, obwohl es meines Wissens dafür keinen vernünftigen Grund gibt?

Warum soll es nicht innerhalb der E-Books verschiedene Segmente geben, günstigere und teurere?

Wenn deine Prognosen und die Hintergründe so sicher sind, warum lesen dann nicht schon seit 10 Jahren 50% E-Books zu Ramschpreisen? Die Konzerne waren vor 10 Jahren nicht dümmer als heute.

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5837
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (03.02.2013, 21:32)
Ankh hat geschrieben:
Hm, aber wenn ein E-Fachbuch mit allen möglichen technischen Features "aufge-wertet" ist, sollte das nicht ein Argument für den Anbieter sein, einen höheren Preis zu verlangen und damit auf seinen Gewinn zu kommen?


Ein höherer Preis ist durch zusätzliche Leistung am Markt nicht durchsetzbar, weil der Kunde hohe Preise auch für bessere Leistungen nicht akzeptiert. Bestes Beispiel ist der Elektronik-Fachhandel. Die hochwertige Leistung "Beratung" wird vom Käufer nicht honoriert - man lässt sich zwar beraten, will dafür aber nicht zahlen. Gekauft wird dort, wo es das Gerät am günstigsten ist.

Ankh hat geschrieben:
Warum ist es deiner Meinung denn so ausgeschlossen, dass beide Märkte nebeneinander existieren und ihre Claims abstecken können?


Das musst du W. Waldner fragen - er hat hier die Meinung vertreten, das E-Book ist der Tod des gedruckten Buches. Natürlich kann (!) die Druckausgabe eines Werkes weiterhin existieren - da aber die Verkaufszahlen drastisch nach unten gehen werden, muss bei niedrigeren Auflagen der Preis deutlich nach oben gehen. Vermutlich wird es bei Print-Ausgaben gar keine Auflagenproduktion mehr geben, sondern nur noch On-Demand-Drucke. Und was ein Buch von 400 Seiten da kostet, das wissen wir. Folge: Noch weniger gedruckte Bücher zu noch höheren Preisen.

Ankh hat geschrieben:
Warum so sicher, dass der gesamte Markt mit den Ramschpreisen mitspielt? Kann man nur so als Verlag oder Konzern Geld verdienen?


Derzeit tobt der Kampf zwischen einem gebundenen System (der Kindle von Amazon) und dem offenen System namens ePub (diverse Reader). Amazon ist Marktführer. Sony greift an, um seinen eigenen Reader zu pushen und verbindet das mit einem entsprechenden Buchangebot. Sollte Amazon darunter leiden, wird Amazon nachziehen. Der Markt ist kaputt, weil der Kunde sich an diese Preissituation gewöhnt.

Ankh hat geschrieben:
Dumpingpreis-Angriffe wie kürzlich von Sony gibt es ständig auf allen möglichen Märkten und trotzdem setzt sich das meistens nicht durch und zieht nicht den gesamten Markt runter.


Es gab in Deutschland mal eine Zeit, in der es keinen Aldi und keinen Lidl gab. Was passierte in Deutschland, als sich diese Hard-Discounter am Markt durchsetzten? Der normale Supermarkt musste mit seinen Preisen runter. Es war das Preisniveau von Aldi, an das sich die Kunden gewöhnt haben und die höheren Preise bei Edeka als nicht mehr akzeptabel empfanden.

Ankh hat geschrieben:
Warum gibt es jetzt plötzlich wieder Schallplatten, obwohl es meines Wissens dafür keinen vernünftigen Grund gibt?


Die Vinyl-Schallplatte ist kein Massenprodukt, sondern unter DJs angesagt, weil man damit bessere Effekte erzielen kann - technisch zwar auch mit CDs oder MP3 machbar, aber Knöpfchen drücken oder Regler schieben ist optisch nicht so geil, wie eine schwarze Scheibe vor und zurück drehen.

Ankh hat geschrieben:
Warum soll es nicht innerhalb der E-Books verschiedene Segmente geben, günstigere und teurere?


Kann es doch. Die Frage ist, warum die Leute teure E-Books kaufen sollen?

Ankh hat geschrieben:
Wenn deine Prognosen und die Hintergründe so sicher sind, warum lesen dann nicht schon seit 10 Jahren 50% E-Books zu Ramschpreisen? Die Konzerne waren vor 10 Jahren nicht dümmer als heute.


Vielleicht, weil die Technik und das Angebot erst jetzt ausreichend groß ist. Vielleicht, weil die großen Konzerne erst jetzt entdecken, dass man in diesem Bereich Geld verdienen kann.

Warum hat es vor 1973 keine Lidl-Läden gegeben? Warum gibt es erst seit Mitte der 1970er Discount-Drogerien wie Schlecker, DM und Rossmann? Die Unternehmer waren vor 1970 doch auch nicht dümmer als heute. cheezygrin

Hier noch ein Auszug aus einem Artikel zur Sony-Preisdumping-Aktion in England:

Dies dient beispielsweise dem Abverkauf des hauseigenen eReaders, der Gewinnung von Neukunden, die es für das digitale Lesen erst noch zu begeistern gilt oder aber dem strategischen Zweck, Konkurrent Amazon tiefe Löcher in die Kriegskasse zu reißen. Und es hat Folgen:
    die eBook-Umsätze erreichen eine neue Dimension: Verlage, deren Bücher für 20 Pence angeboten wurden, melden signifikante Umsatz-Zuwächse. Allein von dem für 20p verscherbelten Bestseller „Life of Pi“ wurden seit Weihnachten 250.000 Exemplare verkauft. Bei einem Einkaufspreis von vielleicht 3 Pfund sind das schnell unerwartete 500.000 Pfund mehr auf dem Verlagskonto.
    die Marktmacht verschieb sich: Pan Macmillan zum Beispiel konnte seinen eBook-Umsatz um mehr als 200% auf 4,5 Mio Pfund erhöhen und hat damit eine Umkehrung der Marktanteile print/digital erreicht: 7% digital gegenüber 4% Print. Ein Quantensprung.
    der größte Konkurrent verliert Millionen: Um im Wettbewerb mit SONY nicht wertvolle Kunden zu verlieren und einen ziemlichen Imageschaden abzuwenden, musste amazon.co.uk seine Preise bei den entsprechenden Büchern anpassen: 20p für echte Bestseller, die sich im Zweifelsfalle hunderttausendfach verkaufen und auf den Einkaufskosten bleibt man sitzen. Für Amazon ein echtes Spiel auf Zeit denn der Riesenbuchhändler verkauft fünf bis zehn Mal so viele eBooks wie SONY und muss dementsprechend die fünf bis zehnfachen Verluste hinnehmen. Auf Dauer keine schöne Art, einen Markt zu bereinigen!
Und die Verlage? All jene, die mitmachen, profitieren – und machen sich unbeliebt, denn ihre Wettbewerber verkaufen gleichzeitig weniger Titel. (Die netto Lesezeit einer Nation ist ziemlich fix, selbst wenn sich hier und da Peaks verzeichnen lassen.) So profitieren kurzfristig jeweils die Verlage und Autoren, denen grad die Gunst der Stunde schlägt während langfristig die Befürchtung im Raume steht, sich mit derlei Dump die Preise dauerhaft kaputt zu machen: Nach Schätzungen des „Bookseller“ wurde im vergangenen Jahr jedes zehnte E-Book für nur 20 Pence gekauft – wohlgemerkt, während die 20p-Aktion in der ersten Jahreshälfte gar nicht lief. Dies wirkt sich womöglich auf das Preisempfinden der Konsumenten aus und das wiederum hat verheerende Wirkungen für kleine, unabhängige Buchhandlungen, für die derartige Kampfpreise nicht realisierbar sind.
http://blog.paperc.de

Benutzeravatar
Ankh
Beiträge: 174
Registriert: 14.03.2009, 15:07

Re:

von Ankh (03.02.2013, 22:20)
Der Vergleich mit Lidl 1970 hinkt insofern, als es das E-Book schon lange gibt und nur das Preisdumping bislang nicht erfolgte. Also mit einem existierenden Markt hätte es doch schon längst einigen Konzernen einfallen müssen... vermutlich wurde das auch schon probiert.

Na ja wie werden es ja sehen, ob es so kommt mit den Preisen und wie schnell sich das vollzieht. Wenn ja, dann würde ich mein Buch nur noch als Print-Ausgabe verkaufen und dem E-Book-Markt fern bleiben.

Und wer weiß, wie sich das mit dem Format entwickelt. Dürfte entscheidend werden, wann sich welches Format durchsetzt. Ich bin da eher für offene Systeme.

Ich würde als Preis für mein E-Book gegenwärtig etwas weniger als den Printpreis ansetzen, aber auch nicht so wenig, dass ich mir selbst Konkurrenz machen für das Printbuch. Wenn der Gewinn pro Buch in beiden Fällen der gleiche ist, soll es mir egal sein, für was sich der Kunde entscheidet - und hat trotzdem eine Wahlmöglichkeit, die er vorher nicht hatte.

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (04.02.2013, 00:49)
Ankh hat geschrieben:
Der Vergleich mit Lidl 1970 hinkt insofern, als es das E-Book schon lange gibt und nur das Preisdumping bislang nicht erfolgte. Also mit einem existierenden Markt hätte es doch schon längst einigen Konzernen einfallen müssen... vermutlich wurde das auch schon probiert.


Die großen Buchverlage wollten das E-Book ja eher verhindern und verteuern. Erst mit den E-Book-Readern ist der Markt in Bewegung gekommen. Da wird sich noch viel technisch ergeben. Die Einbindung von Filmen und Musik vor allem.

Ankh hat geschrieben:
Na ja wie werden es ja sehen, ob es so kommt mit den Preisen und wie schnell sich das vollzieht. Wenn ja, dann würde ich mein Buch nur noch als Print-Ausgabe verkaufen und dem E-Book-Markt fern bleiben.


Wenn Du einen Nischenmarkt bedienst, ist das vielleicht sinnvoll, gar kein E-Book anzubieten. Bei Deiner Thematik musst Du auch nicht befürchten, dass die Kund(inn)en wegen dem Buchpreis wegrennen. Das geht aber nicht bei allen Themen.

Im Bereich der speziellen Lebenshilfe und Lebensbereicherung lässt sich der Verzicht auf das E-Book ja auch rechtfertigen, indem dem Buch vielleicht eine handgeschriebene Widmung oder dergleichen beigefügt wird, was das Buch als solches aufwertet und bei einem E-Book unüblich wäre.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre

Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat

Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
Ankh
Beiträge: 174
Registriert: 14.03.2009, 15:07

Re:

von Ankh (04.02.2013, 11:29)
Ja, meine Themen haben schon eher einen "persönlichen" Flair und ab und zu wollen die Käufer auch eine Widmung.

Interesant ist das E-Book ja zweifellos schon. Es ist einfach ein vielversprechendes und vielseitiges Medium und man muss sich als Autor/Verleger halt genau überlegen, ob und wie es sich nutzen lässt. Ein vorhandenes Printbuch z.B. in mehrere E-Books aufgliedern, in denen jeweils ein Thema des Printbuches ausgeführt wird. Vielleicht interessant für die Sparfüchse, Schnellkonsumierer und "Reinschnupperer".

Gibt es zur Zeit Argumente, die sich bei der Wahl des Formats für/gegen ePub bzw. Kindle anführen lassen, aus Sicht eines Autors/Selbstverlegers?

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (04.02.2013, 12:52)
Ankh hat geschrieben:
Gibt es zur Zeit Argumente, die sich bei der Wahl des Formats für/gegen ePub bzw. Kindle anführen lassen, aus Sicht eines Autors/Selbstverlegers?


Kindle, weil Amazon für jeden Buchsucher im Internet die allererste Adresse ist.

Alle anderen Verlage sind zu blöde, das Internet richtig zu nutzen. Das beginnt mit der Bildschirmgröße, dass die ihre Information nur in einem kleinen Kästchen für Besitzer von 17-Zoll-Monitoren darstellen, und hört nicht damit auf, dass die Leserrezensionen, wenn es die überhaupt gibt, nicht recht lesbar sind. Oft dann auch keine Preview, keine brauchbaren Verlinkungen ähnlicher Titel und so weiter und so fort.

Würde die Verlage praktisch nichts kosten, eine brauchbare Software zur Werbung für die Bücher einzusetzen. Aber die Verantwortlichen sind dafür zu blöde und meinen wohl, die Leser sollen halt in den Buchladen kommen. Da hockt irgendein Depp in der verantwortlichen Position und findet das gut, wenn die Aufmachung des Internetauftritts seiner Buchhandlung oder gar des Verlags nichts taugt.

Das soll den Kunden erziehen, in den Laden zu kommen. :(

Manche Buchhändler nerven dann noch die potentiellen Käufer mit abwegiger, aber aufdringlich blinkender Werbung neben den entsprechend dürftigen Informationen zum Buch. Alles reine Dummheit und Verbohrtheit, weil mit der Fremdwerbung vielleicht der Webspace finanziert wird.

Also Amazon, weil die es richtig aufziehen. Also Kindle.
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre



Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat



Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (04.02.2013, 13:23)
Beispiel mal wieder zu den Internetauftritten.

Hugendubel ist ja wirklich keine kleine Buchhandlung, die sich vielleicht keine Programmierer leisten kann.

Sondern für den Internetauftritt ist einfach ein Voll*** verantwortlich.

Wir suchen also mal das Buch von Fräulein Jacobs:

http://www.hugendubel.de/3/17712683-1/b ... nicht.html

Hier haben wir die Holzversion. Auf meinem Monitor sind links und rechts zwei breite Streifen. So groß wie die genutzte Fläche in der Mitte. Ganz ungenutzt sind die zwei Streifen aber nicht: es gibt ein Hintergrundbild wie eine Tapete mit Buchstaben.

Sehen wir uns das bei Amazon an:

http://www.amazon.de/Fr%C3%A4ulein-Jaco ... 228&sr=8-1

Der Bildschirm wird von links bis rechts voll genutzt. Jawoll, das kostet nämlich nichts! Überhaupt nichts, und ich tue mir damit als Kunde leichter.

Dafür haben die bei Hugendubel nochmal den Bildschirm unterteilt und es gibt in der Mitte nochmal zwei Streifen, links mit Empfehlungen, rechts mit dem Bezahlvorgang.

Jetzt suche ich aber das E-Book. Bei Amazon kein Problem. Oben haben wir "weitere Ausgaben" mit der Kindle-Edition.

Jetzt suchen wir das mal bei Hugendubel:

Bei Hugendubel muss ich zuerst mal E-Books anklicken, dann kann ich bei der Buchsuche nochmal den Titel oder die Autorin eingeben.

Hurrah, das E-Book gibt es tatsächlich, obwohl beim Buch darauf nicht hingewiesen wurde:

http://www.hugendubel.de/3/17844038-1/e ... nicht.html

Die sind wirklich alle zu blöde, deshalb Kindle statt ePub. :twisted:
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre



Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat



Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (04.02.2013, 13:38)
Wenn ich gerade bei Hugendubel bin:

Bücher, die nicht da sind, werden natürlich auf der Website nicht angezeigt.

Sonst müsste man die ja womöglich für den Käufer bestellen! :twisted:

Ich finde also meine Bücher als E-Book, aber nicht als Buch.

Dafür steht bei den E-Books immer dabei, dass es da keine Geschenkverpackung gibt und dass eine Abholung in der Filiale nicht möglich ist. :lol:

Das haben die bei Amazon tatsächlich weggelassen. smart2

Die sind wirklich alle so blöde, dass es nicht zu fassen ist. Dabei gibt es den Internetauftritt von Amazon schon seit Jahren und man hätte ja mal schauen können, wie es richtig geht. angle:
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre



Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat



Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Benutzeravatar
Ankh
Beiträge: 174
Registriert: 14.03.2009, 15:07

Re:

von Ankh (04.02.2013, 15:36)
Ich bin eh ein großer Amazon-Fan, aber ein best. Format benutzen und die betreff. E-Books dann kundengerecht online präsentieren hängt nicht zwingend zusammen. Das sind grundsätzlich zwei Paar Schuhe.

Könnte doch leicht schon morgen passieren, dass sich einige der Großen stärker am Vorbild Amazon orientieren oder wegen eines Programmes zusammentun.

Ich würde ja am liebsten "beides" haben. Was spricht dagegen, bei Amazon das Kindle-E-Book zu verkaufen und ansonsten ePub? Ich wäre offen für den gesamten Markt und würde Erfahrungen mit beidem machen, vielleicht wieder ein paar interessante Kombi-Effekte usw.

Benutzeravatar
Harlekina
Beiträge: 58
Registriert: 01.02.2010, 15:51
Wohnort: Andalusien

Re:

von Harlekina (04.02.2013, 15:43)
Ich finde es wunderbar, dass bod.de nun kostenlos das E-Book zum Printbuch bei Classic miterstellt - ohne Riesen-Sofware-Gedöns für mich! Es erschließt eine neue Zielgruppe, die ihren Kindle bestücken will. Und die Marge ist vergleichsweise höher undn attraktiver für mich als Autor als beim Print.
Ergo: seit 2 bod.de-Büchern "Was macht die Kuh im Swimmingpool" und "Das Kuriose-Tage-Buch" habe ich dies nun im Angebot und es wird angenommen!

Weiter so.
LG
Gabriele-Harlekina
life is a cabaret !
Autorenwebseite: http://historiette.jimdo.com
Neuestes Werk: "Das Kuriose-Tage-Buch"

Benutzeravatar
Siegfried
Beiträge: 5837
Registriert: 09.07.2008, 01:14
Wohnort: e-mail: dbs@digibuchservice.de

Re:

von Siegfried (04.02.2013, 17:40)
Ich finde es ganz erstaunlich, wie einem Megakonzern wie Amazon, der zudem als der größte Haifisch im Becken des Buchhandels gilt, nach dem Munde geredet wird. :shock::

Übrigens, Hugendubel zeigt sehr wohl bei einer Suche sowohl Print- als auch E-Book-Version als Ergebnis an!

http://www.hugendubel.de/9/Fr%C3%A4ulei ... ?tt=1&ts=1

Benutzeravatar
W.Waldner
Beiträge: 310
Registriert: 26.08.2009, 18:15
Wohnort: Kempten

Re:

von W.Waldner (04.02.2013, 19:46)
Siegfried hat geschrieben:
Ich finde es ganz erstaunlich, wie einem Megakonzern wie Amazon, der zudem als der größte Haifisch im Becken des Buchhandels gilt, nach dem Munde geredet wird.


Da ich öfter nach Büchern suchen muss, führt kein Weg an Amazon vorbei. Die haben sogar Bücher in ihrer Datenbank, die man kaum in den Beständen der Archive findet. Und natürlich jede Menge alter Bücher ohne Rechte umsonst als E-Books.

Das könnten die Buchhändler auch, wenn sie dafür eine Dachorganisation schaffen würden. Aber ein Buchhändler ist halt ein Buchhändler und mag das Internet eigentlich gar nicht und schon gleich gar keine Bücher umsonst für seine Kunden.

Also wird der Internetauftritt zur Katastrophe, weil man den als Buchhändler ja eigentlich lieber gar nicht hätte. Da sitzen dann in einer großen Buchhandlung die Filialleiter bei der Auswahl des Internetauftritts und jeder hat das heimliche Ziel, dass der seine Filialkunden möglichst wenig ansprechen soll. So schaut das dann auch aus.

Würde jemand bei denen mit Verbesserungsvorschlägen für den Internetauftritt vorbei kommen, dann werfen die den sofort raus, denn das wollen die ja eigentlich nicht, also über das Internet verkaufen.

Ein Psychodrama im Buchhandel. :roll:

Lieber überlassen die das Geschäft Amazon. Allein schon, wie lange das bei Hugendubel gedauert hat, bis die sich überhaupt dazu aufraffen konnten, auch Bücher über das Internet zu verkaufen. Vermutlich mussten die sich vorher erst noch von einem Psychiater behandeln lassen, damit die das endlich auch noch geschafft haben. cheezygrin
Trugschlüsse der Volkswirtschaftslehre



Warum die Geldpolitik 1929-33 die Weltwirtschaftskrise verursacht hat



Der preußische Regierungsagent Karl Marx

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.