Wann ist ein BoD-Buch ein (kleiner) Erfolg?

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (04.11.2010, 14:19)
Hallo Thorsten,
in einem Jahr 305 Bücher verkauft, das lässt doch hoffen! Zunächst finde ich das schon einen großen Erfolg. Ich habe jetzt einmal bei mir nachgezählt. Meine erste Auflage kam Ende 2005 heraus. Anfang 2009 dann die 2. Auflage. Insgesamt habe ich bis jetzt etwas über 500 Bücher verkauft - und, was für mich das Erstaunlichste ist, seit ca. Mitte dieses Jahres ging es erst richtig los! Du kannst also wirklich noch mit einem Anstieg rechnen. Wie manchmal die Verkäufe zustande kommen, ist mir ein Rätsel. Es ist schon so, dass man seine Zielgruppe suchen muss. Bei mir sind es Auswanderungswillige und die findet man hauptsächlich in Spanienforen. Deine Leserschaft wirst Du hauptsächlich in Jugendforen finden. Man muss immer am Ball bleiben.
Ich Drück Dir weiterhin die Daumen.
Gruß Uschi

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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (07.11.2010, 12:28)
Also ich finde die Zahl schon nicht schlecht. Wichtig ist aber, dass du mit ihr zufrieden bist. Ich weiß ja nicht, wie hoch deine Erwartungen sind.
Wie hoch der Verkauf von meinen Beutewelt-Büchern ist, kann ich derzeit kaum sagen, aber es sind wohl schon ein paar Hundert. Ich bin jedenfalls ganz zufrieden (für 6 Monate Laufzeit)

Nico H.
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Ganz schön gut

von Nico H. (07.11.2010, 16:47)
Lieber Thorsten,

Du kannst dich da wirklich freuen, ich finde du hast schon viel verkauft aber es kommt drauf an wie viel du dachtest das du verkaufst.

Ich persönlich würde mich schon freuen wenn es 3 Leute gibt die sagen mein Buch ist gut. (3 Leute nicht in meinen Bekanntenkreis)

Richymuc
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Re:

von Richymuc (07.11.2010, 17:57)
Hallo Nico,
keine Panik, sicher gibt es mehr als 3 Leute die Dein Buch toll finden.
Bei mir waren es sogar 4 Leute cheezygrin

Irgendwann werden für Dich auch mal die Mädchen interessant werden, ist doch cool wenn Du dann Deinem Schwarm DEIN Buch mit einer tollen Widmung schenkst.

"Mein Herz ist klein, nur Du darfst hinein"

Na ja, oder so was ähnliches, ich bin etwas aus der Übung.
Schreibe für Dich und Deine Freude und nicht für irgendwelche Verkaufszahlen.
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (07.11.2010, 18:13)
Richymuc hat geschrieben:
Hallo Nico,
keine Panik, sicher gibt es mehr als 3 Leute die Dein Buch toll finden.
Bei mir waren es sogar 4 Leute cheezygrin

Echt jetzt? cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Richymuc hat geschrieben:
Irgendwann werden für Dich auch mal die Mädchen interessant werden, ist doch cool wenn Du dann Deinem Schwarm DEIN Buch mit einer tollen Widmung schenkst.
"Mein Herz ist klein, nur Du darfst hinein"
Na ja, oder so was ähnliches, ich bin etwas aus der Übung.

Aber doch schonmal recht nett zum Warmwerden. :lol:

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Thorsten Peter
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Re:

von Thorsten Peter (07.11.2010, 20:57)
Wie gesagt, ich bin schon lange zufrieden. Ich habe weitaus mehr verkauft, als zu Anfang gedacht. Ich werde von fremden Menschen angeschrieben, die mögen was ich schreibe. Daher bin ich mehr als zufrieden.
Ich kann aber auch nicht leugnen, dass ein kleiner Erfolg auch den Ehrgeiz weckt :-)

Auf jeden Fall ist mein Terminkalender was Lesungen angeht, bis Weihnachten für meine Verhältnisse gut gefüllt.

Am Freitag hab ich sogar meine erste bezahlte Lesung :-)
Am 15.11. darf ich drei Schulklassen zusammen mit den Lehren zeigen, wie man ein Buch präsentiert.
Und im Dzember hab ich nochmal zwei Lesungen an Schulen....das freut mich jedes mal tierisch, wenn eine Schule anfragt. Dann kanns ja auch nicht ganz schlecht sein, was man schreibt :-)

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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (07.11.2010, 21:01)
Wie gesagt, ich bin schon lange zufrieden. Ich habe weitaus mehr verkauft, als zu Anfang gedacht. Ich werde von fremden Menschen angeschrieben, die mögen was ich schreibe. Daher bin ich mehr als zufrieden.


Das geht mir auch so. Ob man jetzt 50 Bücher mehr oder weniger verkauft, wird die Welt nicht aus den Angeln heben. Hauptsache man ist mit sich selbst bzw. seiner Arbeit zufrieden und bekommt ab und zu ein positives Feedback - das ist nicht nichts!

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Britta John
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Re:

von Britta John (07.11.2010, 22:30)
Vermutlich werden die wenigsten Autoren allein von den Bücherverkäufen leben können.
Natürlich gibt es bei großen Verlagen Verträge, deren Honorare den Autor eine Weile durchfüttern. Das ist schön, das freut einen.

Ich finde es jedenfalls beachtlich, wenn jemand ohne großen Verlag im Rücken tausende von Bücherverkäufen zu vermelden hat. Da kann ich nur sagen: Glückwunsch :)

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (07.11.2010, 23:26)
Britta John hat geschrieben:
Natürlich gibt es bei großen Verlagen Verträge, deren Honorare den Autor eine Weile durchfüttern. Das ist schön, das freut einen.

Ich finde es jedenfalls beachtlich, wenn jemand ohne großen Verlag im Rücken tausende von Bücherverkäufen zu vermelden hat. Da kann ich nur sagen: Glückwunsch :)


Ich halte das für eine der langlebigsten Legenden, die es in der deutschen Bücherlandschaft gibt: Ein Autor lebt von den Einnahmen seiner Bücher.

Nehmen wir einen Erfolgsautor wie Wolfgang Hohlbein. Nach eigenen Angaben braucht er sechs bis acht Wochen, um einen Roman zu schreiben (Hohlbein gilt in der Branche als Viel- und Schnellschreiber - und so lesen sich seine Bücher auch). Wenn er ein neues Buch auf den Mark wirft und davon 10.000 Stück verkauft (was auf dem deutschen Buchmarkt bereits ein Renner ist), dann verdient er so seine 8 bis 10 Prozent daran. Bei einem Buchpreis von 10 Euro wären das also etwa 0,90 Euro pro Exemplar bzw. 9.000,- Euro für die 10.000 Stück.

Klingt viel, aber davon gehen die Steuern und die Sozialversicherung runter (Letzteres in voller Höhe, denn ein Autor ist ja kein Angestellter des Verlages, von daher muss der Autor auch den "Arbeitgeberanteil" zahlen). Dadurch wird die Summe um etwa 4.000 Euro kleiner. Und dann ist der Restbetrag das Gehalt für zwei Monate.

Leben kann man vom Schreiben also nur, wenn richtig hohe Auflagen verkauft (sechsstelliger Bereich, und das jedes Jahr!) oder wenn man Massen von Büchern produziert, die alle ein mittleres Auflagenniveau erreichen (das "Hohlbein-Prinzip").

Natürlich gibt es einige Ausnahmen, von denen man immer wieder hört. Aber das sind alles anglo-amerikanische Autoren, die für den Weltmarkt schreiben. Oder deren Bücher für Film und Fernsehen adaptiert werden und dann - einmalig - richtig großes Geld bringen.

Selbst deutsche Erfolgsautoren müssen reichlich Klinken putzen. Sie geben Lesungen (nahezu alle), agieren als Dozenten an Schreibschulen (z. B. Eschbach) oder lassen sich für Fernsehsendungen engagieren (derzeit ist Schätzing ständig im Fernsehen zu sehen).

Wer aber nur vom Schreiben leben will, muss Output liefern. Tag für Tag. Und das hat dann was mit Selbstdisziplin und diesem Ding ... äh ... wie heißt das noch? ... äh ... ach ja ... Handwerk ... zu tun. cheezygrin

Grüße
Siegfried

Nachtrag (weil gerade recherchiert): Hohlbein schreibt seit etwa 30 Jahren kommerziell (d. h. hauptberuflich) und hat es in diesen knapp 30 Jahren auf 200 Romane gebracht. Das sind aufgerundet 7 pro Jahr. Bei dem Ausstoß kann man vom Schreiben leben. cheezygrin
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Judith
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Re:

von Judith (07.11.2010, 23:47)
Siegfried, das stimmt im Prinzip. Allerdings muss er den Arbeitgeberanteil bei der Sozialversicherung vermutlich nicht zahlen, da er sicherlich in der KSK (Künstlersozialkasse) ist.

Grüßle
Judith
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Britta John
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Re:

von Britta John (08.11.2010, 07:05)
Siegfried, du hattest dich ja selbst ein wenig korrigiert :lol:

Aber die von dir genannten Summen wurden schon vor Jahren selbst an kleinere Autoren gezahlt ... Und ein Arthur Hailey oder Clive Cussler leben auch gut von der Schreiberei.
thumbbup

Und übrigens: Auch die Ausschüttungen der KSK sind steuerpflichtig.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (08.11.2010, 09:47)
Britta John hat geschrieben:
Aber die von dir genannten Summen wurden schon vor Jahren selbst an kleinere Autoren gezahlt ...


Wir reden hier von Menschen, die vom Schreiben leben wollen - nicht von einmaligen Erfolgen mit Auflagenzahlen von 10.000 oder 20.000 Stück. Um von seinen Büchern leben zu können, muss man monatlich etwa 5.000 absetzen - welcher deutsche Autor kann das?

Britta John hat geschrieben:
Und ein Arthur Hailey oder Clive Cussler leben auch gut von der Schreiberei.
thumbbup


Arthur Hailey kann davon leben? cheezygrin
Einerseits ist Arthur Hailey einer jener von mir genannten anglo-amerikanischen Autoren, die für einen ganz anderen - weil viel größeren - Markt schreiben, und mindestens drei seiner Bücher wurden für teures Geld verfilmt ...
andererseits lebt Arthur Hailey nun wirklich nicht von seinen Büchern. Der Mann ist seit sechs Jahren tot. cheezygrin

Für Clive Cussler gibt im Prinzip das Gleiche: anglo-amerikanischer Autor, viele Bücher, Verfilmungen in Hollywood. Einziger Unterschied zu Hailey: Cussler lebt noch. cheezygrin

Mir geht es nicht um Erfolgsautoren aus den USA oder Großbritannien (wo eine ganz andere Marktsituation vorherrscht), sondern um Deutschland. Was muss ein deutscher Autor/eine deutsche Autorin leisten, um von den eigenen Büchern leben zu können? Ein Buch wird da nicht reichen, weil ein Erfolgsbuch sind vielleicht 100.000 Euro, und das sind mit viel Glück drei Jahresgehälter. Wie aber lebt man 30 Jahre von seinem Schreiben?

Grüße
Siegfried
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Britta John
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Re:

von Britta John (08.11.2010, 10:00)
@ Siegfried


Ja, ich wusste, das Arthur Hailey bereits verstorben ist, so gesehen: falsches Beispiel cool5
Wollte aber verdeutlichen, dass es schon Autoren gibt, die davon ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Und eben zeigen, dass die von dir genannten Summen so astronomisch nicht sind.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (08.11.2010, 10:13)
Die Einnahmen müssen aber KONSTANT, wenn auch nicht astronomisch, so doch ausreichend sein. Und das ist oft der Haken, denke ich ...

Gruß, Barbara smart2

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Thorsten Peter
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Re:

von Thorsten Peter (08.11.2010, 10:33)
Also ich nehme an, dass zumindest Sebastian Fitzek von seinen Büchern leben kann. Bei ihm ist ja jedes Buch seit seinem Debüt Die Thearpie ein Bestseller.
Ich hab sie jedenfalls alle und das hat für Herrn Fitzek mindestens zwei Bier gereicht ;-)

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