Was braucht man?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Maya

Re:

von Maya (15.07.2009, 11:01)
Ngoci hat geschrieben:
Jetzt habe ich noch eine Frage wenn in dem Manuskript fehler etc. sind wird es dann auch verbessert von den Verlagen


Hm... jein.
Du solltest dich immer bemühen, einem Verlag ein möglichst fehlerfreies Manuskript vorzulegen. Wenn sie es dann nehmen und der Lektor sich auf dein Werk stürtz, werden nur noch "Feinabstimmungen" gemacht, wie zum Beispiel Satzbau oder Ausdruck.
Rechtschreib- und Grammatikfehler veranlassen einen Verlag eher dazu, dein Manuskript abzulehnen, wenn es zu viele / zu schwerwiegende gibt.

Um alle Fehler auszumerzen kommt man nicht drumrum, das eigene Manuskript mehrmals zu lesen, vielleicht noch einem anderen zu geben, von dem du sicher bis, dass er dir seine ehrliche Meinung sagt.
Es ist zwar schön, wenn man von seinen Freunden/Bekannten in den Himmel gelobt wird, aber helfen tut es einem nicht.

Grüße
Maya

Benutzeravatar
Aston Skovgaard
Beiträge: 621
Registriert: 26.03.2009, 09:38
Wohnort: Lübeck

Re:

von Aston Skovgaard (15.07.2009, 11:07)
Ich gebe Maya in allem Recht !

Gruß

Aston thumbbup

HuWes
Beiträge: 129
Registriert: 03.02.2008, 19:22

Re:

von HuWes (15.07.2009, 11:36)
Thomas Becks hat geschrieben:
Ich münze das mal in Malerei um:
Dann wäre Franz Kafka Vincent van Gogh. Beide durften ihre Erfolge nicht erleben. Der eine hat wenig veröffentlicht und der andere verkaufte ein paar Werke an seinem Bruder. Sie waren Idealisten und ihr Weg war vielleicht auch "nur" ihr Ziel. Gogh wurde von seinem Bruder unterstützt und Kafka hatte einen Job. Beide wurden später (speziell in den USA) als Künstler gelobt.
Beim J. Cotton Schriftsteller ist das anders: Er sollte ein Fan seines Helden sein sowie schnell und gut schreiben können, denn das ist sein Job.
Den Autor eines Groschenromans halte ich für sehr diszipliniert. Er hält sich strikt an die Regeln, die ihm vorgeschrieben sind. Ihn würde ich als Porträtmaler sehen, der sein Handwerk zu 100% versteht und beherrscht.
Gruß Thomas


Welcher von beiden - Kafka, der Idealist; der Heftromanautor, der Handwerker - schreibt "gut"? Oder in der Malerei: Vincent van Gogh versus Porträtmaler an der Straßenecke - wer malt "gut"?

Erinnert sich noch jemand an den Auftritt von Hape Kerkeling als Sänger, wo er als polnischer Opernsänger einem hochqualifizierten Gremium ein angeblich expressives Stück moderner klassischer Musik verkaufte ("Hurz!")? Oder wo Kunstkritikern mehrere von einem Schimpansen gemalte Bilder vorgelegt wurde und die das als "Kunst" einstuften?

Was also ist "gut"? Diese Frage bleibt weiterhin unbeantwortet - außer der Stellungnahme "gefällt mir gut", also die persönliche Ansicht. Warum werden die Werke Kafkas und van Goghs allgemein als "gut" betrachtet? Was ist das "Gute"? Und was hebt sie ab vom Jerry-Cotton-Schreiber und dem Porträtmaler?

Wenn ich auf die Idee kommen sollte, hier einen fremden Text einzustellen und zu fragen, ob dieser Text gut ist, könnte dann jemand, außer einem rein subjektiven Empfinden, einen Text als "gut" oder "schlecht" einstufen? Vor allem, wenn sich dann herausstellen sollte, dass es sich um ein unbekannteres Werk von Kafka handelt. cheezygrin

Ich bin nicht auf der Suche nach persönlichen Wertmaßstäben, sondern nach den Grundlagen der Bewertung, warum das Werk Kafkas (oder Hesses oder Bölls oder wer sonst noch) allgemein als "gut" bezeichnet wird. Warum sagt niemand: "Kafkas 'Verwandlung' ist schlicht Schrott. William Goldings 'Herr der Fliegen' ist pubertärer Unsinn"? Weil sich niemand traut? Oder weil diese Bücher tatsächlich "gut" sind, was auch immer damit gemeint sein mag?

Kollegiale Grüße
Hubert

Benutzeravatar
Thomas Becks
Beiträge: 2747
Registriert: 04.09.2007, 17:47
Wohnort: Ruhrgebiet

Re:

von Thomas Becks (15.07.2009, 12:39)
@Hubert,
ich denke Gogh & Co werden so verehrt, weil sie ihrer Zeit weit voraus waren und neues schufen. Andere schrieben vielleicht das Richtige zur richtigen Zeit. Das hat weniger mit der Schreibkunst zu tun, denke ich.

Für mich ist derjenige ein guter Schreiber, dessen Werke gut lesbar und gegebenenfalls unterhaltsam sind.
Gruß Thomas

Zurück zu „Self-Publishing“


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.