Was ist Wahrheit?

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 17:58)
:lol: :lol: :lol:


Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf


Von Hans-Jürgen Bader, Manfred Leist und Lorenzo Ravagli

Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf. Rassenideale sind der Niedergang der Menschheit

Rudolf Steiner hat die Propagierung von »Rassenidealen« als einen Grund für den Niedergang der Menschheit betrachtet. Bevor der Begriff des »Rassismus« in die europäischen Diskurse eintrat, hat er sich deutlich von diesem distanziert. Die vorliegende Studie versucht zu zeigen, dass Autoren, die Steiner zu einem in der Wolle gefärbten Rassisten oder Antisemiten machen wollen, wesentliche Aspekte seines Denkens ausblenden.

Stattdessen hat Steiner Rassismus und Antisemitismus während seines ganzen Lebens vehement verurteilt, ja, er war selbst massiven Angriffen der wirklichen Antisemiten – bis hin zu einem Attentatsversuch aus dem Umkreis der völkischen Thulegesellschaft – ausgesetzt. Nationalsozialisten, die sich im Vorfeld ihres Verbots gutachterlich zur Anthroposophie äußerten, betrachteten diese als extrem rassefeindlich und grundsätzlich unvereinbar mit ihrer rassistischen Ideologie.

»Die vorliegende Studie kann als wirklich tiefschürfend und fundiert bezeichnet werden. Sie wiederlegt kompromisslos die völlig unhaltbaren Anschuldigungen über den angeblichen Antisemitismus der Anthroposophie. Einmal mehr zeigt die Studie, dass in unserer Zeit der Oberflächlichkeit Quellenstudium erforderlich ist, das sich als die beste Waffe gegen Dumpfsinn und Inkompetenz erweist.«

Marcus Schroll, Rabbiner



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MichaelHA

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 22:26)
MichaelHA hat geschrieben:
:lol: :lol: :lol:


Anthroposophie und der Antisemitismusvorwurf


Von Hans-Jürgen Bader, Manfred Leist und Lorenzo Ravagli


Ravagli?

Ist das der, der mit den NPD-Mann Molau ein Buch geschrieben hat und als ihm der Wind kräftig ins Gesicht pfiff, ganz plötzlich von diesem Buch nichts mehr wissen wollte?

Ist das der, der per Rechtsanwalt am 11.03.2009 verkünden ließ, dass korrekte Zitate - wortgemäß oder sinngemäß - aus vorab veröffentlichten Kapiteln des Buches gefälligst zu unterbleiben haben? Offenbar ist Herrn Ravagli die persönliche Nähe zur NPD wohl doch zu peinlich ... Denn wie sagt Ravagli selbst:

Ravagli hat geschrieben:
Ein Buchprojekt mit einem bekennenden Rechtsaußen könnte derzeit von der Öffentlichkeit im falschen Kontext bewertet werden könnte
(Quelle: http://www.stern.de/politik/deutschland ... 02719.html)


Man beachte in diesem Satz das Wort "derzeit". Ganz offensichtlich erwartet Ravagli irgendwann einen Zustand, wo man völlig bedenkenlos sich mit Rechtsradikalen zusammentun kann.

Ich empfinde es als ausgesprochen peinlich, dass du zur Verteidigung deiner Position inzwischen NPD-nahe Buchautoren heranziehst. Was kommt als nächstes? Bestimmt nicht dieses Schreiben der Anthroposophischen Gesellschaft:

Die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft, die im Jahre 1923 von Dr. Rudolf Steiner konstituiert und begründet wurde, hat zu irgend welchen freimaurerischen, jüdischen, pazifistischen Kreisen irgend welche Beziehungen oder auch nur Berührungspunkte nicht gehabt. Die arische Abstammung Rudolf Steiners ist überdies vom Rassepolitischen Amt in Berlin ausdrücklich bestätigt worden. [...] Auf das allerentschiedenste muss [...] Verwahrung dagegen eingelegt werden, dass in dem Schreiben der Geheimen Preussischen Staatspolizei aus diesen nicht zutreffenden Motivierungen auch noch die Behauptung abgeleitet wird, dass die Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland ‚staatsfeindlich‘ sei. Wie aus dem Obigen und aus näheren Nachprüfungen ohne weiteres hervorgehen wird, stellt eine solche Bezeichnung eine völlig ungerechtfertigte Diskriminierung einer in wertvollster Weise für das Deutschtum eintretenden Gesellschaft dar. [Brief der Anthroposophischen Gesellschaft an Adolf Hitler]


Man beachte: Die Anthroposophen hatten keine Beziehungen zu Freimaurern, Juden, Pazifisten.

Man beachte: Rudolf Steiner war arisch gemäß der Nazi-Doktrin - und man ist stolz darauf!

Man beachte: Die Anthroposophische Gesellschaft tritt für das "Deutschtum" ein.

Man beachte ferner, was nicht in diesem Schreiben steht: Die Anthroposophische Gesellschaft hat an Januar 1933 dafür gesorgt, dass alls jüdischen Mitglieder mehr oder minder "freiwillig" die Gesellschaft verlassen haben.

Anthroposoph Rittelmeyer schwärmte geradezu vom nationalsozialistischen Staat, dem die Anthroposophische Gesellschaft bestens dienen kann.

Das "Amt Rosenberg" (die Nazi-Dienststelle für Kulturpolitik) schreibt in einem Gutachten zur Anthroposophie:

In der Menschenkunde, die der Methode der Waldorfschulen zugrunde liegt, sind tiefe und richtige Einsichten enthalten, die Rudolf Steiner zum größten Teil seinem äußerst fruchtbaren Studium der naturwissenschaftlichen Schriften Goethes verdankt. Die nationalsozialistische Menschenkunde kann nur von der Rasse her entworfen werden. Insofern Rasse eine Naturwirklichkeit ist, scheint schon im Ansatzpunkt eine wesentliche Übereinstimmung zwischen der Menschenkunde des Nationalsozialismus und der Rudolf Steiners vorzuliegen. Denn Steiner geht ja von den bildenden Kräften der wirkenden Natur aus und gründet die Schulerziehung auf die Entwicklung der natürlichen Kräfte. Insofern könnte man seine Pädagogik ‚biologisch‘ fundiert nennen.
[...]
Der Platz, den in unserem Weltbilde der von rassischen Kräften bestimmte geschichtlich gestaltende Mensch einnimmt, ist in der Weltanschauung Rudolf Steiners besetzt durch den über aller Geschichte thronenden Geistmenschen. Das Denken Rudolf Steiners ist nicht biologisch-rassisch, sondern biologisch-kosmisch.


Selbst die Nazis erkannten Schnittpunkte in Steiners Denken mit ihrer eigenen Ideologie. Peinlich, oder?

"Demeter" und die damit propagierte biologisch-dynamische Landwirtschaft war so deckungsgleich mit der "Reichs-Nährstandspolitik" der Nazis, dass die SS entsprechende Landgüter einrichtete - und sich "Demeter" dafür mit einer Jubel-Ausgabe vom September 1939 bedankte. Später stieg "Demeter" ganz offen in die Besiedlungspläne "Lebensraum im Osten" ein. Peinlich, oder?

Und nun kommst du mit Ravagli, der eigentümlicherweise auch die Nähe eines Rechtsradikalen sucht. Ist dir das nicht peinlich?

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (17.04.2013, 00:17)
Siegfried hat geschrieben:
Und nun kommst du mit Ravagli, der eigentümlicherweise auch die Nähe eines Rechtsradikalen sucht. Ist dir das nicht peinlich?


Meines Wissens hat der Interviewte Molau mittlerweile die NPD verlassen. Ich denke, dass der Einfluß Ravagli's dabei nicht unerheblich war.

Entscheidend ist aber, dass Du von einem Buch ablenkst, dass selbst innerhalb jüdischer Kreise Anerkennung findet:

»Die vorliegende Studie kann als wirklich tiefschürfend und fundiert bezeichnet werden. Sie wiederlegt kompromisslos die völlig unhaltbaren Anschuldigungen über den angeblichen Antisemitismus der Anthroposophie. Einmal mehr zeigt die Studie, dass in unserer Zeit der Oberflächlichkeit Quellenstudium erforderlich ist, das sich als die beste Waffe gegen Dumpfsinn und Inkompetenz erweist.«

Marcus Schroll, Rabbiner


Ich persönlich hatte Gelegenheit Herrn Marcus Schroll, seinerzeit Rabbiner der Düsseldorfer Jüdischen Gemeinde - heute wiederum Rabbiner der Münchener Jüdischen Gemeinde persönlich anläßlich eines kurzen Gesprächs kennenzulernen.

Und auch Rabbi Yonassam Gershom sucht die Nähe zur Anthroposophie. Er publizierte in einem anthroposophischen Verlag. Ich traf ihn anläßlich einer anthroposophischen Tagung in Bad Gandersheim.

Auch die geborene Jüdin Judith von Halle publiziert in einem anthroposophischen Verlag und ist Mitglied der anthroposophischen Gesellschaft.

Du siehst also, keiner der Genannten fand offensichtlich Rudolf Steiners öffentliches Wirken in der Zeit vor dem Nationalsozialismus irgendwie anstößig.

Die Anthroposophische Gesellschaft wurde während der Zeit des Nationalsozialismus verboten und verschiedene prominente Anthroposophen landeten im KZ, so etwa Emil Bock.

Und angesichts dieser Tatsachen, erlaubst Du Dir, aus Opfern Täter zu machen?

Schäm Dich Siegfried, Du bist einer ernsthaften Auseinandersetzung nicht würdig, wenn Du Dich solchen Verdrehungen hingibst!

Beste Grüße

MichaelHA

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (17.04.2013, 07:07)
Wie Uneinigkeit die Welt still stehen lässt:

"Während seiner Krankheit träumte er, daß die ganze Welt verdammt sei, irgendeiner schrecklichen, unerhörten und noch nie dagewesenen Seuche zum Opfer zu fallen, die aus Asiens Tiefen über Europa kam. Alle sollten umkommen, mit Ausnahme einiger sehr weniger Auserwählter. Es kamen neue Trichinen auf, mikroskopische Wesen, die sich in den Körpern der Menschen einnisteten. Diese Geschöpfe waren aber mit Verstand und Willen begabte Geister. Die Menschen, in die sie eingedrungen waren, wurden sofort zu Besessenen und Wahnsinnigen. Noch niemals, niemals hatten sich die Menschen für so klug und unwankbar in ihrer Wahrheit gehalten wie diese Angesteckten. Noch niemals hatten sie ihre Urteile, ihre wissenschaftlichen Schlüsse, ihre sittlichen Überzeugungen und Glaubenssätze für unerschütterlicher gehalten. Ganze Siedlungen, ganze Städte und Völker wurden angesteckt und rasten wie Wahnsinnige. Alle waren in Unruhe und verstanden einander nicht; ein jeder glaubte, daß er allein die Wahrheit fasse, und quälte sich beim Anblick der anderen, schlug sich vor die Brust, weinte und rang die Hände. Sie wußten nicht, wen und wie man richten sollte, was als gut und als böse anzusehen sei. Sie wußten nicht, wen anzuklagen und wen freizusprechen. Die Menschen töteten einander in einer eigentümlichen, sinnlosen Wut. Sie zogen als ganze Armeen gegeneinander, aber die Armeen begannen schon auf dem Marsche einander zu zerfleischen, die Reihen gerieten durcheinander, die Krieger fielen übereinander her, stachen und hieben, bissen und fraßen einander auf. In den Städten läutete den ganzen Tag die Sturmglocke: man rief alle zusammen, aber wer rief und wozu er rief, das wußte niemand, und alle waren in Unruhe. Sie gaben die gewöhnlichsten Handwerke auf, weil jeder seine eigenen Gedanken und Verbesserungen in Vorschlag brachte, und sie konnten sich nicht einigen; der Ackerbau stockte. Hier und da liefen Menschen zu Haufen zusammen, einigten sich über etwas, schwuren, sich nicht mehr zu trennen, – begannen aber sofort etwas ganz anderes zu tun, als was sie soeben beschlossen hatten, einander anzuklagen, sich zu prügeln und zu morden. Es kamen Feuersbrünste und eine Hungersnot. Alle und alles ging zugrunde. Die Seuche griff um sich und verbreitete sich immer weiter und weiter. Bloß einige Menschen in der ganzen Welt konnten sich retten: es waren die Reinen und Auserwählten, ausersehen, ein neues Leben und ein neues Menschengeschlecht zu begründen, die Erde zu erneuern und zu reinigen, aber niemand hatte irgendwo diese Menschen gesehen, niemand hatte ihre Worte und Stimmen gehört" Fjodor Dostojevskij: Rodion Raskolnikov



Beste Grüße

MichaelHA
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (17.04.2013, 13:12)
MichaelHA hat geschrieben:
Und angesichts dieser Tatsachen, erlaubst Du Dir, aus Opfern Täter zu machen?


Nun, dann wirst du mir sicher diese Frage beantworten können:

Hat sich die Anthroposophische Gesellschaft bei den Nazis angebiedert, weil sie eine starke Übereinstimmung mit der Ideologie des Nationalsozialismus fand - und als Folge dessen dafür sorgte, dass alle jüdischen Mitglieder aus der Anthroposophische Gesellschaft rausgeworfen wurden?

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (17.04.2013, 16:24)
In seinem Meditationsspruch DEN BERLINER FREUNDEN anläßlich des Hitler-Ludendorff-Putsches 1923 warnt Rudolf Steiner bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten und schon 1924 konnte er das drohende Unheil für 1933 absehen:
"Ehe denn der ätherische Christus von den Menschen in der richtigen Weise erfasst werden kann, muss die Menschheit erst fertig werden mit der Begegnung des Tieres, das 1933 aufsteigt." (Lit.: GA 346, S 239f.= Zyklus "Apokalypse und Priesterwirken" von R. Steiner)


Die Anthroposophen waren also gewarnt. Wer konnte, versuchte das Land zu verlassen, was einigen, wie Karl König und Walter Johannes Stein, denn auch gelang.

Im übrigen siehe zu diesem Thema die wissenschaftliche Studie: "Anthroposophen in der Zeit des Nationalsozialismus" von Uwe Werner.

http://www.info3.de/c5-style/magazin/in ... angenheit/


Beste Grüße

MichaelHA

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Re:

von MichaelHA (22.04.2013, 23:39)
"Auch wenn diese Frage in sich natürlich absurd ist dadurch, dass Christus von sich sagt: <<Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben>> (Joh. 14,6), hat sie dennoch eine gewisse Berechtigung. Denn solange der Mensch auf sozialer und geistiger Ebene sich nicht von seinem Persönlichen trennen kann, wird <<die Wahrheit>> immer unterschiedlich definiert werden. - Schon einmal in der Geschichte fragte jemand: <<Was ist Wahrheit?>>, und bekam keine Antwort (Pilatus vor Christus). Es kann uns die Antwort zu dieser Frage nicht von außen gegeben werden. Der Mensch muss die Wahrheit selbst finden." (aus: Judith von Halle, "Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation", Vlg. für Anthroposophie, Dornach 2013, S. 296).

Beste Grüße

MichaelHA
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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (03.02.2017, 18:25)
Hier mal ein Beispiel, wie Rudolf Steiner schon lange vor 1933 die Gefahren des Nationalsozialismus voraussah und auch weitere sich erfüllende Prophezeiungen zur Zukunft Deutschlands machte:

Erfüllte Prophezeiungen von Rudolf Steiner und anderen (eine Auswahl):
"(Es) muss die Menschheit erst fertig werden mit der Begegnung des Tieres, das 1933 aufsteigt." (Rudolf Steiner, GA 346, S. 239f.) (= Verhüllte Prophezeiung der Machtergreifung Hitlers)
"Ich werde es nicht mehr erleben, 1938/1939 wird ein Krieg sein, wie ihn die Welt noch nie erlebt hat. Wer überlebt, wird bessere Zeiten haben." (Rudolf Steiner. In: Erika Beltle/Kurt Bierl: Erinnerungen an Rudolf Steiner, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 2015, S. 503)
Rudolf Steiner prophezeite auch, dass sich der Bolschewismus in Europa nicht länger als 70 - 80 Jahre werde halten können. (Vgl. Friedwart Husemann: Rudolf Steiners Entwicklung, S. 18)
Bereits 1916 - also noch vor dem Eintritt Amerikas in den ersten Weltkrieg - formulierte Rudolf Steiner folgende Prophetie: “Es wird nicht lange dauern, wenn man das Jahr 2000 geschrieben haben wird, da wird nicht ein direktes, aber eine Art von Verbot für alles Denken von Amerika ausgehen, ein Gesetz, welches den Zweck haben wird, alles individuelle Denken zu unterdrücken.” (Rudolf Steiner, GA 167, Vortrag vom 4. April 1916). Damit drückte Rudolf Steiner aus, dass das Gerede von den westlichen Werten und Freiheiten zur Phrase, Konvention und schließlich zur Lüge wird. Denn in Wahrheit wird das individuelle Denken routiniert unterdrückt werden durch ein überbordendes, allherrschend gewordenes Wirtschaftsleben. Die freiheitliche Demokratie der westlichen Welt steht nur zu oft nur noch auf dem Papier - und wird, wie die "Wikileaks"- und NSA-Abhör-Debatte zeigt, nicht selten durch den Herrschaftsanspruch des "militärisch-industriellen Komplexes" (Noam Chomsky) auf dem Altar des "Common sense" gemeinsamer Werte und Interessen gewissermaßen zu Tode gebracht, d.h. dem Gotte "Mammon" zur Opfergabe gebracht.


Beste Grüße

MichaelHA

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guenther klein
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Wahrheit

von guenther klein (04.02.2017, 10:42)
Hallo, MichaelHA, im Wesentlichen bin ich Deiner Meinung. Meinen
Vorrednern ist ihre Wahrheit jeweils 2 Cent wert. Dennoch bin ich beim Gebrauch von solchen Substantiven skeptisch. Etwa: Wahrheit, Ewigkeit, Seligkeit, Herrlichkeit, Möglichkeit usw.

Zusatz und eine Mutmaßung:
Pilatus: "Ist es wahr, was man von dir sagt, dass du der Sohn Gottes seiest." Jesus: "Ja das entspricht der Wahrheit." Pilatus: "Da du das sagt, frage ich dich: "Was ist Wahrheit?" Hohepriester: " Mach kein Aufhebens über diesen Hundesohn. Kreuzige ihn ." Pilatus: "Ist er der Blutrache verfallen?" - Wenn es so sein sollte, was geht es dich an"?

Die Situation wahr hochexplosiv. Die hohen jüdischen Autoritäten hatten Schaum vor dem Mund und schrieen so laut, dass ihn der Kopf feuerrot wurde und zu platzen drohte. Schließlich wurde Jesus an Kreuz geheftet.

Dreißig Jahre später hatte Pualus einen Griechen ein jüdisches Gotteshaus gezeigt. Das Judentum kam in Aufruhr und wollte Paulus steinigen. Man sprach von Entweihung des jüdischen Heiligtums. Apg, 21,28 ff.
Zuletzt geändert von guenther klein am 04.02.2017, 14:28, insgesamt 2-mal geändert.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (04.02.2017, 11:06)
Hallo Guenther Klein!

All diese Begriffe sind ja sehr komplex.

Am einfachsten ist doch der "Evidenzbeweis":

https://www.anthrowiki.at/Evidenz

Da benötigt man keine umständliche, formale Beweisführung usw., usf.

Beste Grüße

MichaelHA

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Re:

von MichaelHA (04.02.2017, 11:39)
guenther Klein hat geschrieben:
Dennoch bin ich beim Gebrauch von solchen Substantiven skeptisch. Etwa: Wahrheit, Ewigkeit, Seligkeit, Herrlichkeit, Möglichkeit usw.


Gerade diese Inhalte sind intersubjektiv nicht ohne weiteres vermittelbar. Was aber nicht heißt, dass diese gar nicht weiter erforschbar sind. Dazu benötigt man aber schon auch eine gewisse Herzensbildung oder auch ein Herzdenken.

https://www.anthrowiki.at/Herzdenken

Beste Grüße

MichaelHA

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (04.02.2017, 16:49)
Cover: Rudolf Steiner, Herzdenken
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Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (04.02.2017, 16:54)
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52809337.html
Dabei spricht die Diktion für sich selbst: "Die Menschen, welche ihr Ich-Gefühl zu gering ausgebildet hatten, wanderten nach dem Osten, und die übriggebliebenen Reste von diesen Menschen sind die nachherige Negerbevölkerung Afrikas geworden", schreibt Steiner in der "Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde", die nun auf den Index soll. Darin schwadroniert er auch von der "passiven Negerseele", die "völlig ihrer Umgebung, der äußeren Physis hingegeben" sei. Die "kaukasische Rasse" dagegen soll "den Weg machen durch die Sinne zum Geistigen, denn sie ist auf die Sinne hin organisiert".

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (04.02.2017, 17:06)
Eris Ado hat geschrieben:
...schreibt Steiner in der "Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde", die nun auf den Index soll...


Zum einen schreibt hier kein Rudolf Steiner etwas, sondern es handelte sich um mitstenographierte Vorträge.

Zum anderen käme niemand, der das Buch ganz liest, und nicht nur den inkriminierten Passus, auf die Idee Rudolf Steiner würde hier eine Rassenlehre verbreiten.

Schließlich und letztlich kam das Buch nicht auf den Index - trotz des Selbstgutachtens der Antragsteller (Jana Husmann-Kastein, eine Gender-Forscherin und Andreas Lichte, ein unterbelichteter Grafiker).

Beste Grüße

MichaelHA

Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (04.02.2017, 17:14)
MichaelHA hat geschrieben:
Eris Ado hat geschrieben:
...schreibt Steiner in der "Geisteswissenschaftlichen Menschenkunde", die nun auf den Index soll...


...



Ich habe das, was Du mir als Zitat zuschreiben willst, nie geschrieben. Bitte korrekt zitieren.

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