Wechsel der Erzählperspektive?

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hwg
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Re:

von hwg (23.01.2009, 16:15)
Mir gefallen linear erzählte Geschichten besser als jene mit (verschiedenen) Rückblenden. Und Ich-Geschichten vermeide
ich zu schreiben, lieber gebe ich dem Ich einen Namen... :lol:
Was nicht heißt, dass ich als Leser die Ich-Form grundsätzlich ablehne.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (23.01.2009, 16:36)
Also ich habe schon gute Bücher gelesen, wo auch zwischen Ich-Perspektiver und dritter Person gewechselt wurde... Wenn es gut gemacht ist (was natürlich wiederum schwer zu definieren ist. Für noch relativ ungebübte Autoren ist es wahrscheinlich ratsamer, erst einmal nicht wild hin- und herzuwechseln, auch wnen es ein tolles Stilmittel sein kann ..ß), ist alles erlaubt. Wie war das doch gleich: In der kunst und in der liebe ... :-))

Barbara

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Yuki
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Re:

von Yuki (23.01.2009, 17:13)
Einmal habe ich einen Perspektivenwechsel gemacht. Da der Rest des Textes in Tagebuchform war und der Schreiber gerade ohnmächtig war, konnte er schließlich nicht schreiben :wink:

Ich weiß jetzt nicht, ob für euch der Wechsel von Allwissender Erzähler in einen Traum, den der Protagonist erlebt und der in der Ich Perspektive erlebt, schon ein Perspektiven Wechsel ist. So was mache ich sehr gerne.

In dem Buch "Ich bin Luft" von Mark Peter Hughes wird immer wieder zwischen der Ich-Perspektive und den Tagebucheinträgen der Protagonistin gewechselt. Diese Erzählweise finde ich sehr interessant.

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Valerie J. Long
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Re:

von Valerie J. Long (23.01.2009, 20:07)
Gut, ich gestehe: nach drei Büchern in der Erzählerperspektive habe ich zwei in Ich-Form (jeweils mit einer anderen Hauptperson) geschrieben und mich danach an das Experiment gewagt, die beiden Ich-Erzähler im nächsten Buch kapitelweise abwechselnd zu Wort kommen zu lassen. Meine Stammleser haben's klaglos geschluckt, aber die sind wohl leidensfähig... cool5

Ich denke, dass der Erfolg oder Mißerfolg eines solchen Tabu-Bruchs auch von einer klaren Charakterisierung abhängen kann.
book:

Gruß, Valerie

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Ruth
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Re:

von Ruth (23.02.2009, 21:50)
also ich habe in meinem folgeroman, an dem ich gerade arbeite, zwei erzähl-perspektiven. beide hauptpersonen erzählen das erlebte aus ihrer sicht. weil es in dem buch sehr viel über gefühle geht, die nur gefühlt und nicht mit der anderen hauptperson ausgetauscht werden, fand ich die idee gut, denn somit hat der leser einblick in die gefühle beider hauptpersonen und versteht so besser ihre handlungen. hätte ich die erzählperspektive nur aus sicht einer hauptperson gewählt, würde der leser sich denken: hä, warum hat der andere jetzt so gehandelt? was geht in ihm vor? usw.

aber wechseln würde ich grundsätzlich nicht in einem roman, wenn ich von vornerein eine perspektive gewählt habe, ziehe ich sie auch bis zum ende durch, sonst kommt der leser durcheinander.
Meine Bücher bei BoD:

- Herzklopfen und Sachertorte
- Wenn du jetzt gehst

www.ruthelisabethmeisner.de

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noteingang
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Re:

von noteingang (23.02.2009, 21:58)
Also ich wechsel gerade bei meinem Projekt nicht nur die Perspektive sondern soger die Zeit. 3te Person Präteritum gefolgt von 1Person Präsens etc. Die 3te Person Passagen sind Rückblenden, durch den Schritt nach Außen wollte ich etwas die Entfernung zur Vergangenheit darstellen. Meine Probeleser hatten damit bisher keine Probleme, die liegen eher wo anders.

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