Weihnachten 2012 mit BOD-Büchern

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Lady
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Re:

von Lady (15.11.2012, 18:47)
Von unserer lieben Pamela möchte ich "Gehe ich zu meiner Beerdigung?"
hinzufügen.

Teuflich gut, was Engel im Himmel so treiben um auf Erden der Gerechtigkeit ein wenig auf die Sprünge zu helfen!

http://www.amazon.de/Gehe-ich-auf-meine-Beerdigung/dp/3839191068/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1353001129&sr=1-1

-Die Grenzlandfrau,
-Endlich mal was Positives,
-Krimis mit Fell und Schnauze,
wurden bereits empfohlen und sind das beste Beispiel für Lesespass mit Qualitätsanspruch und zudem auch noch zu einem erschwinglichen Preis!
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Lady
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Re:

von Lady (15.11.2012, 19:43)
Die humorvollen Lexika von Torsten sind allesamt eine Herrausforderung für die Lachmuskulatur, da spart man glatt das Liften!
Deshalb hier der Seitenlink von Amazon, damit ihr alle auf einen Blick habt.

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Torsten+Buchheit
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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (15.11.2012, 19:57)
Ich überspringe aus meiner Liste Gerd Scherm, Mantakors Reise, denn es ist kein BoD-Buch, sondern bei Shaker Media erschienen.
Wer von Heyne-Autor Scherm mal ein BoD-Buch lesen möchte, dem sei die "Gollwitzer-Saga" wärmstens ans Herz gelegt, inzwischen als Edition BoD.
http://www.amazon.de/dunkle-M%C3%BChle- ... 572&sr=8-1

Als nächstes ist Monika Kubachs "Gut gelaufen, Thisbe" an der Reihe. Hier der Link zu meiner Rezi.
http://www.amazon.de/review/R1VBG465ZTJ ... tore=books

Eine wunderbar boshafte und schlaue Satire, in der neben bedeutenden und weniger bedeutenden Ereignissen des Jahres 2011 Tiefkühl-Pizza eine tragende Rolle spielt. Welch wohlig-gruseliger Schauer rinnt einem über den Rücken, wenn man sich an manchen Stellen in der nicht immer blond-blöden Protagonistin wiedererkennen kann (zum Beispiel, was das Fensterputzen angeht...) cheezygrin

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Pamela
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Re:

von Pamela (15.11.2012, 20:52)
Ich habe "Die Flickschneiderin" von Maryanne Becker förmlich verschlungen.

http://www.amazon.de/Die-Flickschneider ... 091&sr=1-1

Außerdem mag ich den "Adria-Express" von Gerrit Fischer.

http://www.amazon.de/Adria-Express-Gerr ... 966&sr=8-1

Empfehlenswert sind auch von Heid-Christina Jaax "Eine Kindheit im Eifeldorf" und "Anekdoten aus alter Zeit".

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_ ... stina+jaax
Gehe ich auf meine Beerdigung?
Das Haus in der Normandie
Der Kölner Melatenfriedhof in Bildern
Somerset Hall
Finja hat keine Angst vorm Fliegen
Omaha Beach

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (15.11.2012, 22:55)
"Vollgas, Vollidiot, Vollkasko: Heiteres kleines Lexikon vom Autofahren" von Torsten Buchheit

Die beneidenswert geniale Idee des "Wendebuchs" führt dazu, dass man in der einen Hälfte des Buchs die Begriffserklärungen rund ums Autofahren aus Sicht der Männer und in der anderen Hälfte aus Sicht der Frauen findet. Es eignet sich auch prima als kleines Geschenk bei Abendeinladungen, denn es sorgt sofort für Stimmung in der Bude.

http://www.amazon.de/Vollgas-Vollidiot- ... ref=sr_1_4
Dateianhänge
Torsten.php.jpg
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Anna Dorb
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Re:

von Anna Dorb (15.11.2012, 23:28)
Einfach "nur" schön!!! thumbbup

Stille wird hörbar wie ein Flüstern von Anke Höhl-Kayser
Hier mal meine Rezi:

Dieser Gedichtband ist durchgängig einfach nur schön.
Und das obwohl die meisten Titel der einzelnen Gedichte eigentlich darauf schließen lassen, dass überwiegend (vermeintlich) dunkle Zeiten die Aufmerksamkeit der Autorin auf sich gezogen haben.

Ganz gleich, ob es sich um Abschied, Herbst, Nacht, das Jahresende oder die Midlife Crisis dreht - Anke Höhl-Kayser ist es gelungen, ihre Gedanken in Worte zu fassen und aus jedem dunklen Kapitel ein positives Erlebnis zu machen. Sie nimmt den Zeiten, die den meisten Menschen als düster, trist und trostlos vorkommen den Schrecken.
Ja, fast ist man geneigt, sich nach dem bunten Herbstlaub zu sehnen, den geheimnisvollen Nebelschwaden, dem prasselnden Kaminfeuer - sogar wenn man selbst eigentlich einem luftig-leichten Sommertyp entspricht.
Aber es gibt auch andere Themen. So zeigt sie uns in den "Variationen zum Thema Glück", wie wenig es braucht, um glücklich zu sein.
Oder das Gedicht an eine Künstlerin - so wahr!
Urlaubsgeschichten verdichten sich, als wäre man dabei gewesen und ihre Freude und ihr aufrichtiges Glücksempfinden, wenn sie an ihre Kinder denkt, sind einfach zauberhaft.

Ein Buch, das man nach dem Lesen nicht einfach so in das Bücherregal wegstellt und einstauben lässt. Gerne nimmt man es immer wieder zur Hand um darin zu blättern, zu schmökern, womöglich um nach einem bestimmten Thema zu suchen, um sich trösten zu lassen, oder einen Rat abzuholen und sich natürlich auch an den zahlreichen, wunderschönen Bildern von Noëlle-Magli Wörheide zu erfreuen.

Apropos, da war doch noch was...
Ach ja, die Aufmachung. Die ist jetzt schon so oft gelobt worden, dass ich es eigentlich nicht mehr für nötig halte, darauf hinweisen zu müssen.
So gebe ich sehr gerne die mögliche Höchstzahl an Sternen und noch ein Plus extra für die wunderschöne Gestaltung, die Augen und Händen schmeichelt.

Ingolf Lück würde sagen: "Danke, Anke!"

http://www.amazon.de/Stille-wird-h%C3%B ... 231&sr=8-3
Haben Sie den Herrn Hämpfel gesehen?
Neues von Herrn Hämpfel
Was nun Herr Hämpfel?
Gschichtli und Gedichtli
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www.anna-dorb.de

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (16.11.2012, 08:06)
Besonders gut hat mir das Buch "Endlich mal was Positives" von Matthias Gerschwitz gefallen. In diesem Buch berichtet er von seiner HIV-Infektion und seinem Umgang damit. Offen, lebensnah, sehr sympathisch.

http://www.amazon.de/Endlich-mal-was-Po ... 292&sr=1-1

Ich habe das Buch auf einer seiner Lesungen erworben, deren Besuch ich hier wärmstens empfehlen möchte.
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

http://www.NIMMSmitHUMOR.de
Twitter: @NIMMSmitHUMOR
Amazon: http://tinyurl.com/tbuchheit

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (16.11.2012, 11:18)
Die Anthologie "Krimis mit Fell und Schnauze" - sehr empfehlenswert

http://www.amazon.de/Krimis-mit-Fell-Sc ... 978&sr=1-1

Hier meine seinerzeitige Rezension:

Das Buch ist eine Sammlung verschiedener Kurzgeschichten ebensolcher verschiedener Autoren, deren Protagonisten im tierischen Bereich angesiedelt sind. Eine einheitliche Bewertung abzugeben, ist schon durch die Unterschiedlichkeit der beteiligten Autoren unmöglich. Jeder hat seinen eigenen Stil und der muss dementsprechend nicht jedem gleich gefallen. Die Herausgeberin Manu Wirtz hat es aber hier geschafft, Autoren auszuwählen, die zwar unterschiedlich sind, jedoch den Leser nicht zu sehr in verschiedene Stilarten zu drängen. Das Besondere an diesem Buch ist vor allem die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Protagonisten, darunter auch solche, mit denen ich als Leser nicht unbedingt gerechnet hätte.

Anke Höhl-Kayser - Das Fenster zum Garagenhof
Durch ihre ungebändigte Neugierde werden zwei Wellensittiche in einen Mordfall verwickelt, lösen das Rätsel und machen Bekanntschaft mit einer ungewöhnlichen Mordwaffe. Man kann sich als Leser hervorragend in die kleinen Vögel hineinversetzen und mit ihnen durch die Gegend flattern. Eine durch die Autorin toll umgesetzte Story, bei der man das Gefühl hat, unmittelbar dabei zu sein. 5 Sterne.

Maryanne Becker - Schweinerei an der Havelchaussee
Ein Mordfall (oder auch nicht?) mit Verwicklungen, Irrungen und einer nicht vorhersehbaren Lösung. Maryanne Becker erzeugt Spannung und nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Abgründe der tierischen Welt. 5 Sterne.

Cornelia Aistermann - Missy - ein wahnsinnig braver Hund
Stephen King hätte seine helle Freude an dieser ungewöhnlichen Kurzgeschichte. Obwohl spannend geschrieben und mit schnellem Tempo vorangehend, hätte diese Geschichte doch ein wenig mehr Tiefgang verdient. Mir war sie einfach zu schnell beendet. 4,5 Sterne.

Alexa Thiesmeyer - Es ist etwas faul im Dünnen-Paddock
Teilweise in einem etwas eigenartig anmutenden Telegrammstil geschrieben ist sie doch hervorragend analysiert und beschreibt die Vorkommnisse aus der Sicht eines Islandpferdes. An den Stil gewöhnt man sich schnell, an das Ende leider nicht. Der Leser wurde zu schnell auf den Täter gestoßen und die Lösung des Falles war leider etwas zu konstruiert. Trotzdem hat die Geschichte, auch wegen der ungewöhnlichen Idee, ihre 4,5 Sterne verdient.

Christel K. Haas - Eau de Chochonnet
Als ich die Geschichte zu lesen begann, dachte ich zuerst an eine riesige Sauerei. Ich irrte mich nicht. Christel K. Haas schuf mit den Sauen einige ungewöhnliche und gewöhnungsbedürftige Protagonisten. Leider wurden die Tiere in der Story zu sehr vermenschlicht, was jedoch auch etwas lesenswertes hat. Man hatte den Eindruck, den Schweinen schon begegnet zu sein. 5 Sterne.

Manu Wirtz - Eifelquelle
Man hätte die Geschichte auch "4 Todesfälle und eine Beerdigung" nennen können. Gleich anfangs wird ein armes Mardertier meuchlings von einer Miezekatze ums Leben gebracht. Auch bei zwei anderen Todesfällen war das Kuscheltierchen nicht ganz unschuldig. Seitdem betrachte ich Nachbars Kater mit anderen Augen. Manu Wirtz hat eine lockere, gut zu lesende Story zu Papier gebracht. 5 Sterne sind da angebracht.

Harry Michael Liedtke - Sommerlochkrokodile
Der arme Polizist, der zur Jagd auf ein Krokodil, das angeblich im Kanal gesehen wurde, abkommandiert wird und das selbige schlussendlich auch auf recht unkonventionelle Weise zur Strecke bringt. Leicht und locker zu lesen, leider mit einem Ende, das doch ein wenig unbefriedigend bleibt. Trotzdem sind 4,5 Sterne nicht zu viel.

Carsten Koch - Coming out
Diese letzte Geschichte im Buch ist auch gleichzeitig die ungewöhnlichste. Man denkt nichts Böses, versucht sich ein Bild über den Protagonisten zu machen, der seine Geschichte selbst erzählt, und wird am Ende der Erzählung förmlich vom schwarzen Humor des Carsten Koch überrollt. Die ungewöhnlichste Story im Buch, mit dem ungewöhnlichsten Protagonisten und einem überaus schwarzhumorigen Ende. 5 Sterne ohne Wenn und Aber.

In der Gesamtheit hat dieses Buch die 5 Sterne sicherlich verdient, auch wegen der wunderschönen Illustrationen von Gabrielle Merl, die dem Buch den besonderen Touch verleihen und der Tatsache, das von jedem Buch ein Obolus an die Tiertafel geht.
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (16.11.2012, 11:20)
Und noch ein sehr nachdenklich stimmendes Buch:

Hartmut Dühr - Ergebung ohne Widerstand
http://www.amazon.de/Ergebung-ohne-Wide ... r-mr-title


Meine Rezension:

Das Buch macht nachdenklich. Nicht weil viel über Schlachten, Tod und Sterben geschrieben wird, selbst das Grauen der Konzentrationslager wird nur am Rande erwähnt. Nein, es erschüttert, weil man kaum glauben mag, das der Rattenfänger Hitler und die Nazischergen eine solche Anziehungskraft auf den "Normalbürger" ausüben konnten. Es erschüttert, weil gezeigt wird, mit welchen Naivität, welchen Vorstellungen, junge Menschen den Versprechungen der Nazis auf den Leim gegangen sind. Natürlich ist es einfach, mit einer gewissen Lebenserfahrung und den inzwischen verstrichenen Jahren als Leser Urteile zu fällen, aber dies wird dem Werk nicht gerecht. Der Autor Hartmut Dühr beschreibt sein Leben als Mitläufer mit dem Abstand einiger Jahrzehnte zu den Ereignissen. Der Autor kann oft selbst nicht begreifen, warum er so gehandelt hat und nicht anders.
Das Buch ist auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem jüngere Menschen sollten diese Lektüre nicht scheuen. Es wird eindrucksvoll beschrieben, wie schnell und unbedarft man in die Fänge der Rattenfänger gelangen kann und wie man der Faszination des Bösen erliegen kann.
Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und gefällt mir gut.
Viele Grüße von Nicolas



Geduld ist eine Tugend

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.11.2012, 13:02)
http://www.amazon.de/Nicht-mit-hassen-l ... 840&sr=1-1

Ruth Bader (Hrs.), Edith Devries (Autorin), Nicht mit zu hassen, mit zu lieben bin ich da. Eine jüdische Kindheit zwischen Niederrhein und Theresienstadt.

Für Leser, die an der historischen Wirklichkeit, an Lebenszeugnissen interessiert und die Wahrheit vertragen können, liefert dieses Buch ein beeindruckendes Zeugnis.
Ruth Bader hat einige Zeit hier mitgeschrieben und steht mit einigen von uns "alten" Häsinnen und Hasen immr noch in Kontakt.

Zum Inhalt: Edith, ein kleines jüdisches Mädchen vom Niedrrhein war fünf, als sie mit ihren Eltern - der Vater war Kriegsteilnehmer 1914-18 gewesen, was ihnen möglicherweise das Leben rettete - nach Theresienstadt kam, nachdem die Familie zu Hause bereits etlichen Schikanen durch die Nazis ausgesetzt waren.

Lest, was die Kindheit im KZ für die Autorin bedeutete, lest wie ihr Leben danach weiterging.

Ich wünsche diesem Buch eine große Verbreitung!


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Grit
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Re:

von Grit (16.11.2012, 14:17)
Wer gern humorvolle Lyrik mag, sollte dieses Buch kaufen:

Endlich ist der Eisbär weg! von Thomas Fricke

http://www.amazon.de/Endlich-ist-Eisb%C ... 523&sr=1-6

Von witzigem Nonsens bis hin zu sozialkritischen Gedichten ist hier alles dabei. Am Schluss des Buches befinden sich auch noch ein paar Kurzgeschichten.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (16.11.2012, 22:41)
http://www.amazon.de/Wurzeln-f%C3%BCr-L ... 291&sr=1-1

Cornelia Oehlert: Wurzeln für Lisa

Als Achtzehnjährige brachte die damals noch unmündige Autorin ein Mädchen zur Welt. Die Schwangerschaft war ihrer Mutter bis kurz vor dem Geburtstermin verborgen geblieben. Als sie während des Sommerurlaubs von der Situation ihrer Tochter erfuhr, organisierte sie eine vorzeitige Entbindung und sorgte dafür, dass das Baby zur Adoption freigegeben wurde. Weder Jugendamt noch das Krankenhauspersonal bemühten sich um die junge Mutter: im Gegenteil, statt einer Aufklärung wurde sie unter Druck gesetzt, so dass sie schließlich der Freigabe zustimmte.
Diesen Verlust hat die Autorin nie verwunden und bis heute ist kein wirklicher Kontakt zwischen der Tochter und der leiblichen Mutter möglich.
Mit diesem Buch möchte C.O. ihrer Tochter "Wurzeln" geben und erklären, was damals geschah.

Ein eindrucksvolles Buch, das die unrühmliche Rolle des Jugendamts ebenso beleuchtet wie die Situation von Töchtern aus sogenanntem "guten Haus", wo in den 1960er Jahren ein uneheliches Kind immer noch als Schande wahrgenommen und ggf. "entsorgt" wurde. Ein Buch, das Gefühle vermittelt ohne Jammerarie, das Verständnis weckt für abgebende Mütter und aufräumt mit der Vorstellung, die Freigabe zur Adoption geschähe immer freiwillig.

Ich empfehle es als Weihnachtsgeschenk für Leute, die in welcher Weise auch immer mit dem Thema Adoption zu tun haben und für jene, die ein Puzzleteil der jüngeren deutschen Geschichte suchen: 1968, das waren nicht nur Studentenrevolte, Kommunen und sexuelle Revolution, das war auch Verlogenheit, schwarze Pädagogik und Unterdrückung.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (17.11.2012, 12:41)
Ich schließe mich Maryannes Empfehlung an. Ich kenne das Buch von Cornelia Oehlert auch und fand es äußerst aufschlussreich, die Situation mal aus elterlichem Blickwinkel präsentiert zu bekommen.

Eine weitere Empfehlung: die Bücher von Anna Dorb. Anna hat einen unglaublichen, warmherzigen und dabei sehr pointierten Humor, den man auch in ihren Büchern wiederfindet.

Das ist eine Kunst: satirisch zu sein, ohne dabei verletzend zu werden.

Ich habe von Anna gelesen:

http://www.amazon.de/Gschichtli-Gedicht ... 104&sr=8-1
Eine Zeitreise zurück in die Sechziger/Siebziger, wie ich sie auch kennengelernt habe. Da werden viele Erinnerungen wach, man staunt und erlebt Annas bunte Kindheit mit Begeisterung mit.

Und dann noch:
http://www.amazon.de/review/R2IE76744L0 ... tore=books
Ich mag Bücher über Katzen, und ich mag besonders den Herrn Hämpfel, obwohl er ein ziemlich verrückter Kater ist und seinem Frauchen manche unliebsame Überraschung bereitet. Der Herr Hämpfel geht so charismatisch und selbstbewusst durch seine Welt, man kann ihm einfach nie böse sein.
Und es gibt auch noch einen Folgeband, den ich allerdings noch nicht rezensiert habe:
http://www.amazon.de/Neues-von-Herrn-H% ... 104&sr=8-5

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.11.2012, 08:52)
"Kuckucksei-Syndrom" von Peter Pitsch

Eine unglaublich witzige Satire! Erzählt wird die Geschichte des Oberfeldwebels a. D. Hannes Bürstensteif. Besonders seine rüstige und resolute Mama brachte mich sehr zum Lachen.

http://www.amazon.de/Kuckucksei-Syndrom ... ref=sr_1_8
Dateianhänge
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»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Re:

von Grit (19.11.2012, 11:31)
Ursula Ellis hat ein humoriges Buch rausgebracht:

Opa macht den Führerschein und andere Katastrophen

http://www.amazon.de/Opa-macht-F%C3%BCh ... 39&sr=1-75

Die Kurzgeschichten der Autorin laden zum Schmunzeln ein. Ich mag das Kurzweilige gepaart mit Humor, weil ich immer mal wieder einfach nur was für zwischendurch, z. B. für eine kurze Bahnfahrt, suche.

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