Weltmarionetten

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Zeitl0ch
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Re:

von Zeitl0ch (11.07.2008, 08:10)
Die Theorie besgat ja lediglich, dass die nicht kollabierenden möglichen Zustände von Wellenfunktionen eben in anderen Realitäten kollabieren, nur beobachten können wir das natürlich nicht, deshalb ist es empirisch wohl schwer nachzuweisen. Wie das mathematisch aussieht, weiß ich nicht, da komm ich dann auch nicht mehr mit. Jedenfalls gehen für mich Existenzialismus und Quantenphysik Hand in Hand, die Philosophen schweigen sich nur leider über den Zusammenhang aus. Vielleicht sind die Gemeinsamkeiten auch tatsächlich zufällig. Jedenfalls kamen Niels Bohrs Erkenntnisse erst nach ähnlichen Behauptungen von Sören Kierkegaard.

Albert Ulrich
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Re:

von Albert Ulrich (11.07.2008, 19:06)
Ich glaube nicht,dass die Quantentheorie irgendeine philosophische Position stützt.
Ziemlich sicher scheint zu sein,dass die Welt indeterministisch ist (es gibt Quantentheorien,die deterministisch sind,z.B. Bohmsche Quantentheorie,aber die haben in der heutigen Wissenschaft eine Aussenseiterposition);aber für die Freiheit des Menschen ist damit nichts gewonnen.Ob ein Quantenvorgang so oder so abläuft-der Mensch hat darauf keinen Einfluss.

Liebe Grüße,
Albert

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Doc GermaniCus
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Re:

von Doc GermaniCus (18.07.2008, 09:46)
Zoba hat geschrieben:
Hi,

interessante Frage.

Was wäre denn geschehen, wenn man Hitler und Gandhi ausgetauscht hätte?

(.. )

Oder hätte es einfach einen anderen Hitler in Deutschland gegeben, einen anderen Gandhi in Indien?


Hallo..

Interessante Fragen..!

Dabei fallen mir andere Fragen ein, mit denen ich mich schon lange beschäftige.. Was wäre wenn Hitler im Juni 1939 gestorben wäre..? Als was wäre er dann in die deutsche Geschichte eigegangen..? Und hätte dies dann den 2. Weltkrieg verhindert..? Oder doch nur aufgeschoben..?

Denn er selbst ging nicht von einem Krieg vor 1948/49 aus.. Ansonsten hätte er dem Chef der Marine nicht gesagt, er könne sich mit dem vollen kriegsmässigen Ausbau der Marine mindestens solange Zeit lassen..

Oder wie seht ihr das..?


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Gruss!


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Albert Ulrich
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Re:

von Albert Ulrich (18.07.2008, 13:29)
Allzu positiv würde man Hitler wohl auch nicht sehen wenn er 1939 gestorben wäre.Die Reichskristallnacht war da bereits geschehen.Er würde nicht als Monster gelten,aber sein Antisemitismus und seine Menschenverachtung ganz allgemein,hätten ihm ein sehr negatives Image eingebracht.
Einen Krieg hätte es wahrscheinlich schon gegeben,aber ob der sich zu einem Weltkrieg ausgeweitet hätte,steht in den Sternen.Die Vernichtung von Juden,Homosexuellen,Andersdenkenden hätte es meiner Meinung nach nicht in der tatsächlich stattgefundenen Weise gegeben.Diese Sache trägt Hitlerspezifische Züge.

Albert Ulrich
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Re:

von Albert Ulrich (28.08.2008, 10:18)
Kleine Leseprobe aus dem Kapitel "Unschuldig" :

Richard Feynman hat einmal behauptet, dass, wenn man der Nachwelt einen Satz überliefern könnte, wenn sonst alles Wissen verschwände, dieser der wichtigste wäre: "Alles besteht aus Atomen."
Für die Wissenschaft ist das sicher die bedeutenste Erkenntnis. Für Ethik und Moral wäre wohl diese Behauptung die wichtigste: Alles, was geschieht, geschieht zwangsläufig. (Das heißt: Alles Geschehen ist der "Person" entzogen. Zwangsläufig bedeutet zwangsläufig für den Menschen.) Und das unabhängig davon, ob die Welt grundsätzlich deterministisch oder, worauf vieles hinweist, probabilistisch ist. Alle die dennoch an eine deterministische Welt glauben und die Befürchtung hegen, dass sich in so einer Welt die Zukunft lückenlos vorhersagen ließe, können beruhigt sein: Selbst ein einzelnes Gehirn entzieht sich wegen seiner Komplexität einer genauen Kenntnisnahme. Wobei natürlich zu beachten ist, dass selbst die genaueste Kenntnis dieses Gehirns es nicht ermöglichen würde, das Verhalten des "Gehirnbesitzers" vorherzusagen. Ein Gehirn ist keine Maschine, die unabhängig von ihrer Umgebung abläuft. Man müsste alles, was diesem Gehirn "widerfährt", in die Vorhersage mit einbeziehen. Zu berechnen, welche Autos der "Gehirnträger" zu sehen bekommt, welchen Menschen er begegnet, welchen Wettereinflüssen er ausgesetzt ist, wie ein Smalltalk mit einem Passanten, der ihn nach der Uhrzeit fragt, verläuft, ist schlichtweg unmöglich. Das sei auch allen gesagt, die mittels Gehirnscan ermitteln wollen, ob jemand zukünftig ein Verbrechen begehen wird oder nicht. Es ist sicherlich möglich, Gehirnstrukturen zu identifizieren, deren "Störung" eine Disposition zu erhöhter Gewaltbereitschaft zur Folge hat. Aber es wird nie mit hundertprozentiger Sicherheit vorhergesagt werden können, ob sich diese Disposition in kriminellen Handlungen niederschlagen wird. Verhalten ist eine komplizierte Angelegenheit und nur unter Berücksichtigung von "Umwelteinflüssen" zu verstehen.

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