Wie kommt ein BOD Buch in eine große Buchhandlung

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Richymuc
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Re:

von Richymuc (23.02.2011, 20:58)
Torsten Buchheit hat geschrieben:
Nach meiner Meinung ist Richard 100% ehrlich (sogar 105%). Er würde so ein Ding wie die Bestellung auf einen falschen Namen niemals machen, bloß darüber philosophieren. Ich denke auch nicht, daß du, liebe Sandra (Shandra? Sahndra? Wo kommt nochmal das überflüssige h hin?), zu solchen Methoden greifen würdest. angle:



Ja da schau her, habe die neuen Beiträge erst jetzt entdeckt.
Torsten kennt mich 105% Danke cheezygrin
Also Flyer habe ich schon mal in einer großen Buchhandlung in ähnliche Bücher gesteckt.

Ich habe ja nicht geklaut, sondern was gebracht. Das dürfte nicht strafbar sein. Außerdem hat der Buchkäufer dann mehr zu lesen.
Also einen Mehrwert beim Buchkauf cheezygrin

Gruß Richard
www.richymuc.de
Der Satirische Kreuzfahrt-Flüsterer ISBN 978-3-8370-9816-7
Feindschaftsbuch ISBN 978-3-8370-9803-7
Das erotische Freundschaftsbuch ISBN 978-3-8391-0037-0
NEU: http://www.youtube.com/watch?v=t25CNmrKaZ4

CeKaDo

Re:

von CeKaDo (23.02.2011, 22:32)
In meinem aktuellen Buch gibt es eine Kurzgeschichte zu diesem Thema. Den Entwurf dazu hatte ich schon einmal hier gepostet, ich schaue mal eben.

Einen Moment, bitte.

Please, hold the line.

Einen Moment, bitte.

Please, hold the li ...

Ach ja, da ist er: http://www.bod.de/autorenpool/und-dann- ... braun.html

Den hatte wohl damals noch niemand verstanden cheezygrin

Jedenfalls finde ich es prima, Schattenleute in die Buchhandlungen zu entsenden, um nach dem Buch zu fragen. Bestellen wäre ja doof. Wenn dann der Händler auf einen Schlag viele Bücher bestellt, wird er sie auch an exponierter Stelle ausstellen. Das wiederum wird die Suchenden in Buchhandlungen neugierig machen und sie werden kaufen. Was wiederum Bestellungen nach sich zieht.

Und dafür brauche ich dann nicht einmal die Tochter von Hugendübel zu poppen. Tschuldigung.

cool1

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Missus
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wie kommt....

von Missus (24.02.2011, 10:06)
Wir haben verstanden ;-)
Zahme Vögel singen von der Freiheit.
Wilde Vögel fliegen......

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SandraR
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Re:

von SandraR (24.02.2011, 10:18)
Nun wissen wir, was wir Torsten an seinem 50 Purzeltag schenken cheezygrin
CeKaDo, Du hast nur die Tochter vom Hugendopel noch nicht gesehen, sonst würdest Du vielleicht anders sprechen angle:
An alle Bedenkenträger, dass der Threat mehr ironisch gemeint ist sollte Autoren die nicht nur Schreiben können klar sein cheezygrin
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mtg
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Re:

von mtg (24.02.2011, 10:22)
Mein »Endlich mal was Positives« liegt bei Hugendubel in Berlin-Charlottenburg im Regal, weil ich es selbst hingetragen und mit der Einkäuferin Kommision vereinbart habe (die schon lange bezahlt ist) und die Dame seitdem mehrfach beim Grossisten nachgeordert hat.

Bücher fliegen nun mal nicht von selbst in Regale ...

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FrankWK
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Unglaubliche Diskriminierung von BoD durch Weltbild

von FrankWK (20.08.2011, 13:18)
Hallo zusammen.

Verzeiht mir bitte, dass ich diesen Thread (nennt man das so?) wieder aufleben lasse.
Ich habe in der Vergangenheit noch nicht viel aktiv beigesteuert hier im Forum, war aber chronischer Mitleser.

Vorerst möchte ich mich besonders bei Richymuc und auch CeKaDo bedanken für eure herrlichen und erfrischenden Beiträge. Ich habe sie gelesen, selbst wenn mich das Thema gar nicht interessierte. Ich mag eure Art!

Aber jetzt. Kennt ihr noch das HB-Männchen? Wäre ich nicht der Autor eines "Lebenshilfe"-Buches wäre ich ganz nach dem Motto: "Wer wird denn gleich in die Luft gehen" in die Luft gagangen!

Eine Leserin hat Weltbild angeschrieben, da sie immer gefragt wird "Hast du das Buch von Weltbild?", wenn sie mein Buch gelesen hat unterwegs.
Sie wollte Weltbild einfach das Buch empfehlen.
Heute bekam sie eine Antwort, die ich euch hier reinstellen möchte:

"Guten Tag Frau XYZ,

Wir danken für Ihr Interesse an einer Aufnahme Ihres Titels in unseren Katalog.

Eine Aufnahme in unser online-Verkaufssortiment ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Einen Teil der Daten unseres Sortiments übernehmen wir direkt von unserem Partner KNV, im Internet zu finden unter www.buchkatalog.de .
Wir bitten Sie, sich für Titelneueinträgen direkt an KNV zu wenden:

[...übliches Kontakt-Blablabla...]

Sofern eine Listung Ihres Titels dort möglich ist, die Bücher sofort lieferbar sind und nicht über Books on Demand angeboten werden, ist auch eine Übernahme in unser Sortiment und eine Bewerbung über unseren Internetkatalog möglich.
In unseren Katalogen bewerben wir allerdings nur Titel aus dem Eigenverlag (z.B. Lizenzauflagen)

[... MfG usw. ...]"

Habt ihr das gelesen? Sobald ein Buch über Books on Demand angeboten wird, ist es automatisch für Weltbild nicht interessant! Und damit sind sicher auch alle anderen BoD Verlage gemeint.
Ich finde das eine Unverschämtheit, was sich Weltbild da erlaubt. Wir alle wissen, dass allein BoD (hier unser BoD) hervorragende Bücher und Autoren hat.

Kennt ihr das? Ich habe hier im Forum keinen Beitrag dazu gefunden, darum schreibe ich hier ... weil es eben am Passensten ist.
Also Weltbild passt nicht mehr in mein Weltbild. Oder habe ich ein falsches Bild von der Welt? Ich weiß es nicht.

Vielleicht sieht mich jemand von euch (ich bin so unscheinbar) und berichtet mir/uns von seinen Erfahrungen.
Wir wollen doch alle Erfolg haben und keine Magenschmerzen.

So... jetzt wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Frank :-)
"Dialog mit Ich - Deine Seele möchte dir etwas sagen"
ISBN 978-3-8423-6909-2, Paperback, 304 Seiten

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BirgitOehmig
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Re:

von BirgitOehmig (20.08.2011, 13:30)
Ich weiss nicht, ob das so daneben ist.
Ich würde es als normal einstufen das Sie erwarten wenn Du in Ihren Pool aufgenommen wirst das keine Verträge mit dritten mehr bestehen, schon aus rechtlichen Gründen.
Oder sehe ich da was falsch?
gruss Birgit

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Cornelia
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Re: Unglaubliche Diskriminierung von BoD durch Weltbild

von Cornelia (20.08.2011, 13:38)
FrankWK hat geschrieben:

Eine Aufnahme in unser online-Verkaufssortiment ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Einen Teil der Daten unseres Sortiments übernehmen wir direkt von unserem Partner KNV, im Internet zu finden unter www.buchkatalog.de .
Wir bitten Sie, sich für Titelneueinträgen direkt an KNV zu wenden:

[...übliches Kontakt-Blablabla...]

Sofern eine Listung Ihres Titels dort möglich ist, die Bücher sofort lieferbar sind und nicht über Books on Demand angeboten werden, ist auch eine Übernahme in unser Sortiment und eine Bewerbung über unseren Internetkatalog möglich.
In unseren Katalogen bewerben wir allerdings nur Titel aus dem Eigenverlag (z.B. Lizenzauflagen)

[... MfG usw. ...]"

Habt ihr das gelesen? Sobald ein Buch über Books on Demand angeboten wird, ist es automatisch für Weltbild nicht interessant! Und damit sind sicher auch alle anderen BoD Verlage gemeint.


Hallo,

im Internet-Katalog bzw. dem im Netz gelisteten Sortiment befinden sich durchaus BoD-Bücher, so ist zum Beispiel meine Batty über Weltbild bestellbar.

Viele Grüße
Cornelia

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SandraR
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Re:

von SandraR (20.08.2011, 13:43)
Von uns werden dort auch Bücher geführt, obwohl ich zum Beispiel auf dieses Unternehmen verzichten kann.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Siegfried
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Re: Unglaubliche Diskriminierung von BoD durch Weltbild

von Siegfried (20.08.2011, 14:15)
FrankWK hat geschrieben:
Habt ihr das gelesen? Sobald ein Buch über Books on Demand angeboten wird, ist es automatisch für Weltbild nicht interessant! Und damit sind sicher auch alle anderen BoD Verlage gemeint.
Ich finde das eine Unverschämtheit, was sich Weltbild da erlaubt. Wir alle wissen, dass allein BoD (hier unser BoD) hervorragende Bücher und Autoren hat.

Kennt ihr das? Ich habe hier im Forum keinen Beitrag dazu gefunden, darum schreibe ich hier ... weil es eben am Passensten ist.
Also Weltbild passt nicht mehr in mein Weltbild. Oder habe ich ein falsches Bild von der Welt? Ich weiß es nicht.

Vielleicht sieht mich jemand von euch (ich bin so unscheinbar) und berichtet mir/uns von seinen Erfahrungen.
Wir wollen doch alle Erfolg haben und keine Magenschmerzen.


Ganz ernsthaft gefragt: Was ist daran unverschämt?

Erstens:
Weltbild ist wie jeder anderer Buchhändler ein privat geführtes Unternehmen und daher nicht aus irgendwelchen sozialen oder sonstigen Gesichtspunkten dazu verpflichtet, alles ins Programm zu nehmen, was es auf dem Markt gibt. Das nennt men "unternehmerische Freiheit".

Zweitens:
Wenn ein Unternehmer feststellt, dass die gelieferte Ware zu 80% aus Müll besteht (und ich persönlich bin der Auffassung, dass im On-Demand-Bereich eine solch hohe Quote allein schon wegen formaler Defizite wie mangelhafte Rechtschreibung existiert), dann nimmt der Unternehmer das Produkt zu Recht aus dem Angebot. Das halte ich nicht für unverschämt, sondern für normal.
Sollte ich jemals ein Buch kaufen, das bei 120 Seiten Umfang mindestens ebensoviele Rechtschreibfehler enthält, bekommt es der Händler von mir zurück wegen Nichterfüllung der erforderlichen Qualität (Gewährleistung). Ich erwarte bei gedruckten Texten einen Mindeststandard - ist der nicht gegeben, betrachte ich das als Mangel. Wäre ich Zwischenhändler, würde ich solche Produktlieferanten aus meinem Portfolio ausschließen.

Deshalb noch einmal meine Frage: Was ist am Verhalten von Weltbild unverschämt?

Nur zum Vergleich: Handelt mein lokaler Getränkehändler unverschämt, weil er kein "Karlsquell Bier" anbieten will, nur weil er der Meinung ist, das Bier sei einfach nicht trinkbar?
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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FrankWK
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Danke für eure Mitteilungen

von FrankWK (20.08.2011, 14:20)
Hallo

Herzlichen Dank für eure schnellen Antworten.

Wenn bei Weltbild Titel vom BoD drin sind, verstehe ich nicht die Mitteilung an die Leserin. Besonders Lesern/innen sollten solche Sätze nicht geschrieben werden, in denen BoD-Titel entwertet werden.

Beim KNV ist mein Buch auch gelistet und ich würde es gar nicht wollen, dass Weltbild mein Buch verlegt - ich bin mit dem BoD sehr zufrieden. Aber Weltbild ist eine Chance, bekannter zu werden; eine Chance, dass das Buch mehr Menschen erreicht. Dabei stelle ich den Gedanken ans Geld verdienen erst einmal hinten an.

Selbst bei Amazon.de wird mein Buch jetzt als "Auf Lager" gelistet, was mich natürlich sehr freut und auch ein wenig (nagut, ein wenig mehr) stolz macht.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch nicht so viel Erfahrung habe, was den Vertrieb und die Werbung angeht.
So kann ich die Aussage von SandraR einerseits verstehen, andererseits wäre ich glücklich, wenn mein Buch dort erscheint.
Na vielleicht bringt die Zeit mehr Erfahrungen und ich glaube, dass dieses Forum hier genau richtig ist, um sich auszutauschen.

Herzlichen Dank
Frank :-)
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FrankWK
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@Siegfried

von FrankWK (20.08.2011, 14:35)
Hallo Siegfried

zu "Erstens":
Darüber bin ich mir bewusst. Darum geht es auch nicht.
Es geht mir primär darum, dass die geschrieben haben, dass Bücher, die bei Books on Demand angeboten werden, nicht ins Programm genommen werden. (Abgesehen davon, dass dort BoD-Bücher zu finden sind.)

Zu "Zweitens":
Müll findet man überall. Ich habe schon viele Bücher von namhaften Verlagen gelesen, die voller Fehler waren, trotzdem sie lektoriert und korrigiert wurden.
Und selbst wenn 80% fehlerbehaftet sind, sind immer noch 20% anständige Ware. So kann ich also nicht alles "über einen Kamm scheren", sondern muss eine Auswahl treffen.
Hätte ich jedes Buch, dass nicht fehlerfrei ist, zurückgeschickt, wäre ich jetzt Bucharm.

Zu deiner Frage, was am Verhalten von Weltbild unverschämt ist:
Es geht einfach darum, dass einer Leserin die BoD-Bücher als "Außenseiter" dargestellt werden. Das brauch man Kunden nicht schreiben! Es ist die Entscheidung von Weltbild, was die in die Kataloge aufnehmen, aber andere Verlage und Autoren zu entwerten, finde ich unverschämt. Man darf nicht vergessen, dass alles unter einem Dach stattfindet - es geht hier um Bücher! Egal ob ich Harry Potter schreibe, ob ich mein erstes 50 Seiten Buch über BoD verlege, Chef von Amazon bin oder Weltbild regiere ... ein wenig fairniss - finde ich - sollte man erwarten dürfen.

Wie gesagt, vielleicht habe ich zu wenig Erfahrung oder ich verstehe einen Punkt nicht. Dann verzeiht mir. Aber ich persönlich finde, dass Menschen, die Bücher schreiben und vertreiben, irgendwie zusammen gehören und zusammanhalten sollten. Sich unterstützen.
Es geht mir nicht darum, dass Weltbild mein Buch aufnimmt ... dann müsste ich auch den Buchhändler von Nebenan auf den Geist gehen. Es geht mir um diesesn Satz über Books on Demand.

Dankeschön!
Frank :-)
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SandraR
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Re:

von SandraR (20.08.2011, 15:31)
Frank, Weltbild ist stockkonservativ und schwarz bis in die Seele. Wer ein bisschen über die Firmengeschichte googlt wird fündig und zwar so, dass ihm dann die Meinung einer Weltbild vermutlich einfach am Po vorbeigeht.

Letztlich bekommt auch die Springerpresse von mir grundsätzlich niemals PM und zwar weil ich meine Bücher dort nicht finden will.

Weltbild hält sicherlich viele Bücher zu wenig Mainstreamkonform. Dies sollte man vielleicht mehr als Kompliment sehen.
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Perchta
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Re: @Siegfried

von Perchta (20.08.2011, 15:34)
Mich irritiert ein wenig der Anfang des Antwortschreibens:

Weltbild hat geschrieben:
Guten Tag Frau XYZ,
Wir danken für Ihr Interesse an einer Aufnahme Ihres Titels in unseren Katalog.


Klingt ja fast so, als hätte Weltbild angenommen, daß hier ein Autor sein eigenes Buch bewirbt. Dann wird das wohl die Standard-Antwort sein, die in solchen Fällen rausgeschickt wird - offenbar, ohne daß der Einzelfall konkret geprüft wird.

Was bei einer Kette wie Weltbild zunächst mal logisch ist. Da wird ein sehr großer Teil des Einkaufs vermutlich zentral erledigt, und die einzelnen Filialen bestellen lediglich im Zentrallager und haben außerdem ein gewisses Budget, um regional interessante Titel selbständig dazu zu kaufen (nur eine Vermutung meinerseits; so lief das früher bei Hugendubel).
Um für eine Kette wie Weltbild interessant zu sein, muß dein Buch in erster Linie eins: sich gut verkaufen. Wenn die Umsätze stimmen, ist das Buch sicher unabhängig vom Verlag für Weltbild interessant. Merkt man ja auch daran, daß manche BoD-Titel durchaus zumindest als bestellbar gelistet werden.

Jetzt mal völlig unabhängig von der Qualitätsfrage (in der ich Siegfried grundsätzlich durchaus recht gebe): die allermeisten BoD-Titel werden nie in Zahlen verkauft werden, die sie für Weltbild attraktiv erscheinen lassen. Ob das daran liegt, daß sie schlecht geschrieben und/oder schlecht gemacht sind, ist wieder eine andere Frage. Aber die entsprechenden Drehzahlen, die Weltbild wahrscheinlich für seine Lagertitel möchte, die sind bei einzeln produzierten Titeln schwer zu schaffen. Und darum ist es aus der Sicht von Weltbild ganz logisch, daß sie solche Titel für ihr Sortiment zunächst ausschließen.
Mein Dilettanten-Projekt. "Dilettant" ist übrigens abgeleitet vom lateinischen "delectare" = "erfreuen".

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hawepe
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Re: @Siegfried

von hawepe (20.08.2011, 16:42)
Hallo Frank,

FrankWK hat geschrieben:
Es geht mir primär darum, dass die geschrieben haben, dass Bücher, die bei Books on Demand angeboten werden, nicht ins Programm genommen werden.


Warum sollten sie es nicht schreiben? Wäre es besser, sie würden das Gegenteil behaupten, sich aber anders verhalten?

Müll findet man überall. Ich habe schon viele Bücher von namhaften Verlagen gelesen, die voller Fehler waren,


Ja, und? Wenn dir in deinem Supermarkt, in dem du regelmäßig einkaufst, mal eine vergammelte Packung Käse angeboten wird, gehst du dort nicht mehr einkaufen? Hoffentlich verhungerst du nicht cheezygrin

Als Buchhändler würde ich es mir auch sehr überlegen, book on demand veröffentlichte Bücher anzubieten. Bei Verlagen weiß ich vom Grundsatz her, was ich bekomme. Da mag der eine oder andere Ausrutscher bei sein, aber das ändert nichts am Gesamtbild. Bei BoD muss ich mir tatsächlich jedes Buch vorher anschauen, weil es genau umgekehrt aussieht.

Und selbst wenn 80% fehlerbehaftet sind, sind immer noch 20% anständige Ware.


Du solltest Buchläden nicht nur als Kunde betreten. Vielleicht würdest du dann deine Ansicht ändern, dass Buchhändler den ganzen Tag däumchendrehend herumsitzen.

Ich schaue mir für die Buchentdeckungen immer nur die Leseproben an. Trotzdem habe ich an der letzten Aktualisierung wieder einen halben Tag gesessen. Wenn ich dann sehen, wie gering letztlich das Interesse an diesen Büchern ist, denke ich manchmal, mit einem Ein-Euro-Job hätte ich in der Zeit mehr verdient.

ein wenig fairniss - finde ich - sollte man erwarten dürfen.


Warum wird eigentlich immer vom Buchhandel Fairness gefordert, aber fast nie von den BoD-Autoren? BoD-Autoren dürfen auf den Markt werfen, was sie wollen, Buchhändler sollen aber nicht anbieten dürfen, was sie wollen.

Wie gesagt, vielleicht habe ich zu wenig Erfahrung oder ich verstehe einen Punkt nicht. Dann verzeiht mir. Aber ich persönlich finde, dass Menschen, die Bücher schreiben und vertreiben, irgendwie zusammen gehören und zusammanhalten sollten.


Warum sollte ich mich mit Autoren gemein machen, die keinen fehlerfreien Satz zu Papier bringen können?

Beste Grüße

Heinz

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