Wieviel verdient man so als Schriftsteller?

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (18.05.2008, 17:42)
Bratkartoffelverhältnis: ist ja abgefahren, echt bei wiki!
Tolle bedeutung, spannender ursprung - wieder etwas gelernt heute ;-)
... neben den schönen Christa Wolf Zitaten, die ich heute notiert habe:

"Die Farbe der Erinnerung trügt."

"Dem Dichter ist die Verwaltung unserer Illusionen unterstellt."

(Mann, der es schaffte) "erwachsen zu werden, ohne das Kind in sich umzubringen."

book:

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hawepe
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Re: Wieviel verdient man so als Schriftsteller?

von hawepe (18.05.2008, 17:46)
Hallo Uschi,

chiquitita hat geschrieben:
julia07 hat geschrieben:
im Voraus (übrigens mit einem "r", auch wenn man es ständig anders geschrieben sieht)


Donnerwetter Julia, Du bist topfit in der neuen Rechtschreibung. Ich hätte es jetzt noch klein geschrieben. Wieder was gelernt thumbbup .


Das wurde aber auch schon nach der alten Rechtschreibung so geschrieben :-)

Beste Gruesse,

Heinz.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (18.05.2008, 17:54)
Ich glaube, der gute A.P. hat sich weinend in eine Ecke verkrochen?
Kopf hoch, A.P., solange dir das Schreiben Spaß macht, tus einfach. Vielleicht hast du ja doch Glück und wirst reich und berühmt.

(Aber dann möchten wir alle natürlich eine prozentuale Beteiligung ... cheezygrin )

Gruß
Hakket

frangsen
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Re:

von frangsen (18.05.2008, 18:34)
Das wurde aber auch schon nach der alten Rechtschreibung so geschrieben Smile


Heinz, wo hast Du das denn her? :roll:

Frank

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.05.2008, 18:46)
Hallo Frank,

frangsen hat geschrieben:
Das wurde aber auch schon nach der alten Rechtschreibung so geschrieben Smile


Heinz, wo hast Du das denn her? :roll:


Der Große Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwoerter, Bibliographisches Institut Leipzig, 11. Auflage 1937

Aber es stimmt, im Duden von 1961 wird die Wendung im voraus klein geschrieben.

Beste Gruesse,

Heinz.

AF Verlag

Re:

von AF Verlag (18.05.2008, 18:55)
@Hakket
Ich glaube, der gute A.P. hat sich weinend in eine Ecke verkrochen?

Es ist halt immer schwierig mal über den Tellerrand hinweg zu schauen und dort der Realität guten Tag zu sagen...

J.R.Willmann

mtg

Re:

von mtg (18.05.2008, 19:05)
AF Verlag hat geschrieben:
Es ist halt immer schwierig mal über den Tellerrand hinweg zu schauen und dort der Realität guten Tag zu sagen...

Ich finde, es ist immer wichtig, wenn man von seinem Werk überzeugt ist, sonst sollte man gar nicht erst anfangen ...
Trotzdem - oder gerade deswegen - ist Realitätssinn oberste Bürgerpflicht.

Oder, wie ich gestern gelernt habe: Auch Zwerge haben mal klein angefangen.

:-)

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (18.05.2008, 19:10)
"Auch Zwerge haben mal klein angefangen. " - der ist ja süß ...

Gruß vom "Laufenden Meter": 1,64 cm ;-)) cheezygrin

frangsen
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Re:

von frangsen (18.05.2008, 19:39)
Lieber J.R. Willmann,

das mit der "Realität" ist so eine Sache.

Zwar ist dies etwas verkürzt, es dürfte aber im Kern zutreffen:

Wenn ein Autor eine gute Geschichte hat, und wenn er eine solche dann auch noch noch gut geschrieben hat - warum sollte er dann keinen Erfolg haben?
Gut, zuweilen ist es bestimmt schwer, eine gute Geschichte als solche zu erkennen. Aber es gibt doch Geschichten, bei denen die meisten erkennen, dass sie gut geschrieben wurden. Was bloß viele Autoren wahrscheinlich übersehen, ist, das Schreiben auch und vor allem Handwerk ist. Marcel Reich-Ranicki hat neulich über einen bekannten, aber nicht herausragend bekannten Schriftsteller geschrieben, dass dieser deshalb kein richtig großer Schriftssteller gewesen sei, weil er sich zuwenig Mühe gegeben habe, an seinen Sätzen zu feilen. "Handwerk" ("Arbeit", "Mühe") dürfte ein nicht unwesentliches Kriterium sein. (Ich bin übrigens weit davon entfernt, den Anforderungen zu genügen, da ich schon keine gute Geschichte habe - und auch nur ein Sachbuch für einen sehr kleinen Adressatenkreis geschrieben habe.)
Aber wenn jemand ein (möglicherweise auch wirklich lediglich: ein) gut geschriebenes Buch mit einer guten Geschichte hat? Nun, d a n n ist die "Realitätskeule" verfehlt. Aber wieviele gute Bücher gibt es schon? Es werden wohl nur sehr wenige sein. Aber diesen (sehr) wenigen sollte man nicht mit einer vermeintlichen Realitätskeule kommen: Denn für diese wenigen ist es eher realistisch, dass sie Erfolg haben werden.
VGe
Frank

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hawepe
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Re:

von hawepe (18.05.2008, 20:27)
Hallo Frank,

frangsen hat geschrieben:
Aber wenn jemand ein (möglicherweise auch wirklich lediglich: ein) gut geschriebenes Buch mit einer guten Geschichte hat? Nun, d a n n ist die "Realitätskeule" verfehlt. Aber wieviele gute Bücher gibt es schon? Es werden wohl nur sehr wenige sein. Aber diesen (sehr) wenigen sollte man nicht mit einer vermeintlichen Realitätskeule kommen: Denn für diese wenigen ist es eher realistisch, dass sie Erfolg haben werden.


Nur im Zusammenhang mit dem Ursprungsposting, das diese Diskussion ausloeste, muss die Antwort wohl doch eher anders ausfallen. Der Verweis auf den Tellerrand war da meiner Meinung nach wirklich treffend.

Beste Gruesse,

Heinz.

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PvO
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Re:

von PvO (19.05.2008, 09:42)
http://peters-buchladen.de/html/seminar.html#27%20Verarsche1 Hier kannst du mal ein konkretes Beispiel sehen, was ein Autor verdient. Zwar noch in DM, aber das sollte nicht stören.

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chiquitita
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Re:

von chiquitita (19.05.2008, 10:04)
hawepe hat geschrieben:
Der Große Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwoerter, Bibliographisches Institut Leipzig, 11. Auflage 1937

Aber es stimmt, im Duden von 1961 wird die Wendung im voraus klein geschrieben.


Da soll sich einer noch auskennen. 1937 Großschreibung, 1961 Kleinschreibung, 2008 Großschreibung blink3
die verwirrte Uschi

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hawepe
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Re:

von hawepe (19.05.2008, 10:23)
Hallo Uschi,

chiquitita hat geschrieben:
Da soll sich einer noch auskennen. 1937 Großschreibung, 1961 Kleinschreibung, 2008 Großschreibung blink3


Dass es irgendwann zwischen 37 und 61 eine Reform gegeben hat, war mir auch nicht bekannt. Und ehrlich gesagt finde ich auch keine entsprechenden Infos.

Dass ich in den 37er Duden geschaut habe, war uebrigens reiner Zufall. Er gehoert mir nicht einmal, sondern ist nur geliehen - und lag deshalb auf meinem Schreibtisch.

Inzwischen habe ich auch noch im DDR-Duden von 1975 nachgeschaut: ebenfalls Kleinschreibung.

Die deutsche Sprache und ihre Reformen halten doch immer wieder Ueberraschungen bereit. Wenn man mal davon ausgeht, dass die Menschen vor 30, 50, 100 Jahren nicht duemmer waren, raetselt man natuerlich ueber die seltsame Metamorphose des im voraus.

Beste Gruesse,

Heinz.

A.P
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Re:

von A.P (19.05.2008, 11:35)
Hi!
Also erstmal vielen Dank für eure Antworten, die leider alle dasselbe aussagen.

Euren Aussagen zufolge ist es nahezu unmöglich, ein Buch zu veröffentlichen.
Aber woher kommen dann die ganzen Romane in den großen Buchläden? In jeder Literatur-Fernsehsendung werden dauernd neue Schriftsteller vorgestellt, von denen ich bis dahin noch nie zuvor gehört hatte.

Ja diese Autoren räumen sogar Preise ab. Julia Franck, wer hat von ihr zuvor gehört? Kaum jemand. Oder diese Feuchtgebiete-Tussi. Noch nie zuvor von ihr gehört, und plötzlich ist sie überall. Oder dieser Franzose mit seinem SS-Roman.
Ich möchte ja nicht zuviel verraten, aber mein Roman ist mindestens so aufsehenserregend.

Mir ist schon klar, dass haufenweise schlechte Manuskripte auf den Tischen der Lektoren landen. Wen interessiert schon die 750. Variante von HdR? Niemanden! Wen interessiert schon der 5000. Arztroman? Niemanden! Wen interessiert schon der Vatikan und die Kreuzritter und irgendeine dämliche Verschörung? Niemanden! (mehr)
Oder irgendwelche senilen Kindheitserinnerungen von alten Omis, die langweilig das ländliche Idyll der Vorkriegszeit beschreiben?
Versoffene, geschieden skandinavische Kommisare mit einem gestörten Verhältnis zu ihren Töchtern? Nein danke!
Abstruse, langweilige Regionalkrimis? Hausfrauenliteratur!

Aber um die geht es nicht. Es geht um mein Buch, und das wird ein KNALLER!

Kann es sein, dass ihr euch selbst schon aufgegeben habt?
Warum seid ihr so verbittert?


Mit schriftstellerischem Gruß, A.P

mtg

Re:

von mtg (19.05.2008, 11:44)
A.P hat geschrieben:
Euren Aussagen zufolge ist es nahezu unmöglich, ein Buch zu veröffentlichen.

Das ist wohl der Grund, warum die meisten von uns in diesem Pool bereits mindestens ein Buch veröffentlicht haben oder zumindest dabei sind, es zu tun.

In jeder Literatur-Fernsehsendung werden dauernd neue Schriftsteller vorgestellt, von denen ich bis dahin noch nie zuvor gehört hatte.

Wenn Du sie nicht kennst, heißt das ja nicht automatisch, dass es sie bis dahin nicht gegeben hat...

Oder diese Feuchtgebiete-Tussi. Noch nie zuvor von ihr gehört, und plötzlich ist sie überall.

Hin und wieder Zeitung lesen, dann wäre Dir der Name Charlotte Roche untergekommen.

Wen interessiert schon die 750. Variante von HdR? Niemanden! Wen interessiert schon der 5000. Arztroman? Niemanden! Wen interessiert schon der Vatikan und die Kreuzritter und irgendeine dämliche Verschörung? Niemanden! (mehr)
Oder irgendwelche senilen Kindheitserinnerungen von alten Omis, die langweilig das ländliche Idyll der Vorkriegszeit beschreiben?
Versoffene, geschieden skandinavische Kommisare mit einem gestörten Verhältnis zu ihren Töchtern? Nein danke!
Abstruse, langweilige Regionalkrimis? Hausfrauenliteratur!

Deine Meinung sei Dir unbenommen - aber die Verkaufszahlen sagen etwas anderes.

Es geht um mein Buch, und das wird ein KNALLER!

Dann trau Dich und veröffentliche es im Selbstverlag! Oder hast Du Angst, weil Du dann selbst etwas dafür tun musst?

Kann es sein, dass ihr euch selbst schon aufgegeben habt?
Warum seid ihr so verbittert?

Zwischen Realität und Verbitterung liegt so etwas wie Erfahrung. Und wir haben die schon...

Mit schriftstellerischem Gruß

Was eines Beleges bedarf...

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