An Dichtungen

An Dichtungen

Hommagen

Namyeun Choy, Ingeborg Endres-Häusler, Thomas Frahm, Matthias Jecker, Rolf Menrath, Manfred Peringer, Andrej Peters, René Steininger, Ro Willaschek

Paperback

144 Seiten

ISBN-13: 9783944643465

Verlag: Verlag Rote Zahlen

Erscheinungsdatum: 24.11.2014

Sprache: Deutsch

Farbe: Ja

Bewertung::
0%
11,90 €

inkl. MwSt. / portofrei

sofort verfügbar

Ihr eigenes Buch!

Werden Sie Autor mit BoD und bringen Sie Ihr Buch und E-Book in den Buchhandel.

Mehr erfahren
GRETCHENFRAGEN

Der Germanisten Geisteslicht
strahlt gleißend hell: die Welt darf hoffen!
So vieles wissen wir noch nicht!
So viele Fragen sind noch offen!

Kannte Kafka Glücksgefühle?
War Gottfried Benn in Therapie?
Besaß Joyce eine Pfeffermühle?
Starb Hans Arp an Onanie?

Hatte Hauptmann Angst vor Blitzen?
Fand Friedrich Nietzsche sich zu dick?
Musste Dürrenmatt oft schwitzen?
Liebte Arno Holz Musik?

Fürchtete sich Zweig bei Nacht?
War Lasker-Schüler sexbesessen?
Hat George je gelacht?
Rülpste Rilke nach dem Essen?

Konnt die Bachmann Grießbrei kochen?
Glaubte Frisch ans große Glück?
Hat Miller aus dem Mund gerochen?
Ist Scheuermann ein starkes Stück?

Trug Trakl Seidenunterhosen?
Wird Kracht wohl irgendwann mal fett?
Wieviel wiegt eigentlich Frank Goosen?
Betet Jelinek im Bett?

Hatte Büchner Hühneraugen?
Mochte Flaischlen Eis am Stiel?
Warum schrieb Thomas Mann den Taugen~
ichts únd wiesó schrieb ér so víel?

Hatte Heinrich Heine Läuse?
Beherrschte Brecht den Walzerschritt?
Sah Boldt besoffen weiße Mäuse?
Wie hielt sich Hoffmannswaldau fit?

Muss man die Feuchtgebiete lesen?
Macht Kafkas Hungerkünstler dick?
Ist Robinson wohl schwul gewesen?
Was brach dem Kohlhaas das Genick?

Warum schrieb Hesse oft so kläglich?
Waren Schillers Locken echt?
Wusch Walter Benjamin sich täglich?
Wie pedantisch war Bert Brecht?

War Arthur Miller heimlich schwul?
Ist Botho Strauß latent narzisstisch?
War Heiner Müller somnambul?
Ist Dursi Grünbein solipsistisch?

Zählte Benn beim Schreiben Silben?
Trank Tolstoi gerne Lebertran?
Hasste Horvath Hausstaubmilben?
War Droste-Hülshoff nymphoman?

War Charles Bukowski heimlich reich?
Warum war Jünger nicht senil?
Wen liebte Kleist denn nochmal gleich?
War Kurt Tucholsky nekrophil?

Wo sind nun Antworten zu finden?
Wer löscht das Brennen dieser Fragen?
Die Germanisten krümmen, winden
sich, rätseln ratlos – und verzagen …

(Ingeborg Endres-Häusler)
Namyeun Choy

Namyeun Choy

Namyeun Choy: 1952 in Seoul geboren, mitten in den schlimmsten Kampfhandlungen. Ihre Eltern flüchteten und kämpften unter unsagbaren Leiden um das Überleben der Familie. Mit 19 ging sie nach Deutschland und arbeitete fast 40 Jahre lang als Krankenschwester. Vor allem die koreanische Musik pflegt und hegt sie und spielt in der Gruppe „Dassiragi“ die traditionellen Instrumente Buk und Kayagum.

Ingeborg Endres-Häusler

Ingeborg Endres-Häusler

Aufgewachsen in Süddeutschland, Studium in München, wo sie bis heute lebt und arbeitet.

Thomas Frahm

Thomas Frahm

1961 geboren, lebt als Autor und als Übersetzer aus dem Bulgarischen in Sofia und Duisburg. Artikel und Beiträge für Zeitungen und Radiosender. Essays, Kurzgeschichten, Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften.

Matthias Jecker

Matthias Jecker

Rolf Menrath

Rolf Menrath

Manfred Peringer

Manfred Peringer

Manfred Peringer, der Nachrichtentechnik an der FH in Regensburg studierte, wurde in Straubing geboren, wuchs in Perkam auf und lebt heute in Laberweinting.

Andrej Peters

Andrej Peters

ANDREJ PETERS, Lyriker, Erzähler, Kinderbuchautor und Liedermacher, geboren 1958 in Tscheljabinsk-Ural (UdSSR). 1977 Ausreise aus Kirgisien in die Bundesrepublik Deutschland. 1984-1995 Studium der Theologie, Philosophie und Krankenpflege in der Schweiz, Gießen und Frankfurt a. M. 'Master of Divinity'.
Bis 2001 an der Uniklinik Gießen auf einer Leukämie-Intensivstation als Pfleger und Seelsorger tätig. Zuletzt Pastor der Evangelischen Freikir­che Bad Rei­chenhall/Berchtesgaden und diplomierter Gesundheitspfle­ger in der Neurologi­schen Unikli­nik Salzburg.
Auszeichnungen:
'Preis des Lebens' 2005 (internationaler deutschsprachiger Literaturpreis).
Sieger bei 'reader´s round table' im Literaturhaus Salzburg 2009/2011/2014.
Lyrikpreis der Deutschen Autoren aus Russland, 2014.

Buchveröffentlichungen u.a.:
'Atemwege und Speiseröhren', Gedichte, 2005;
'Halleluja Halle­lunein', Lie­der, Segnungen, Gebete in der Bibel, 2010;
'Legion', Literari­sche Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus, 1940-1947, 2012;
'Die Brennnesselschlafwandlerin', Lyrik im Bild, 2012;
'Zer­setzungen', Geschichten, 2013;
'Verteidigung der Gedichte', Lyrik, 2014.

Aufnahmen beim Bayerischen Rundfunk, 'Radio Europa' (WDR, Berlin).
Mitglied Salzburger Autorengruppe (SAG)

René Steininger

René Steininger

René Steininger

Geboren am 30 Mai 1970 Paris. Kindheit in Prag und Helsinki. 1988 französisches Baccalaureat in Kuwait.
Aufenthalte in New York und Marokko.
Von 1989 bis 1997 Studium der Philosophie in Wien. Diplomarbeit über Georges Batailles Theorie der Ver­schwendung. Promotion im Frühjahr 1997 mit einer Arbeit über Nietzsche und die französische Postmo­derne.
In der Folge in rund einem Dutzend verschiedener Be­rufe, unter anderem als Sozialarbeiter, Verlagslektor und Übersetzer in Wien und Hamburg tätig.
Zwischen 2000 und 2005 Lektor für deutsche Sprache und Literatur in Bukarest und Bratislava.

Ro Willaschek

Ro Willaschek

RO WILLASCHEK
Kunstmacher und Dichter, geb. 1946 in Potsdam. Aus erster Ehe drei Kinder. Ausbildung zum Repro­duktions-Fotografen. Studium der Freien Kunst an der FhS in Köln bei den Professo­ren Alfred Will und Pravoslav Sovak, begleitender Dozent: Jürgen Klau­ke. Den Lebensunterhalt bestritt Willaschek als Re­profotograf, Fotograf, Grafiker, Illustrator/ Karikatu­rist und Pädagoge in Köln, Berlin und Siegburg und leitete 25 Jahre lang im Rhein-Sieg-Kreis den Fach­bereich Kunst & Literatur in einem Weiterbildungs­institut. Zahlreiche Ausstellungen, Lesun­gen, Per­formances, Veröffentlichungen, Filme, Aktionen. Er lebt in zweiter Ehe mit der ebenfalls dichtenden und musizie­renden Koreanerin Choy Namyeun.
Mit 14 schrieb RO Willaschek sein erstes Gedicht. Als 17jähri­ger lernte er in Köln den afrikanischen Schriftsteller und Filme­macher Gaston Bart-Williams kennen, mit dem er bis zu dessen tragischen Unfall-Tod 1990 befreundet war. Bart-Williams war – was die Dichtung betraf – sein wohl kritischster und auch einflussreichster Lehrer. Literarisch betätigte sich Willaschek bis 2010 – neben gelegentlichen Artikeln über Kunst und Künstler – fast ausschließ­lich auf dem Gebiet der Dichtung. Neben der Zeichnung und der Malerei experimentiert Willaschek solo und in der Gruppe (Tzara II) auf musikalischem Gebiet (Klavier, Gitarre und Kornett). Vereinzelt begleitet er sich jazz-improvisierend bei Lesungen eigener Gedichte auf dem Klavier. Auf fotografischem Gebiet, das er bis zum Umbruch durch die Digitalisierung intensiv bediente, interessierte ihn ausschließlich die Verfremdung, und er entwickelte durch chemische Manipulationen die »Gemalte Fotografie«.

Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.

Eigene Bewertung schreiben
Bitte melden Sie sich hier an, um eine Bewertung abzugeben.