anhaltender ritus

anhaltender ritus

Liebeslyrik 2013

Nora Gomringer, Franziska Holzheimer, Pauline Füg, Frank Klötgen, Thomas Frahm, Ro Willaschek, Frank Schablewski, Philine Fahl, Rolf Menrath , Michael Domas (Hrsg.)

Paperback

168 Seiten

ISBN-13: 9783944643199

Verlag: Verlag Rote Zahlen

Erscheinungsdatum: 25.11.2013

Sprache: Deutsch

Farbe: Ja

Bewertung::
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Diese Sammlung zeigt die Liebeslyrik des beginnenden 21. Jahrhunderts in einer Breite und Qualität wie keine andere. Die Vielfalt der Autoren und Autorinnen ist erstaunlich: Profis und Anfänger sind dabei, Internationale und Regionale, Slampoeten, Schrift- und Forendichter, Gelegenheitswerker, Monomanen, Formfanatiker und Formjongleure im Alter von 19 bis 72 Jahren. So ganz nebenbei wird auch noch eine Soziologie der zeitgenössischen Liebe geliefert ...

"Der Spott, es gäbe bei der Lyrik mehr Produzenten als Kon­sumenten, klingt zwar plausibel für Dichter und Dichterinnen, die etwas in der Schublade haben, ist aber falsch: In meinem Heimatforum gedichte.com, in dem ich manche der hier ver­sammelten Autoren kennengelernt habe, kommen in den unterschiedlichen Rubriken auf ein Gedicht durchschnittlich vier bis fünf Kommentare und oft hunderte, ja manchmal eini­ge tausend Klicks.
Die meisten Gedichte, nämlich 28 547 (Stand Okt. 2013) fin­den sich in der Rubrik ›Liebe und Romantik‹, und 3 231 unter ›Erotik‹ – da ist die Kommentarquote sogar 7:1!
Bleiben wir also (wenn auch eher ohne ›Romantik‹) bei der schon immer vielbedichteten ›Liebe‹, um der Lyrik im Jahre 2013 zuleibe zu rücken. Deren Zustand ist natürlich kritisch – wie sollte es bei moderner, ernstzunehmender Kunst anders sein? Das aber ficht die meisten ›user‹ in den Foren nicht an. Als hätte es die Brüche und Umbrüche der Moderne nie gege­ben, reimen sie weiterhin ›Herz‹ auf ›Schmerz‹ und besingen die Liebe unverdrossen bukolisch.
Nun hat das Publikum, ob lyrikaffin oder nicht, nun einmal den Wunsch nach Gereimtem. Not und Nachfrage machen deshalb erfinderisch, und so werden alle Verdikte umgangen oder widerlegt, indem artistisch und/oder ironisch alles bisher Dagewesene an End-, Doppel-, Haufen- und Binnenreimen getoppt wird; oder indem einer alten Form, vorzugsweise dem Sonett, etwas Neues, oft Verspieltes oder Selbstbezügliches abgewonnen wird. Für alle diese Lösungen des Reimereiproblems enthält die vor­liegende Anthologie Beispiele, die ihren Zweck erfüllt hät­ten, wenn's am Ende hieße: Gibt es denn überhaupt ein Pro­blem?
Nein, gibt es nicht! – Es gibt nur gute oder schlechte Ge­dichte, und in dieser Antho­logie gibt es nur gute, hoffe ich."
(Michael Domas, Hrsg.)
Nora Gomringer

Nora Gomringer

Nora-Eugenie Gomringer
Deutsche und Schweizerin, Schwester von sieben Brü­dern und Tochter von Nor­trud und Eugen, geboren in Neunkirchen/Saar am 26. 01. 1980, wohnt in Bamberg mit ihrem Freund und leitet seit April 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia. Zahlreiche Preise, Stipendien und Auszeichnungen.

Franziska Holzheimer

Franziska Holzheimer

1988 in Werneck gebo­ren durchlebt Franziska Holzhei­mer ihr Debüt als Spoken Word Poetin 2007 im Scharf­richter Kabarettkeller Passau. Heute lebt sie in Ham­burg und ist eine feste Größe der deutschen Poetry Slam Sze­ne. Franziska Holz­heimer hat studiert (Germa­nistik, Sozio­logie) und abge­schlossen.

Pauline Füg

Pauline Füg

Pauline Füg, 1983 in Leipzig gebo­ren. Lebt in Würzburg und in den 2. Klasse-Abteilen der Deutschen Bahn. Büh­nenpoetin und Lyrikerin.
Mit­glied der Eichstätter Schu­le: großraumdichten, licht­punkt-film, radient, audiovi­sual arts. Gibt Schreibworkshops Poe­try Slam.
Kultur­preis Bayern 2011.

Frank Klötgen

Frank Klötgen

Frank Klötgen,
* 1968 in Essen, lebt in Berlin. Slam-Poet , Netz­literat so­wie seit über 25 Jah­ren und 15 CDs Sän­ger / Tex­ter bei Mari­lyn's Army.
Veröffentlichungen: »Spätwinterhitze« (2004), »Will Kacheln« (2007), »Der Fall Schelling« (2010), »Mehr Kacheln!« (2011), »Kitt!« (2012), »Büdchenzauber und Zechenverse« (2013).

Thomas Frahm

Thomas Frahm

1961 geboren, lebt als Autor und als Übersetzer aus dem Bulgarischen in Sofia und Duisburg. Artikel und Beiträge für Zeitungen und Radiosender. Essays, Kurzgeschichten, Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften.

Ro Willaschek

Ro Willaschek

RO WILLASCHEK
Kunstmacher und Dichter, geb. 1946 in Potsdam. Aus erster Ehe drei Kinder. Ausbildung zum Repro­duktions-Fotografen. Studium der Freien Kunst an der FhS in Köln bei den Professo­ren Alfred Will und Pravoslav Sovak, begleitender Dozent: Jürgen Klau­ke. Den Lebensunterhalt bestritt Willaschek als Re­profotograf, Fotograf, Grafiker, Illustrator/ Karikatu­rist und Pädagoge in Köln, Berlin und Siegburg und leitete 25 Jahre lang im Rhein-Sieg-Kreis den Fach­bereich Kunst & Literatur in einem Weiterbildungs­institut. Zahlreiche Ausstellungen, Lesun­gen, Per­formances, Veröffentlichungen, Filme, Aktionen. Er lebt in zweiter Ehe mit der ebenfalls dichtenden und musizie­renden Koreanerin Choy Namyeun.
Mit 14 schrieb RO Willaschek sein erstes Gedicht. Als 17jähri­ger lernte er in Köln den afrikanischen Schriftsteller und Filme­macher Gaston Bart-Williams kennen, mit dem er bis zu dessen tragischen Unfall-Tod 1990 befreundet war. Bart-Williams war – was die Dichtung betraf – sein wohl kritischster und auch einflussreichster Lehrer. Literarisch betätigte sich Willaschek bis 2010 – neben gelegentlichen Artikeln über Kunst und Künstler – fast ausschließ­lich auf dem Gebiet der Dichtung. Neben der Zeichnung und der Malerei experimentiert Willaschek solo und in der Gruppe (Tzara II) auf musikalischem Gebiet (Klavier, Gitarre und Kornett). Vereinzelt begleitet er sich jazz-improvisierend bei Lesungen eigener Gedichte auf dem Klavier. Auf fotografischem Gebiet, das er bis zum Umbruch durch die Digitalisierung intensiv bediente, interessierte ihn ausschließlich die Verfremdung, und er entwickelte durch chemische Manipulationen die »Gemalte Fotografie«.

Frank Schablewski

Frank Schablewski

Frank Schablewski (*1965 in Han­nover, lebt dort und in Düsseldorf) hat Kunst und Li­teratur studiert, später auch Tanz. Einladungen zu euro­päischen Poesiefestivals in die Türkei, die Schweiz, nach Öster­reich und Deutschland. Veröffent­licht im Rimbaud Verlag, in mehre­re Sprachen übersetzt.Zahl­reiche Auszeichnungen, Preise und Sti­pendien.
rimbaud.de/schablew­ski.html

Philine Fahl

Philine Fahl

Philine Fahl, geb. 02. 09. 1968 in Hannover, lebt bei Köln.
1988-1993: Studium der Malerei an der Muthesius-Hochschu­le Kiel bei Prof. Peter Nagel, Diplom. Seit 1992: zahlreiche Ein­zel-und Grup­penausstellungen im In- und Aus­land.
www.philine-fahl.de

Rolf Menrath

Rolf Menrath

Michael Domas

Michael Domas (Hrsg.)

Michael Domas, aka Schnurrpfeifer, 1950 im Heili­gen Köln gebo­ren, aufgewachsen im noch katholi­scherem Trier. Von der Naturwissenschaft immer wie­der verirrt in die Belletristik, von der Prosa gar in die Lyrik.

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