Auf Nilpferde hört man nicht

Auf Nilpferde hört man nicht

Gedichte-Duell zwischen Tochter und Mutter

Ingrid Ursula Stockmann, Anni Margot Skorupa

Hardcover

440 Seiten

ISBN-13: 9783739209081

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 02.12.2016

Sprache: Deutsch

Farbe: Ja

Bewertung::
0%
26,99 €

inkl. MwSt. / portofrei

sofort verfügbar

Ihr eigenes Buch!

Werden Sie Autor mit BoD und bringen Sie Ihr Buch und E-Book in den Buchhandel.

Mehr erfahren
Dieses Buch vereint Trauer, Witz und Empathie. Dahinter steht eine lebensgeschichtliche Aufarbeitung unglücklicher Ereignisse, schockierender Erlebnisse und politisch beeinflusster Lebensbedingungen. Diese wirkten über Generationen hinderlich. Mit Resilienz ist es möglich, trotzdem vorwärtszukommen und sich nicht durch Hass sowie Verbitterung zerfressen zu lassen. Kommt Talent hinzu, kann auch eine künstlerische und lyrische Aufarbeitung zu einem Kraftquell werden. Das ist Mutter und Tochter gelungen.
Margot Skorupa studierte erfolgreich Medizin bis zum Physikum und glaubte, als Schwangere nicht weiterstudieren zu dürfen. Sie betätigte sich später als Volkskunstschaffende der DDR. Ihr Vater kam kurz vor dem Durchbrechen der Roten Armee durch ungeklärte Umstände in Wellmitz an der Oder ums Leben. Margots Mutter galt seit den letzten Kriegstagen als vermisst. Ihre erste Tochter verunglückte ohne ihr Wissen. Sie pflegte ihr Kind 50 Jahre lang im Haushalt.
Die dritte Tochter, Ingrid Stockmann, studierte Medizin und wurde Nervenärztin sowie Psychotherapeutin. Ihr Wunsch, sich in der ehemaligen DDR als Autorin zu versuchen, geriet bei ihr lange Zeit in Vergessenheit. Mutter Margot schrieb ihr erstes Gedicht mit 11 und ihre Tochter Ingrid mit 7 Jahren. Die beiden Autorinnen möchten auch andere Menschen zum Erwerb "innerer Waffen" gegen das Schicksal ermutigen.
Ob der "Eid des Hippopotamus" die Gier von Menschen eindämmen könnte, wissen nur die "Nilpferde".
Ingrid Ursula Stockmann

Ingrid Ursula Stockmann

Ingrid Ursula Stockmann: Ingrid Ursula Stockmann, Jahrgang 1954, wohnt in Landsberg, arbeitet als promovierte Nervenärztin und Psychotherapeutin in freier Niederlassung in Halle (Saale).
Als sie noch der kleine "Sputnik" war, behauptete ihr Patenonkel, Ingrid hätte eine scharfe Zunge. Im Alter von 18 Jahren meinte ihr geschätzter Deutschlehrer der EOS (heute Thomas­-Müntzer-Gymnasium), er fände es sehr schade, dass sie Medizin und nicht Literatur studieren wolle.
Es ist ja bekannt, worauf es in der 1. Lebenshälfte vor allem ankommt, nämlich auf den Aufbau der sog. Persona: Partnerschaft, Kinder, Beruf.
Aber eines Tages erinnerte sie sich: "Da war doch noch etwas." Als sie hörte, dass ihre Cousine Anke Voigt ihr 1. Buch schrieb, gab es für Ingrid U. Stockmann kein Halten mehr. Ihr 1. Buch "Wenn Verwandte über das Leben und die Liebe s(p)innen" wurde im Dezember 2011 veröffentlicht.

Anni Margot Skorupa

Anni Margot Skorupa

Anni Margot Skorupa, geb. Jäger
- 1928 in Tangermünde an der Elbe geboren
- 1943 wegen Inhaftierung ihrer Mutter durch die Gestapo vorzeitig beendetes Pflichtjahr
- 01.04.1944 Kaufmännische Ausbildung, Optikwerke Wernicke & Co., Hagenstr. 1, Rathenow, bis zur Zerstörung der Werke im Mai 1945
- Anschließend 1945 Arbeit bei der Demontage im IG-Farben-Werk, Premnitz, dann in der Zuckerraffinerie, Tangermünde
- 1945/46 Fortsetzung der Berufsausbildung in Tangermünde, Anerkennung des 1. Lehrjahres, gleichzeitige Belegung der Mittel- und Oberstufe in der Berufsschule, begonnene Ausbildung zur Buch- und Steuerprüferin
- 01.04.1946 Unterbrechung der Lehre kurz vor dem Abschluss aus Armutsgründen, Arbeit in der KPD-Geschäftsstelle in Tangermünde, 4 Monate im Büro und 5 Monate als Privatsekretärin des damaligen Vorsitzenden, jedoch Nichteinhaltung der Lohnzahlungsvereinbarungen
- 1947 Arbeit (kurzzeitig) in der Schokoladenfabrik, Tangermünde, fristlose Kündigung wegen Diebstahls einer Praline für ihren jüngsten Bruder
- 1947 nach der Entlassung sofortige Arbeitsvermittlung, Arbeit im Brückenbauamt, Rosa-Luxemburg-Str. und Bleichenberg (Büro), Tangermünde
- 1947 bis 1949 Studium der Humanmedizin an der MLU Halle-Wittenberg, 4 Semester, Gravidität, finanzielle Notlage
- 1949 Kaufmännische Angestellte bei der Landesregierung Sachsen-Anhalt, Ministerium der Finanzen, bis zum Umzug des Ministeriums von Halle nach Berlin
- 1950 Elly Angelika geboren
- 1951/52 Arbeit bei der Landesfinanzdirektion in Merseburg
- 01.05.1952 Deutsche Handelszentrale, Gummi und Asbest, Niemeyerstr., Halle,
- 1952 Krankheit und Gravidität, Schonplatz in der Deutschen Handelszentrale, Preiskalkulation, Ankerstr., Halle
- 1953 Margit Sofie geboren
- 1954 Ingrid Ursula geboren
- Fehlgeschlagene Versuche, die Ostern 1954 schwerwiegend psychisch erkrankte Angelika in einer Tagesbetreuung unterzubringen
- 1962 Vertretung als Zeichenlehrerin an der POS Kröllwitz, Halle,
- 01.10.1970 bis 31.12.1976 Mitglied des Deutschen Kulturbundes, (DKB), Grundorganisation Bildende Kunst, zusammen mit Margit und Ingrid, dort Freundschaft mit dem Maler Kurt Marholz
- Volkskunstschaffende der DDR, rege Beteiligungen an Ausstellungen (Moritzburg, Marktschlösschen, Zoo, Organisation: Puschkinhaus)
- 1954 bis 2005 ununterbrochene häusliche Pflege der psychisch schwer behinderten, schulbildungsunfähigen Tochter Angelika

Es sind momentan noch keine Pressestimmen vorhanden.

Eigene Bewertung schreiben
Bitte melden Sie sich hier an, um eine Bewertung abzugeben.