Commissario Carabello

Commissario Carabello

Tod einer Hochstaplerin

Alessandro Nonno , Peter Nohynek (Hrsg.)

ePUB

5,7 MB

DRM: kein Kopierschutz

ISBN-13: 9783750418745

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 28.11.2019

Sprache: Deutsch

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In der Kanzlei des berühmten Berliner Rechtsanwalts und Strafverteidigers Wolfgang Wochinz, genannt WoWo, der auch eine Kanzlei in Rom unterhielt, residierte die junge und schöne Sekretärin Ludmilla Santoz, als Frau Doktor Ludmilla. So wurde sie von den Klienten respektvoll genannt. Ludmilla Santoz war militärisch streng, obwohl sie erst Anfang dreißig und sogar besonders attraktiv war. In Wahrheit hieß sie gar nicht Santoz sondern Ostrovsky, so stand es auch in ihrem Pass. Sie nannte sich jedoch Santoz, weil sie einmal mit einem Artisten vom rumänischen Zirkus ein Verhältnis hatte, dem zwei Kinder entsprungen sind. Verheiratet war sie mit dem Santoz nicht, so hieß der rumänische Artist, ein Messerwerfer, seinen Namen verwendete sie aber weil ihr das von Vorteil schien. Auch der Artist hieß nicht Santoz sondern Popescu, aber er fand Santoz besonders gut zu einem Messerwerfer passend. Frau Doktor Ludmilla war schlank, blond, sexy, streng, zurechtweisend und manchmal sogar charmant. Und zwar dann und nur dann, wenn es sich um besonders reiche Klienten handelte. Zu den einfachen Verbrechern, den Räuber, Mördern, Kindsverderbern und Betrügern war sie streng. Jeder der Klienten musste Frau Doktor zu ihr sagen, obwohl Frau Doktor niemals eine Hochschule von innen gesehen, geschweige denn studiert hatte. Die Reichen aber durften sie gar Frau Doktor Lilly nennen.
Lilly war nicht aus besseren oder auch nur soliden Verhältnissen, nein, sie war ein Straßenkind aus Rumänien, irgendwo in Siebenbürgen, weshalb sie neben rumänisch und italienisch auch Deutsch konnte - und beides sogar ausgezeichnet - was ihr später den Posten beim Berliner Anwalt einbrachte, denn Wochinz konnte Sie somit in Berlin, wie auch in Rom einsetzen. Außerdem machte sie auf jeder-mann den Eindruck höherer Bildung. Wochinz war ein alter Fuchs, weit über siebzig, mit einer Schwäche für attraktive Sekretärinnen, überhaupt für solche aus dem Ausland. Er hatte schon eine Mexikanerin, eine Polin, eine Russin, eine Mazedonierin, eine Griechin und eine Marokkanerin, doch nach jeweils nur wenige Monaten quittierten die Damen bereits wieder den Dienst, weil der alte Wochinz seine Hände überall hatte, nur nicht an seinen Gesetzbüchern, sondern vornehmlich an den Kurven seiner Sekretärinnen.
Nur bei Ludmilla Santoz wagte er sich nicht heran, zu streng waren ihre Augen, zu militärisch ihr Auftreten. Doch Wochinz lauerte auf seine Gelegenheit und die würde kommen, so war er sich sicher.
Alessandro Nonno

Alessandro Nonno

Der Autor lebt abwechselnd in Italien und in Österreich. Seine spannenden Krimis voll Liebe, Tod, Leidenschaft und Eifersucht spielen größtenteils in Rom, aber auch in anderen Regionen sowohl Italiens, als auch Europas und in Übersee.
Sein junger Commissario Celestino Carabello (CCC) und sein Questore, der schlaue Dottore Pizzo, der mit allen Wassern gewaschen ist, begeben sich auf große Abenteuer voller überraschender Wendungen. Dabei begleiten sie Liebe, Tod und Eifersucht, sowohl in ihren Fällen als auch privat. Bis Ende 2020 werden insgesamt 17 Rom-Krimis veröffentlicht.
Die Romane sind an Spannung und in den Beschreibungen von Liebe und Leidenschaft nicht zu überbieten. Leicht zu lesen und doch große Literatur. Nehmen Sie als Beispiel nur diesen einen Satz: Er ging ans Grab seiner Frau und entschuldigte sich, dass er sie ermordet hatte.

Peter Nohynek

Peter Nohynek (Hrsg.)

Herausgeber aller Rom-Krimis von Alessandro Nonno ist Peter Nohynek. Insgesamt sind bereits 17 Rom-Krimis in Vorbereitung. Der Letzte ist erst am 11.11. begonnen worden. Hier ein kurzer Textauszug:
Mord unter Engeln
Die Geschichte eines betrunkenen Professors

Rom-Krimi 17


1

Ein letztes Mal an diesem Tag beschwor der Professor für Geschichte der Neuzeit seine Studenten, sich ein Beispiel an den bedeutenden Persönlichkeiten der Vergangenheit zu nehmen. Nicht an denen des römischen Reichs, sondern an Napoleon. >Morgen schon werden alle Zeitungen davon berichten, dass ein Mann, verkleidet als der große Feldherr, sich von der Engelsburg in den Tiber gestürzt hat, mit dem abgesägten Kopf einer Studentin in der einen Hand und einer blutverschmierte Säge in der anderen!<
Das Auditorium wieherte vor Lachen. Jede Vorlesung hatte der eigenwillige Professor höheren Alters mit einem aufwühlenden Appell beendet, mit dem er seine Hörer unter Androhung seines Selbstmordes zum Lernen an einem bestimmten Thema verpflichten wollte, andernfalls er sich als Lehrer gescheitert fühle und sich also das Leben nehmen müsse.
Der Professor war einiges über sechzig und lebte nach bekannter Art mit einer seiner Studentinnen zusammen, die grade einmal vierundzwanzig Jahre alt war. Einige Bücher hatten sie sogar gemeinsam veröffentlicht, doch Gilda, so hieß die Studentin, gebürtig aus Neapel, wollte mehr, sie wollte ein Kind vom berühmten Professor. Er jedoch fragte sich nicht, ob er eines mit ihr wollte, er fragte sich nur, wie er eines machen könne, war er doch bereits seit Jahren impotent. Trotzdem war Gilda bei ihm geblieben, seines überaus intellektuellen Geistes wegen, der sie regelrecht in die höchste Lust brachte. Sosehr, dass der Professor sich größte Mühe gab, sie bei sich zu halten und den Rest ihrer fleischlichen Begierde mit allerlei Fertigkeiten und Werkzeugen besorgte, bis Gilda dies eines Tages zu gering an der Natur der Frau war und sie sich einen Studenten nachhause mitbrachte, der den letzten Weg der fleischlichen Lust anstelle des Professors mit ihr gehen sollte, allerdings vor seinen Augen, denn sie liebte ihn auf ihre Weise. Der Student wäre nur anstelle des Werkzeuges mitgebracht worden, so erklärte sie dem Alten Er würde auch ganz still bleiben und sich nach vollbrachter Tat unverzüglich zurückziehen, sodass sie sich danach schnurrend an ihn, den Professor, drücken und friedvoll mit ihm unter der Decke einschlafen könne, während er ihr Geschichten erzähle.

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