Das Ich und seine Taktiken

Das Ich und seine Taktiken

Bestseller

Selbstgespräche

Karl Renz

Paperback

456 Seiten

ISBN-13: 9783752857795

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 10.10.2018

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

Bewertung::
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Bei dem Buch handelt es sich um ausgewählte Talks von Karl Renz in der Zeit von 2003 bis 2010. Mit unnachahmlichem Witz bei gleichzeitig durchdringender Klarheit weist Karl Renz auf das Unsagbare hin, spricht über Advaita: "Nicht-Zwei", und deckt dabei, neben anderem, die vielfältigen Taktiken des Ich auf.

Karl: "Nein, nicht der Getrenntheit, sondern dass es da nichts Zweites gibt: des Alleinseins. Dann stellt man sich etwas Zweites vor, damit man ein Trostpflaster bekommt. Das ist schon ganz schön traurig, oder? Da, wo Gott sich kennt, baut er sich möglicherweise seine eigene Hölle? Ein kennender Gott ist schon einer in Nichtkenntnis-Seiender. Da, wo es einen kennenden Gott gibt, da gibt es schon zwei Götter. Da ist er sich selbst sein eigener Gott in seiner eigenen Selbstverliebtheit. Zwei Selbste. Ein Selbst, das das Selbst liebt. Dann schafft er sich hier seinen ganzen scheiß leidenschaftlichen Liebeszauber. Da steckt Leidenschaft drin. Da schafft er sich sein eigenes Leid, in seiner eigenen Verliebtheit. Dann möchte er aus seiner eigenen Liebe raus, weil er angefangen hat, zu hassen, dass er sich liebt: 'Jetzt raus aus meiner Liebe! Weg hier! Wenn ich mich erwische!' Dann wird er Derwisch, dann verdreht er sich. Links gedrehter, rechts gedrehter Derwisch. Dreht sich rein und dreht sich raus. Es ist ein dummes Spiel. Aber man spielt halt einfach. Man hat ja keinen Mitspieler. Man muss ja ständig mit sich selber spielen, ständig. Es gibt gar keinen anderen. Dann spielt man Verstecken vor sich selbst. Irgendwann glaubt man das sogar, ist so hypnotisiert von seinem eigenen Verstecken: 'Ich mach die Augen zu. Mich gibt es heute nicht. Ich bin weg', dann: 'Oh, da hat mir irgendwas die Augen geöffnet und dann wusste ich, ich war gar nicht weg.' Man verarscht sich ständig. Man hat ja keinen anderen, den man verarschen kann."
Karl Renz

Karl Renz

Karl Renz, eigentlich Renzihausen: von "Rennen, Ziehen, Hausen", wie er mal sagte, wurde 1953 als Bauernsohn im Weserbergland, Deutschland geboren. Seit 1980 lebt er als Musiker und Maler in Berlin; längere Zeit weilte er in Australien. Nach der Realisation, nie geboren zu sein, entwickelte sich seine Talk-Tätigkeit, die er Selbstgespräche nennt. "In der absoluten Akzeptanz dessen, was ist, hörte die Zeit auf. Es blieb das Wissen, dass das, was ich bin, vor der Zeit ist." Karl Renz reist seit vielen Jahren um die Welt, um Talks zu halten, so in mehreren europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika, Thailand, Australien, Indien, Tibet.

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