Das Zeitalter der Glaubensspaltung

Das Zeitalter der Glaubensspaltung

Deutsche Geschichte Band 2

Ricarda Huch

Hardcover

496 Seiten

ISBN-13: 9783947618255

Verlag: Boer

Erscheinungsdatum: 12.07.2018

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

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Ricarda Huch erzählt das Zeitalter der Glaubensspaltung als eine Geschichte der Ideen sowie der Strukturen von Macht, Religion und gesellschaftlichen Lebens. Die Fackeln der Fakten und Daten leuchten nur als Wegweiser auf dem Weg der historischen Entwicklung.
Ihre spezifische Art der Darstellung betont die menschlichen Schwächen und Stärken, zeigt Männer und Frauen im Kontext historischer Zwänge und freier Entscheidungen; ein Buch von emanzipatorischer Stärke, das bis heute von Fachhistorikern unteschätzt wird. Golo Mann erkor sich diese kluge Frau als Vorbild und schrieb danach sein Buch über Wallenstein und den Dreißigjährigen Krieg. Ricarda Huch schreibt Geschichte, die der Leser versteht, für Menschen und Bürger, die ihre Vergangenheit als Tradition und Bereicherung ansehen und pflegen.

Inhalt
Einleitung : Der Zusammenbruch der mittelalterlichen Weltanschauung| Der Zustand des Reiches im 15. Jahrhundert | Drei Freunde | Der Streit um das Bistum Brixen | Humanisten und Mönche | Reuchlin und die Dunkelmännerbriefe | Die Reichsreform | Die Kirchenreform | Kultur | Ritter | Luther | Die Thesen | Von Heidelberg bis Leipzig | Die Kaiserwahl | Hutten und Luther | Worms | Der Prophet | Neue Kirche | Luther und Erasmus | Sickingens und Huttens Ende | Der Bauernkrieg | Pavia | Der Abendmahlsstreit | Die Wiedertäufer | Frauen | Anfechtungen | Einigungsversuche | Die Befreiung des Adlers | Der Schmalkaldische Krieg | Der Augsburger Religionsfrieden | Tod | Aufschwung der katholischen Kirche | Calvin und der Abfall der Niederlande | Geldwirtschaft | Faust | Hexenverfolgungen | Der Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges | Der Krieg im Reich | Das große Sterben | Der Westfälische Frieden | Toleranz | Wissenschaft | Österreich | Im Norden | Ausklang
Ricarda Huch

Ricarda Huch

Ricarda Huch (1864-1947) entstammte einer Kaufmannsfamilie und wuchs in Braunschweig auf. 1886 ging sie nach Zürich, wo sie das Abitur nachholte und Geschichte, Philologie sowie Philosophie studierte. 1892 wurde sie als eine der ersten deutschen Frauen überhaupt an der philosophischen Fakultät der Universität Zürich promoviert. Huch arbeitete zunächst als Bibliothekarin und als Lehrerin in Zürich und Bremen. Ab 1897 lebte sie in Wien, wo sie 1898 den Zahnarzt Ermanno Ceconi heiratete. Ihm folgte sie 1898-1900 in seine Heimatstadt Triest, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte. In dieser Zeit erarbeitete sie die Geschichte der italienischen Einigung (Risorgimento) unter der Führung von Giuseppe Garibaldi. Lange lebte sie (1912-1916, 1918-1927) in München , wo viele wichtige Bücher entstanden, wie etwa die Biographie »Michael Bakunin« und die Anarchie (1923). Die Zeit von 1935 bis 1947, in der sie mit ihrer Tochter und ihrem zweiten Ehemann Franz Böhm in Jena lebte, lässt sich bis zum Kriegsende als innere Emigration beschreiben. Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihre monumentale deutsche Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit. Huch nahm an den vielfältigen Reformbewegungen der Weimarer Republik Anteil und publizierte unter anderem in der Zeitschrift »Die Neue Generation«. 1924 wurde sie Ehrenbürgerin Münchens; 1931 erhielt sie den Goethepreis der Stadt Frankfurt, 1944 den Wilhelm-Raabe-Preis und 1946 die Ehrendoktorwürde der Universität Jena.

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