Der Translator an Schnittstellen im mehrsprachigen Handlungs- und Spannungsfeld der interkulturellen Kommunikation

Der Translator an Schnittstellen im mehrsprachigen Handlungs- und Spannungsfeld der interkulturellen Kommunikation

Andrea Kyi-Drago

Hardcover

312 Seiten

ISBN-13: 9783741296574

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 01.11.2016

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

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Wer ist der Übersetzer? Worin bestehen seine Aufgaben? Was wird von ihm erwartet? Der Übersetzer vermittelt zwischen Menschen, die nicht dieselbe Sprache sprechen, er vermittelt zwischen Sprachen und Kulturen. Dabei befindet er sich an ständig wechselnden Schnittstellen: zwischen Autor, Auftraggeber, zielsprachlichem Leser, zwischen unterschiedlichen, ja sich gegenseitig oft ausschließenden Übersetzungstheorien. Übersetzen ist ein komplexer Entscheidungsprozess zwischen den Polen von theoretisch gesicherten Erkenntnissen und Vorgaben und der Intuition und Kreativität des Übersetzers, die Übersetzen zu einer Kunst machen.
Wie soll er übersetzen? Wörtlich? Frei? Äquivalent? Adäquat?
Auf alle Fälle schnell, gut, billig und vor allem unauffällig! Der beste Translator ist der, den man nicht sieht', so heißt es oft.
Ziel des Buches ist es, das Berufsbild des Translators zu verbessern. Es ermöglicht eine neue Perspektive auf die Modelle und Theorien der Translation und eine Weiterentwicklung des Translationsprozesses, indem es aufzeigt, wie die vielfach bestehende Kluft zwischen Translationstheorien und translatorischer Praxis überbrückt werden kann.
Die Autorin erforscht Fragen der beruflichen Identität und der Stellung des Translators im Handlungsfeld der Translation. Sie gewinnt Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen der Komplexität des Handlungsfelds der Translation und der Entstehung innerer Konflikte des Translators und untersucht diese konfliktuelle Situation.
Andrea Kyi-Drago stellt die Hypothese auf, dass solche translator-internen Konflikte durch Mediation bearbeitet werden können. Dabei greift die Dipl.-Übersetzerin und Mediatorin (M.M.) auf die Grundprinzipien des Mediationsverfahrens zurück und setzt Translation und Mediation zueinander in Beziehung. So wird das Potenzial der Mediation deutlich, die Selbstwahrnehmung des Translators zu stärken. Beispiele aus Beobachtungen und aus 30 Jahren praktischer Berufserfahrung der Autorin als professionelle Übersetzerin unterstützen die theoretischen Betrachtungen. Durch den Vorschlag der Integration mediativer Elemente in den Translationsprozess stellt das Buch eine Möglichkeit einer erweiterten Anwendung von Mediation vor, gleichzeitig liefert es ein hohes Potenzial für die translatorische Berufspraxis.
Andrea Kyi-Drago

Andrea Kyi-Drago

1986 Abschluss des Studiums als Dipl.-Übersetzerin für Englisch und Spanisch an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Fachbereich Angewandte Sprachwissenschaft FAS (heute FTSK) in Germersheim
2014 Abschluss des Weiterbildenden Studiengangs Master of Mediation an der FernUniversität Hagen
Promotion im September 2016 an der PH Karlsruhe (in enger Verbindung zur Universität Koblenz-Landau) mit der vorliegenden Arbeit über translator-interne Konflikte und die Möglichkeit deren Bearbeitung durch die Integration mediativer Elemente in den Translationsprozess.
In diesem Buch vereint die Autorin in einer strukturierten, theoriegesteuerten Literaturanalyse aus den Bereichen der Translation und der Mediation ihre jahrzehntelange Neugier an wissenschaftlichen Erkenntnissen mit ihren spannenden und gleichzeitig oft 'leidvollen' Beobachtungen und Erfahrungen aus 30 Jahren Berufserfahrung als Dipl.-Übersetzerin.
Mit dem Buch verfolgt sie das Ziel, für die Modelle und Theorien der Translation eine neue Anerkennung zu schaffen, um eine oft beobachtete Theorieresistenz der praktizierenden Übersetzer in eine Nutzbarmachung von Translationstheorien für den Translator umzuwandeln. Durch die Integration mediativer Elemente in den Translationsprozess soll dem Übersetzer eine Möglichkeit zur Bearbeitung seiner vielfältigen konfliktuellen Schnittstellenposition zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist es, Selbst- und Fremdwahrnehmung des Übersetzers zu stärken, um so eine nachhaltige Verbesserung des Berufsbilds des Translators zu erreichen.

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