Die neue historische Methode

Die neue historische Methode

Georg von Below

Hardcover

96 Seiten

ISBN-13: 978-3-9466-1941-3

Verlag: Boer

Erscheinungsdatum: 15.05.2017

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

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Ein Historikerstreit, der schon im 19. Jahrhundert stattfand.

»Nach unserer Meinung ist Lamprechts System ganz und gar verschroben. Es sind in ihm freilich mehrere Seiten zu unterscheiden. Zunächst ist es der alte Kampf der naturwissenschaftlichen Auffassung gegen die Selbständigkeit der Geschichtswissenschaft, den er führt und dem gewisse Zeitrichtungen sehr zu statten kommen. Er führt ihn in überaus ungeschickter Form; sie wird im Erfolg nur zur Diskreditierung der von ihm vertretenen Sache beitragen; Trivialität und Oberflächlichkeit sind die Stützen des Baues, den er errichtet hat. Sodann sucht er uns über den Gang der neueren deutschen Historiographie zu belehren. Das von ihm gezeichnete Bild, das seiner Gestalt als Folie dienen soll, beruht auf vollkommener und grober Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse.« (v. Below)

Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe München und Leipzig 1898, die als Separatdruck aus Bd. 81 der Historischen Zeitschrift im R. Oldenbourg Verlag erschienen ist. Den Text Belows wie auch die von ihm verwendeten Zitate haben wir auf der Grundlage der alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert, um das Verständnis und die Lesbarkeit des Textes für den heutigen Nutzer zu verbessern. Lediglich die originalen Buch- und Zeitschriftentitel wurden unverändert gelassen. Offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

Inhalt
Einleitung: Lamprechts System
I. Der Begriff der Entwicklung
II. Rankes Ideen
III. Freiheit und Notwendigkeit
IV. Die Frage der gesetzmäßigen Entwicklung im allgemeinen
V. Lamprechts Deutsche Geschichte
VI. Der von Lamprecht durchgeführte Schematismus der Kulturzeitalter | Seine materialistische Anschauung
VII. Resultate
Georg von Below

Georg von Below

Georg von Below (1858-1927) war ein bedeutender deutscher Historiker. In Bonn studierte er u.a. bei dem Mediävisten M. Ritter, bei dem er 1883 promovierte. 1886 wurde er habilitiert und erhielt eine außerordentliche Professur in Königsberg. 1891 wurde er ordentlicher Professor für Mittlere und Neuere Geschichte in Münster. Es folgten Berufungen nach Marburg (1897), Tübingen (1901) und schließlich 1905 nach Freiburg im Breisgau, wo er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1924 lehrte. Er war Mitglied der Bayerischen, der Heidelberger, der Wiener und der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Als Herausgeber leitete er seit 1903 die Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, seit 1910 als Mitherausgeber die Historische Zeitschrift. Georg von Below zählte zu den profiliertesten und streitbarsten konservativen Historikern seiner Zeit und spielte besonders in der Debatte um den kulturwissenschaftlichen Ansatz von Karl Lamprecht eine wichtige Rolle. Seine Überzeugung, dass der starke Nationalstaat das wünschenswerte Ziel der Geschichte sei, weil allein er die »Wohlfahrt seiner Untertanen« sichern könne, führte Below zu einer dezidiert wertenden Geschichtsschreibung. [Quelle: Wikipedia]

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