Die Schande

Die Schande

Gedichte eines dienstpflichtigen Soldaten aus der Mordsaison 1914-1918

Oskar Kanehl , Günther Holzhöfer (Hrsg.), Christoph Holzhöfer (Hrsg.), Ann-Kathrin Menke-Holzhöfer (Hrsg.), Leonhard Holzhöfer (Hrsg.)

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DRM: hartes DRM

ISBN-13: 9783739272276

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 04.06.2015

Sprache: Deutsch

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Diese Gedichte, in den Schützengräben des 1. Weltkriegs geschrieben, zählen zu den wichtigsten & ergreifendsten Texten gegen den Krieg.

"Soldaten! Alle! / Entblößt Eure Narben auf den Marktplätzen. / Reißt Eure Wunden auf. / Hebt Eure Krücken, Kriegskrüppel, in den belebtesten Gassen. / Kriegsblinde, Eure leeren Augenhöhlen. / Kriegskranke, zeigt Eure Schwären öffentlich. / Eure Hungerleiber, Heimkrieger. / Bräute, Witwen, Mütter, / Tragt Eure Tränen aus Euren Kammern in die lauten Städte. / Haltet sie sichtbar hoch, Eure verwaisten Kinder. / Liebe zum Vaterland? / Antwortet den höllischen Versuchern mit der ganzen Wahrheit: / Öffnet Euch, Erde und Meergrund. / All Ihr Hingemetzelten, Zerrissenen, Vergifteten, Vermissten, Gefangenen: / Steigt quälend auf. / Ein warnendes Gewissen unserem wachen Tag. / Ein drückender Alp unseren Nachtträumen. / Vaterland ist ein tönendes Erz. / Und der Tod fürs Vaterland eine klingende Schelle. / Und Ihr, all Ihr in Tränen und Elend Überlebenden. / Bekennt: / Lieben werden wir Eure Feinde. / Ihr wollt uns dafür erschießen? ..."
Aus "An Alle"

Die Schande

Gedichte eines dienstpflichtigen Soldaten
aus der Mordsaison 1914-1918

Der Text folgt dem Text der Erstausgabe:

Die Aktions-Lyrik [Bd. 7]
Hg. von Franz Pfemfert
Berlin-Wilmersdorf: Verlag Die Aktion, 1922
Oskar Kanehl

Oskar Kanehl

Oskar Kanehl (* 5. Oktober 1888 in Berlin; † 28. Mai 1929 ebenda) war ein deutscher expressionistischer und kommunistischer Dichter, Schriftsteller und Herausgeber.
Kanehl studierte nach dem Abitur Philosophie und Germanistik an der Friedrich-Wilhelm-Universität und in Würzburg. Seine Dissertation wurde jedoch abgelehnt, weshalb er sich ab 1911 an der Universität Greifswald im Fach Germanistik einschrieb, wo er Ende 1912 promovierte. Seine Doktorarbeit mit dem Titel Der junge Goethe im Urtheile des jungen Deutschland erschien 1913.
Nach dem Ende des Studiums zog Kanehl in das Fischerdorf Wieck. Dort gab er 1913 bis 1914 zwölf Nummern seiner kurzlebigen Zeitschrift Wiecker Bote. Akademische Monatsschrift heraus, in der einige wichtige Texte des frühen Expressionismus erschienen, unter anderen von Albert Ehrenstein, Max Herrmann-Neiße und Else Lasker-Schüler, Rudolf Leonhard, Wilhelm Lotz und Richard Oehring Daneben erschienen Texte Kanehls auch in der Zeitschrift Die Aktion.
1914 wurde Kanehl zum Wehrdienst eingezogen. Seine Antikriegsgedichte erschienen während des Ersten Weltkriegs in Franz Pfemferts Aktion und gehörten zu den bedeutendsten ihrer Zeit. Später erschienen sie gesammelt als Buch im Aktions-Verlag. 1919 erschienen sechs Revolutionsaufrufe in der Zeitschrift Die Erde. Nach dem Krieg war Kanehl vorübergehend Mitglied der KPD, danach der KAPD und ab 1921 der AAUE bzw. dem 1926/27 kurzzeitig bestehenden Spartakusbund linkskommunistischer Organisationen.
In der Weimarer Republik war Kanehl unter anderem Regisseur an den Rotter-Bühnen in Berlin und bis zu seinem Tod Mitarbeiter von Franz Pfemferts ″Die Aktion″.
1929 beging Kanehl mit einem Sturz aus dem Fenster seiner Wohnung in der Kantstraße Selbstmord. Sein Grab auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf ist erhalten.
Werke: Steh auf, Prolet! Gedichte, Erfurt, 1920, Die Schande. Gedichte eines dienstpflichtigen Soldaten aus der Mordsaison 1914-1918, Verlag der Aktion, 1922, Die Straße frei, Verlag des Spartakusbundes, 1928. Wiederveröffentlicht: Reutlingen, Trotzdem-Verlag 1979 und 1981 (aus Wikipedia)

Günther Holzhöfer

Günther Holzhöfer (Hrsg.)

Christoph Holzhöfer

Christoph Holzhöfer (Hrsg.)

Christoph Holzhöfer (* 29.12.1960 in Meschede), proletarischer Anarchist, Dichter, Musiker & Herausgeber von anarchistischer & sozialkritischer Literatur

Ann-Kathrin Menke-Holzhöfer

Ann-Kathrin Menke-Holzhöfer (Hrsg.)

Leonhard Holzhöfer

Leonhard Holzhöfer (Hrsg.)

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