Explosiver Vulkanismus im Bereich der Halle-Störung zwischen Halle (Saale) und Leipzig

Explosiver Vulkanismus im Bereich der Halle-Störung zwischen Halle (Saale) und Leipzig

Heike D. Grieswald

ePUB

13,0 MB

DRM: Wasserzeichen

ISBN-13: 9783749482689

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 29.08.2019

Sprache: Deutsch

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Die geologischen Verhältnisse sind in der Umgebung der Halle-Störung in Sachsen-Anhalt durch eine Vielzahl an permokarbonen Extrusiva und Intrusiva sowie resultierenden Molasseablagerungen gekennzeichnet, die durch basischen bis felsischen Magmatismus infolge von Krustenaufschmelzprozessen während der Varistischen Orogenese induziert wurden und im Halle-Vulkanitkomplex vorwiegend als intermediäre, andesitische bis rhyolithische Magmenkörper zu Tage treten.
In der wissenschaftlichen Vergangenheit wurden diese magmatischen Körper vorwiegend nördlich der Halle-Störung erkundet. Es handelt sich dabei um Subintrusiva wie Lakkolithe, Lopolithe, Sills und Dykes sowie weitere subvulkanische Gänge. Zudem ist spätmagmatische, explosive Tätigkeit anhand von Tuffspalten nachgewiesen, deren Tätigkeit sich nördlich der Halle-Störung in Aufschlüssen übertage nachweisen lässt.
Die Tiefbohrung Lochau 7/65 stellt einen derzeit einzigartigen Aufschluss explosiver vulkanischer Tätigkeit im südöstlichen Bereich der Halle-Störung dar. Darin sind kontinuierliche, felsische, phreatomagmatische bis phreatische Ablagerungen mit zwei übergeordneten Eruptionszyklen und 26 untergeordneten Eruptionszyklen mit einer Gesamtmächtigkeit von 153,8 m aufgeschlossen, die zum derzeitigen Wissensstand der paläozoischen Halle-Formation zugeordnet werden.
Die Analyse der Schichtenfolgen wurde an jeder einzeln aushaltbaren Schicht des phreatomagmatisch bis phreatisch eruptierten, vulkanoklastischen Materials durchgeführt. Insgesamt betrifft dies 1258 Schichten. Es wurden Vulkanoklastika mit normaler und umgekehrter Korngradierung von reifen Aschefallablagerungen bis hin zu Surges, phreatomagmatischem Explosionskonglomerat und pyroklastischem Bombentuff mit Lapillis und Bomben, die Einsinktrichter ausbilden, nachgewiesen. Der Unterschied zwischen Rubefikation und Lateritisierung, aber auch Oxidations- und Reduktionsprozesse im Hinblick auf mögliche Paläo-Bodenbildung sowie der Ursprung des guten Rundungsgrades der vulkanischen Lapillis und Bomben in einem fluviatilen Transport über mehrere Kilometer werden diskutiert.
Die starken und rhythmischen Änderungen der Korngrößen, die über die Gesamtmächtigkeit unregelmäßig auftretende Sparitisierung und Einfallswinkel, die sich innerhalb weniger cm signifikant ändern sowie erkennbare Trends der Zu- und Abnahme der Intensität explosiver, vulkanoklastischer Vorgänge werden anhand der maximal ausgeworfenen und abgelagerten Korngrößen dargestellt.
Heike D. Grieswald

Heike D. Grieswald

Diplom-Geologin

Jahrgang 1978

1997 - 2004 Studium Geologie/ Paläontologie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg

2003 - 2019 Vulkanismus im Halle Vulkanitkomplex

2008 - 2019 Spezialtiefbau/ Geotechnik/ Ingenieurgeologie

2009 - 2012 fachliche Leitung Achatsammlung und Lagerstättenkabinett St. Egidien

2009 - 2019 Vereinstätigkeiten Bergbau

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