Gesammelte Schriften Band 1

Gesammelte Schriften Band 1

Eine Quellenedition zum linkskatholischen Nonkonformismus der Adenauer-Ära

Georg D. Heidingsfelder , Peter Bürger (Hrsg.)

Band 5 von 14 in dieser Reihe

ePUB

1,6 MB

DRM: Wasserzeichen

ISBN-13: 9783744859394

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 18.05.2017

Sprache: Deutsch

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Vor einem halben Jahrhundert starb im Sauerland der Publizist Georg D. Heidingsfelder (1899-1967), der während der Adenauer-Ära 1949-1963 als linkskatholischer Nonkonformist und Mitstreiter Reinhold Schneiders in Erscheinung getreten ist. Ein Artikel aus seiner Schreibwerkstatt, veröffentlicht Mitte Juni 1953, zog eine zweimalige Vernehmung bei der Kripo wegen "Staatsgefährdung" und "Beleidigung des Bundeskanzlers" nach sich. Heidingsfelders Kernthemen sind die Soziale Frage, die Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus und der Frieden. Seine Ablehnung von Militarismus, Wiederbewaffnung, Wehrpflicht und Atombombentheologie fällt kompromisslos aus. Zuletzt konnte er fast nur noch in Blättern veröffentlichen, die als "kryptokommunistisch" galten. Die Verweigerung gegenüber der katholischen Einheitsfront führte zu große Anfeindungen im eigenen kirchlichen Milieu. Der brotlos gewordene Schriftsteller versuchte schließlich, als Fabrikarbeiter seine Familie zu ernähren.
Die hier in zwei Bänden vorgelegte Ausgabe der Gesammelten Schriften G. D. Heidingsfelders ist ein Beitrag zum Projekt "Friedenslandschaft Sauerland" und auch eine bedeutsame Quellenedition zur Erforschung des linkskatholischen Widerspruchs während der restaurativen Adenauer-Ära.
Georg D. Heidingsfelder

Georg D. Heidingsfelder

Georg D. Heidingsfelder, geboren am 14. Oktober 1899 in Dinkelsbühl (Mittelfranken), war als lutherischer Christ zum römisch-katholischen Bekenntnis konvertiert. Die früheste publizistische Spur ist ein Dialektbüchlein für den fränkischen Heimatort Ansbach. 1933 Aufgabe der Tätigkeit als Zeitungsredakteur. Nach einer beruflichen Umorientierung ab 1938 Angestellter einer Bauernbank im sauerländischen Meschede. Wegen seines aufklärerischen Engagements in der Pfarrei als Regimegegner bekannt und mit Repressionen belegt (Sperrung des Kindergeldes). Nach 1945 als "Elected Citizien" tätig in der Bildungsarbeit (Soziale Frage, Aufarbeitung des deutschen Faschismus) und Anstellung bei der Katholischen Arbeiterbewegung. In der Adenauer-Ära gehörte Heidingsfelder als Mitstreiter Reinhold Schneiders zu den linkskatholischen Nonkonformisten, die sich der Einheitsfront zugunsten von Restauration, Remilitarisierung und Atombombentheologie widersetzten. Mitgliedschaft in der GVP Gustav Heinemanns, ab 1958 in der SPD. Als Schriftsteller nicht zu Kompromissen bereit und schließlich Broterwerb in zwei Fabriken. Zuletzt Beiträge in der von Heinrich Böll mitbegründeten Zeitschrift "labyrinth". Todesjahr: 1967.

Peter Bürger

Peter Bürger (Hrsg.)

Peter Bürger, geb. 1961 in Eslohe (Sauerland), röm.-kath., Studium der Theologie in Bonn, Paderborn und Tübingen (Abschluss: Diplom), Anstellung in einem Sozialarbeits-Feld, später Krankenpfleger-Examen, anschließend tätig in Krankenhäusern und im psychosozialen Bereich (Begleitung von HIV-positiven Drogengebrauchern). 1999 Initiator eine Ökumenischen Erklärung für die "Rechte von Menschen auf der Straße" (Düsseldorf). Seit 1980 Mitglied der internationalen katholischen Friedensbewegung pax christi, später auch: DFG-VK und Internationaler Versöhnungsbund. Seinen kirchlichen Standort spiegelt das Werk "Die fromme Revolte - Katholiken brechen auf" (2009). Seit 2003 freiberuflicher Autor. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Krieg und Frieden, u.a. "Friedenslandschaft Sauerland" und (als Herausgeber) "Sauerländische Friedensboten" (2016); "Es droht eine schwarze Wolke - Katholische Kirche und Zweiter Weltkrieg" (2017); "Sauerländische Lebenszeugen" (2018). Seine Studien zur massenkulturellen Kriegspropaganda (u.a. "Kino der Angst", "Bildermaschine für den Krieg") sind 2006 mit dem "Bertha-von- Suttner-Preis" ausgezeichnet worden.

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