Poetische Theorie

Poetische Theorie

Reflexionen - Essays - Miszellaneen

Thomas Frahm, Hans-Joachim Griebe, Ro Willaschek

Paperback

156 Seiten

ISBN-13: 9783944643083

Verlag: Verlag Rote Zahlen

Erscheinungsdatum: 01.07.2013

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

Bewertung::
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gleich nach dem aufstehen mit voller kraft in die atemschlingen
gesprungen um den leibwarts lauernden schlaf auszutreiben kalt gewimmert unter der dusche beim kämmen noch schnell nebenbei das eineurolächeln auf die entfärbte fresse gesteckt mit einer thermoskanne voll tee raus in den öden morgen wie immer kein sitzplatz in der s-bahn viel graun bei einem plötzlichen druckabfall bitte die sicherheitsinstruktionen beachten und ziehen sie schnell sich
eine von der decke baumelnde sauerstoffmaske über ihr lausiges
leergelaufenes lächeln und keine sorge das ist eine übung der ernstfall findet nicht statt nächster halt marianengraben da steige ich um in einen anderen
text.
(Ingeborg Endres-Häusler)
Thomas Frahm

Thomas Frahm

1961 geboren, lebt als Autor und als Übersetzer aus dem Bulgarischen in Sofia und Duisburg. Artikel und Beiträge für Zeitungen und Radiosender. Essays, Kurzgeschichten, Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften.

Hans-Joachim Griebe

Hans-Joachim Griebe

Ro Willaschek

Ro Willaschek

RO WILLASCHEK
Kunstmacher und Dichter, geb. 1946 in Potsdam. Aus erster Ehe drei Kinder. Ausbildung zum Repro­duktions-Fotografen. Studium der Freien Kunst an der FhS in Köln bei den Professo­ren Alfred Will und Pravoslav Sovak, begleitender Dozent: Jürgen Klau­ke. Den Lebensunterhalt bestritt Willaschek als Re­profotograf, Fotograf, Grafiker, Illustrator/ Karikatu­rist und Pädagoge in Köln, Berlin und Siegburg und leitete 25 Jahre lang im Rhein-Sieg-Kreis den Fach­bereich Kunst & Literatur in einem Weiterbildungs­institut. Zahlreiche Ausstellungen, Lesun­gen, Per­formances, Veröffentlichungen, Filme, Aktionen. Er lebt in zweiter Ehe mit der ebenfalls dichtenden und musizie­renden Koreanerin Choy Namyeun.
Mit 14 schrieb RO Willaschek sein erstes Gedicht. Als 17jähri­ger lernte er in Köln den afrikanischen Schriftsteller und Filme­macher Gaston Bart-Williams kennen, mit dem er bis zu dessen tragischen Unfall-Tod 1990 befreundet war. Bart-Williams war – was die Dichtung betraf – sein wohl kritischster und auch einflussreichster Lehrer. Literarisch betätigte sich Willaschek bis 2010 – neben gelegentlichen Artikeln über Kunst und Künstler – fast ausschließ­lich auf dem Gebiet der Dichtung. Neben der Zeichnung und der Malerei experimentiert Willaschek solo und in der Gruppe (Tzara II) auf musikalischem Gebiet (Klavier, Gitarre und Kornett). Vereinzelt begleitet er sich jazz-improvisierend bei Lesungen eigener Gedichte auf dem Klavier. Auf fotografischem Gebiet, das er bis zum Umbruch durch die Digitalisierung intensiv bediente, interessierte ihn ausschließlich die Verfremdung, und er entwickelte durch chemische Manipulationen die »Gemalte Fotografie«.

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