Unsere Gewinner des Schreibwettbewerbs „myshortstory“

Unsere Gewinner des Schreibwettbewerbs „myshortstory“

Gemeinsam mit Libri organisierten wir einen spannenden Schreibwettbewerb und stellen unsere drei Gewinner vor.

Aktuelles, Buchideen, Self-Publishing, Vermarktung | Jessica Halermöller

Vom 1. September bis 14. Oktober hatten wir euch aufgefordert, an unserem Schreibwettbewerb „MYSHORTSTORY“ teilzunehmen und Kurzgeschichten einzureichen. Nach über 300 Einreichungen hat sich unsere Jury, bestehend aus Libri, BoD und der Bloggerin und Autorin Jill Noll auf insgesamt 10 Geschichten geeinigt.

Im Anschluss wurden diese Geschichten als eBook in den mehr als 800 Online-Shops der an Libri.Shopline angeschlossenen Buchhandlungen veröffentlicht, dort zum kostenlosen Download angeboten und so zur Bewertung durch die Leser zur Verfügung gestellt. Die 3 Gewinner des Schreibwettbewerbes stehen endlich fest und wir freuen uns sehr, die Gewinnergeschichten zu präsentieren.

Bevor wir zur Verkündung der Gewinner kommen, gibt es von Jill Noll noch ein paar Worte zu unserem Schreibwettbewerb:

„Als BoD auf mich zukam und fragte, ob ich Jurymitglied bei ihrem gemeinsamen Schreibwettbewerb mit Libri sein möchte, habe ich mir das Moodboard angeguckt und war sofort hin und weg. Die Geschichten der Teilnehmer sollten passend zu der Stimmung der Fotos des Moodboards geschrieben sein und ich wusste, dass ich genau die richtige Leserin für diese Art von Geschichten sein würde. Die Bilder waren herbstlich, mal gemütlich, mal düster: Regen, der an eine Fensterscheibe prasselte, eine schwarze Katze, Kürbisse, Kerzen und Lichterketten – ich konnte es kaum noch erwarten, mit dem Lesen zu beginnen.
Mit einem warmen Tee in der Hand, und auf dem Sofa in eine Decke eingekuschelt, tauchte ich in die Kurzgeschichten ein, die mir zugeteilt waren. Fallende Blätter, buntes Laub und Wälder schmückten wiederholt die Szenerie.

Oft wurde es magisch und ich sah die Geister, Hexen und Dämonen regelrecht über die Zeilen auf meinem Bildschirm tanzen. Aber genauso spielten auch zwischenmenschliche Beziehungen, Melancholie und Freundschaft eine wichtige Rolle. In vielen der Geschichten kam außerdem Kürbissuppe auf den Tisch – das hat mich beim Lesen so sehr auf den Geschmack gebracht, dass ich tatsächlich irgendwann selbst in der Küche stand, und mir eine Kürbissuppe gekocht habe.“

1. PLATZ

Die Briefe des Elphias Warenne

Tomas Schauermann

Tomas Schauermann studiert seit 2013 Lehramt für Politik und Wirtschaft, Geschichte und Deutsch an der Goethe Universität Frankfurt. Aufgewachsen mit den Werken und Verfilmungen Tolkiens und beeindruckt von Lovecraft und Poe liegt seine Begeisterung vor allem in der phantastischen Literatur. Seit Anfang 2018 ist er Redaktionsmitglied in der studentischen Literaturzeitschrift Johnny der Universität Frankfurt, wo er die intensive Arbeit am Text, mit den Autor*innen und in der Redaktion genießt. Tomas Schauermann hat bisher eine Kurzgeschichte in der 7. Ausgabe der Johnny zum Thema Traum veröffentlicht und wurde in die Anthologie zum 4. Bubenreuther Literaturwettbewerb aufgenommen.

Meine Kurzgeschichte „Die Briefe des Elphias Warenne“ ist eine Brieferzählung, die von dem Protagonist dieses Namens an einen Freund gerichtet ist. Er berichtet von den Ereignissen rund um sein Vorhaben, sein altehrwürdiges Elternhaus für seine Heirat zu verlassen. Was anfangs noch wie eine Ansammlung kleinerer Missgeschicke aussieht, entwickelt sich allmählich zu einer Bedrohung für sein Leben. Als es ihm schließlich gelingt, sich dem Haus zu entziehen, muss Elphias feststellen, dass sich dadurch die Bedrohung nur auf geliebte Menschen verlagert. Er muss ins Haus zurückkehren – und doch greift die Gefahr schlussendlich auch auf Außenstehende aus.

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2. PLATZ

Dreizehn Schritte sieben Schritte

Catherine Strefford

Catherine Strefford, 1987 in der Nähe von Soest geboren, lebt mit ihrem Mann, unter der Herrschaft zweier Katzen, zur Zeit in Münster. Aktuell absolviert sie ein Prosa Fernstudium und schreibt an ihrem ersten Roman, wenn sie nicht gerade als Gestalterin arbeitet. Tee ist ihr Kaffee, Twitter ihr Pausenhof und Kekse durchaus ein Hauptnahrungsmittel.

Er verschwand vor zwanzig Jahren. Ist seitdem nur noch eine Erinnerung. Ein Gedanke. Eine trauernde Mutter. Ein jährlicher Besuch. Der eine wird vom Gewissen geplagt, gefangen in dem Vergangenen, unfähig zu vergessen, was passiert ist damals. Der andere wähnt sich in Sicherheit, will nichts davon wissen, kommt nur zu Besuch, weil es auffiele, wenn er nicht käme. Doch die Vergangenheit wird man nicht los. Sie wird Teil des Charakters. Und bleibt. Für immer. Und was verschwindet, taucht manchmal wieder auf.

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3. PLATZ

Ike

Verena Herrmann

Verena Herrmann wurde 1991 in der Oberpfalz geboren. Sie ist gelernte Industriekauffrau und erfolgreiche Absolventin der allgemeinen Hochschulreife. Das Talent zum Schreiben wurde ihr von ihrem Großvater in die Wiege gelegt, mit dessen abenteuerlichen Geschichten sie aufwuchs. So ist es nicht verwunderlich, dass sie im Alter von zwölf Jahren beschloss ihm nachzueifern und selbst Geschichten zu erfinden. Inzwischen ist das Schreibhandwerk für sie zu einer Flucht aus dem Büroalltag geworden und sie hat bereits etliche Geschichten verfasst.

Im vergangenen Sommer erlebten die 16-jährige Ella und ihre große Liebe Ike zusammen mit ihren Freunden einen traumatischen Vorfall. Ella, die Ike die Schuld an dem Geschehenen gibt, distanziert sich daraufhin nicht nur von ihm, sondern auch von ihren Freunden. Sich von allen abschottend driftet sie in einen depressiven Zustand, der sich permanent um Ike, den Verlust ihrer Freunde und den Vorfall dreht. Erst Monate später, im Herbst, schafft sie es, sich der Vergangenheit zu stellen und kehrt an den Ort des Geschehens zurück.

Zur Geschichte

„BoD hat mit dem stimmungsvollen Moodboard eine fantastische Grundlage für den Wettbewerb geschaffen und es war bemerkenswert und unglaublich spannend zu sehen, zu was für unterschiedlichen Ideen die Autoren durch die ausgewählten Bilder animiert wurden.

Ich möchte ein ganz großes Lob an alle Teilnehmer aussprechen: Die eingereichten Geschichten waren kreativ, abwechslungsreich und fast ausschließlich auf einem sehr guten Niveau geschrieben. Es hat mir sehr großen Spaß gemacht, Jurymitglied bei MYSHORTSTORY zu sein und diese Vielfalt von Geschichten erleben zu dürfen.“ – Jill Noll (Jurymitglied)

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