Blogger Relations – Was steckt dahinter?

Blogger Relations – Was steckt dahinter?

Die Arbeit von Autoren mit Bloggern bietet eine große Chance das eigene Buch bekannter zu machen. Jasmin Zipperling gibt gemeinsam mit anderen Bloggern hilfreiche Tipps zum Thema Blogger Relations.

Gastbeitrag: Jasmin Zipperling

Die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen Autoren und Bloggern

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben es geschafft. Sie haben ein Buch geschrieben und den Hindernisparcours mit Überarbeitung, Korrektorat, Lektorat und Testlesern gemeistert. Sie möchten Ihr Buch demnächst veröffentlichen – dabei soll es natürlich den besten Start in den Buchmarkt haben, für den Sie sorgen können. Damit jemand Ihr Buch kaufen kann, muss Ihre Zielgruppe also von dessen Existenz erfahren. Eine Möglichkeit, um dafür zu sorgen, ist die Zusammenarbeit mit Buchbloggern.

In diesem Beitrag geht es um die Zusammenarbeit zwischen Autoren und Buchbloggern und welche Vorteile man daraus ziehen kann. Dabei haben mir geholfen:
Anna vom Blog „Ink of Books“, Mareike vom Blog „Crow and Kraken“, Bianca vom Blog „Literatouristin“ und Vera vom Blog „Chaoskingdom“.
Liebe Kolleginnen, vielen Dank für die Hilfe und die interessanten Einblicke.

Was ein Buchblogger für einen Autor tun kann

Die Zusammenarbeit mit einem Buchblogger bietet Ihnen mehr Reichweite. Denn spricht ein Buchblogger öffentlich über Ihr Buch, verschafft er Ihrem Werk mehr Aufmerksamkeit.

„Einmal hat mich ein Buch so begeistert, dass ich öfter auf Twitter und Instagram darauf hingewiesen habe. Danach haben mir bestimmt zehn Leute geschrieben, dass sie sich das jetzt auch anschauen oder dass sie sich das schon gekauft haben“, erinnert sich Anna. Das sind also zehn Leser mehr für dieses Buch – alleine durch die Begeisterung einer einzigen Bloggerin.

Ein Buchblogger kann einen Autor folgendermaßen unterstützen:

  • mit einer Rezension
  • mit einer Blogtour
  • mit einer anderen individuellen Aktion
  • indem er überhaupt über das Buch redet

 

„Wir können so ein Buch zumindest in unseren Bloggerblasen ziemlich breittreten und bekannt machen. Wir können dafür sorgen, dass es überhaupt mal ins Gespräch kommt, dass man den Namen des Autors oder der Autorin im Kopf hat“, sagt Mareike.
„Je nachdem, wie viele Blogger du anschreibst und wie viele Follower die Blogger haben, kann das tatsächlich dazu beitragen, dass sehr viele Buchmenschen auf dieses Buch aufmerksam werden und es auch lesen. Gerade in den letzten zwölf Monaten beobachte ich auch, dass sich immer mehr Blogger für Selfpublisher öffnen. Das kann man ja durchaus für sich zum Vorteil nutzen.“

Was ist eine Rezension?

Eine Rezension (bitte nicht mit „Rezession“ verwechseln – das ist etwas Anderes!) ist eine Art Buchbesprechung. Nachdem man kurz darlegt, worum es inhaltlich geht (und zwar spoilerfrei, bitte!), erläutert der Leser, was er gut und was er weniger gut fand. Dabei kann es um die Figuren in der Geschichte, die Handlung oder sogar um die Aufmachung des Buches gehen.

Autoren brauchen Rezensionen – vor allem auf Plattformen, auf denen man Bücher kaufen kann. Bücher ohne solche Bewertungen werden weniger oder gar nicht gekauft. Die Zusammenarbeit mit Buchbloggern ist eine Möglichkeit, Rezensionen zu erhalten.

Mareike dazu:

„Theoretisch kann die Autorin sagen: ‘Ich schicke dir das Buch jetzt, aber ich brauche die Rezension erst zum Weihnachtsgeschäft.’ Kann ich auch machen. Dann lese ich das Buch, bereite die Rezension vor – Zack! – und schon habe ich im Dezember weniger Arbeit. Das kann man alles absprechen.“

Tatsächlich greifen mittlerweile einige Autoren auf diese Strategie zurück und verhelfen ihren Büchern so zu einem vorteilhaften Start.

Jasmin Zipperling

Jasmin Zipperling

Die Wahlkölnerin ist Teammitglied der Autorenwelt GmbH und freies Redaktionsmitglied der Fachzeitschrift "Federwelt". Am liebsten besucht sie Veranstaltungen für Autorinnen und Autoren, um sich und andere miteinander zu vernetzen. Und um heimlich mitzuhören, was die Menschen in der Buchbranche bewegt - denn das erzählt sie anschließend gerne ihrer Chefredakteurin bei der Federwelt. Weitere Informationen finden Sie über Jasmin Zipperling unter: www.jasmin-zipperling.de


Beitrags-Tipp

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie mit Bloggern in Kontakt treten können - Monika vom Blog „süchtig nach Büchern“ hat bereits einen hervorragenden Buchblogger-Knigge verfasst.

Ink of Books

Ink of Books

Literatouristin

Literatouristin

Crow and Kraken

CrowandKraken

Chaoskingdom

Chaoskingdom
BLOGTOURNEU

Was ist eine Blogtour?

Eine Blogtour ist – sorry für die stumpfe Erklärung – eine Tour mit Ihrem Buch durch mehrere Blogs. Das bedeutet, als Autorin benötige ich mehrere Buchblogger, die bereit wären und Zeit hätten (!), mein Buch auf ihren Blogs vorzustellen. Diese Vorstellung sollte aber immer einen anderen Aspekt des Buches zeigen, sodass nicht jeder Blogger dasselbe Thema behandelt – wer sollte sich so etwas sonst ansehen wollen?

Ich könnte zum Beispiel eine Blogtour organisieren, die fünf Tage dauert. Von Montag bis Freitag. Fünf Blogger haben sich bereit erklärt, mit mir für diese Blogtour zusammenzuarbeiten, jeder von ihnen übernimmt einen Wochentag. Das ist noch der leichte Teil. Doch was soll auf ihren Blogs zu sehen sein?

Was bei einer Blogtour langweilig ist

„Eine Blogtour ist nur dann sinnvoll, wenn sie nicht die typischen Themen à la Charakterinterview, Weltenvorstellung, et cetera beinhaltet. Da sollten Autoren kreativer werden: Zum Beispiel mit Cosplays, Do it yourselfs, Videos oder indem sie das Cover oder bestimmte Szenen kreativ nachstellen“, erklären Vera und Bianca.

Anna ist derselben Meinung:

„Diese 08-15-Sachen, auf die jeder nach zwei Minuten kommt, kommen gar nicht mehr gut an. Das sind dann auch so staubtrockene Themen, die vielleicht gar nicht interessant sind, wenn man das Buch noch gar nicht gelesen hat.“

Gerade wegen dieser unoriginellen Standard-Blogtouren hat Mareike dazu eine eindeutige Haltung: „Ich bin zu 98 % kein Fan von Blogtouren.“ Wenn sie selbst eine organisiert oder mit einem tollen Team zusammenarbeiten kann, damit sich die Aktion „ein bisschen pfiffiger“ (O-Ton) gestaltet, sieht das schon anders aus. „Bei einer Blogtour waren wir mal eine Selbsthilfegruppe für psychisch gestörte Fantasy-Monster. Es ging darum, dass wir mit etwas in der Fantasy-Welt aus dem Buch zu kämpfen hatten und Traumata davongetragen haben. Das war ziemlich witzig, weil unsere Beiträge immer auf die nächste Person hingewiesen haben. Es war eine Blogtour der komplett anderen Art. Hinterher hatten die Leute tatsächlich Bock, dieses Buch zu lesen.“

Wichtig ist also: Eine Blogtour kann Heißhunger auf das Buch machen – wenn sie originell ist! Da sollte man schon alleine seinem Buch zuliebe unbedingt seine Fantasie flitzen lassen, damit die teilnehmenden Blogger nicht gähnend vom Stuhl kippen und die Zielgruppe überhaupt Notiz von der Aktion nimmt.

Mit welchen Themen und Aktionen man eine Blogtour interessant gestalten kann
Ist die Protagonistin in Ihrem Buch (Hobby-)Bäckerin? Fabelhaft! Verabreden Sie sich mit einem Buchblogger zu einem Back-Date und filmen Sie sich beim Backen, Kleckern und mit Mehl im Gesicht. Aus dem Material können Sie ein Video für YouTube schneiden. Vielleicht haben Sie selbst oder sogar der Buchblogger einen YouTube-Kanal und können es dort zeigen. Doch auch auf einem Buchblog kann man ein solches Video einbinden. Überhaupt kann es reizvoll sein, innerhalb der Blogtour mit verschiedenen Medien (Blogbeitrag, Video, Podcast …) zu spielen und nicht ausschließlich textbasiert zu arbeiten. Ja, das ist aufwändiger. Ja, das kostet mehr Zeit. Aber a) kann es sich auszahlen und b) möchten Sie auf potentielle Leser nicht langweilig wirken.

„Sagen wir mal, die Hauptfigur wäre eine leidenschaftliche Bullet Journal-Nutzerin“, überlegt Anna. „Da könnten die Autorin und die Bloggerin zusammen ein neues Bullet Journal anfangen. Oder sie zeigen ein fertiges und machen zusammen irgendwas daran. Bullet Journals sind im Moment total beliebt. Wenn die beiden das auch noch filmen, bringt das natürlich noch mal beide Vernetzungsgruppen zusammen – die der Autorin und die der Bloggerin. Total genial.“

Gewinnspiele
Gewinnspiele kommen immer gut an. Der Gewinn sollte unbedingt das Buch beinhalten und nicht nur aus netten Gimmicks bestehen. Immerhin hat man den Lesern mit der Blogtour tagelang den Mund wässrig gemacht: Die Aussicht, das Buch gewinnen zu können, wäre also der krönende Abschluss.

Mögliche Buch-Beilagen, können zum Beispiel Lesezeichen oder Postkarten sein. Aber auch Tassen, Teebeutel, Badesalz oder Kerzen, auf denen Ihr Buchcover abgedruckt ist – vor allem, falls der Gewinner so nett ist und ein Foto des Gewinns später auf den sozialen Medien teilt.

Passt alles auch noch zum Thema des Buchs – super! Wenn wir beim Beispiel mit der backenden Protagonistin bleiben – wie wäre es mit einem Ausstechförmchen? Tanzen die Figuren in ihrem Buch Tango, können Sie entsprechende Musik in einer Spotify-Playlist zusammenstellen und den Link dazu auf ein Kärtchen schreiben und dazulegen. Sie sind Autor – seien Sie kreativ!

Organisation

Was man bei der Organisation einer Blogtour beachten sollte
Bei der Organisation einer Blogtour gibt es zwei mögliche Auslöser. Entweder der Autor (bei Verlagsautoren wäre es der Verlag) organisiert die Blogtour oder der Blogger. Vorteilhaft ist es allerdings, wenn man – mit ausreichend Vorlauf selbstverständlich! – den Blogger freundlich fragt, ob er sich vorstellen könnte, eine Blogtour zu organisieren. Bitte seien Sie bei dieser Anfrage rücksichtsvoll, denn die meisten Blogs werden als Hobby in der Freizeit betrieben und Sie sind sicher nicht die einzige Person, die bei diesem Blogger anfragt. Sollten Sie also eine Absage erhalten, nehmen Sie sie nicht persönlich. Ein Tag hat auch für Blogger nur 24 Stunden.

Wieso ist es besser, wenn der Blogger die Tour organisiert?
Der Grund ist sehr menschlich. Bianca und Vera haben nach einigen Blogtouren Erfahrungen gesammelt:

„Nicht jeder kann jeden gut leiden – dementsprechend wird dann das Ergebnis.“

Anna nennt noch einen weiteren Vorteil für den Autor:

„Menschen mögen Menschen, die dieselben Dinge mögen wie sie. Meistens heuert ein Blogger also Leute an, die das Buch auch gut finden könnten. So verläuft die Blogtour mit hoher Wahrscheinlichkeit überwiegend positiv und wird mit Elan gestaltet. Wenn man sich kennt, ist schon eine Vernetzung da. Die muss nicht erst hergestellt werden.“

Was man noch bedenken sollte: Die Personen, die bei einer Blogtour vorbeischauen, haben das Buch sicher noch nicht gelesen. Jede Aktion innerhalb der Blogtour muss also so aufgebaut sein, dass die Besucher sie verstehen können und deren Interesse geweckt wird.

Egal, wer nun die Blogtour startet – die Kommunikation zwischen Blogger und Autor muss stimmen. Also bitte vorher klären:

  • Wer schreibt welche Blogger an?
  • Wie viele Blogger sollen mitmachen?
  • Kann der Autor eigene interessante Themenvorschläge beisteuern oder möchte er erst einmal hören, welche Vorschläge die teilnehmenden Blogger haben oder möchte er gemeinsam mit Ihnen etwas erarbeiten?
  • Wäre der Autor bereit für ein Interview?
  • Könnte er etwas für ein Gewinnspiel bereitstellen?
  • Gibt es etwas, womit sich der Autor oder die Blogger nicht wohlfühlen würden?

Über all diese Dinge sollte man im Vorfeld sprechen, damit die Blogtour später positiv in Erinnerung bleibt.

Blogtour mal anders
Ein Vorschlag von Anna: Eine Art Blogtour auf verschiedenen Instagram-Accounts zu veranstalten – keine schlechte Idee, da man mit dieser visuell angelegten Plattform viele Leser erreicht.

„Wenn man Bilder auf Instagram postet, auf denen sich jeder als Charakter aus dem Buch verkleidet – das fände ich ziemlich cool und da hätte ich Bock drauf.“

Wichtig wäre bei einer solchen Aktion nur, dass man entweder auf die Bilder der anderen verlinkt oder sich auf einen gemeinsamen Hashtag einigt.

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Manche Autoren schicken Bloggern nicht nur das Rezensionsexemplar, sondern auch nette Gimmicks, die unbedingt den Inhalt des Buches unterstreichen sollten – viele Blogger präsentieren ihre neuste Buchpost nämlich gerne in den sozialen Netzwerken.

Hier einige Vorschläge von Vera: „Tarotkarten, (heilige) Gegenstände, die einen zentralen Punkt in der Geschichte bilden, Rezepte zum Buch, Spielfiguren der Charaktere oder passende Notizhefte, Kerzen, et cetera.“


Rezensionsexemplare

Um Bloggern ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, müssen Sie sich einfach an unsere Presseabteilung wenden. Den genauen Ablauf dazu finden Sie hier.

„Es ist schwer, allgemein zu sagen, was wir haben wollen, weil jeder Blogger und jede Bloggerin andere Ansprüche und Erwartungen hat“, sagt dagegen Mareike. „Ich bin zum Beispiel eine minimalistische Bloggerin – ich brauche keine Gimmicks. Das Buch ist tatsächlich das wichtigste – das muss mich irgendwie reizen. Ich habe schon mal eine Blogtour abgesagt, die ich eigentlich sogar organisieren sollte. Aber das Buch fand ich einfach schlecht und es ging halt nicht.“

„Letztens habe ich einen Brief bekommen, da war eine Münze drin“, erinnert sich Anna. „Die Sache ist: Was soll ich mit einer Münze? Das ist zwar ganz lieb und nett und es ging in dem Buch auch darum, dass diese Münze ein Schicksalsträger ist, der weitergeschickt wird. Aber mit einer Münze alleine kann ich weder auf einem Foto etwas anfangen, noch kann ich sie gut in Szene setzen. Man muss tatsächlich auch, wenn man Gimmicks verschickt, auf deren ästhetischen Wert achten. Das hört sich total bescheuert an, aber es ist so.“

Übrigens sind Ketten – sofern sie zum Buch passen – auch eine schöne Idee. Sowohl Anna als auch Mareike haben bereits „Buchketten“ erhalten und tragen sie immer noch gerne. Werden sie auf diese Ketten angesprochen, verweisen sie auf die Bücher. Bei einem Fantasyroman könnte es möglicherweise ein Brieföffner sein, der wie ein Dolch oder ein Schwert aus einer epischen Schlacht aussieht.

Vorlauf

Wie bereits angedeutet: Gesunde Blogger leben in freilaufender Haltung. Sie haben neben ihren Blogs noch ein Leben und springen nicht auf Kommando, nur weil ein Autor ihre Hilfe braucht. Es ist also wichtig, sich vorab Gedanken über den Vorlauf zu machen. Wie weit im Voraus sollte man bei einem Blogger also anfragen, wenn man mit ihm zusammenarbeiten möchte?

„Für mich sind zwei Monate ein guter Vorlauf“, sagt Anna. „Aber ich bin momentan auch unfassbar beschäftigt. Ich habe auch schon mal zwei Wochen vorher die Frage bekommen und zugesagt, aber das war mit Leuten, die ich gut kannte. Da wusste ich genau, was ich mache.“

Vera dazu: „Falls du eine Blogtour machen willst, dann so drei bis vier Monate eher. Wir brauchen Vorlauf zum Lesen, für die Themenfindung, die Organisation und um die Beiträge vorzubereiten.“

So pauschal kann Mareike die Frage allerdings nicht beantworten: „Mein Lesebedürfnis, welches Genre ich lesen möchte – das ändert sich fast täglich. Es kann tatsächlich sein, dass ich das Buch bekomme und sofort weglese. Man kann mich aber immer anschreiben. Es kann sein, dass ich dann darum bitte, sich in zwei Monaten noch einmal zu melden, weil meine Kapazitäten einfach voll sind. Oder man kann mir das Buch direkt schicken, muss aber bedenken, dass ich es erst einige Zeit später lesen kann.“

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Sie sagt aber auch deutlich, was sie gar nicht leiden kann:

„Wichtig ist, dass die Autoren uns Blogger nicht unter Druck setzen. Hatte ich auch schon. Da wurde teilweise fünf Mal am Tag nachgefragt, ob ich schon in das Buch reingeschaut habe. Da hatte ich schon keinen Bock mehr. Wenn ich schon im Vorfeld sage, dass es in diesem Monat bei mir eng ist und dann sowas kommt, kann es sein, dass ich das Buch abbreche.“

Es kommt hierbei also wirklich auf die Absprache mit der Bloggerin an, da man von außen unmöglich eine Übersicht darüber haben kann, wie viele Rezensionsexemplare sich dort türmen.

Der Blogger-Beziehungsvirus

Die Bloggergemeinschaft ist untereinander sehr gut vernetzt. Wie auch immer sich ihre Zusammenarbeit mit Bloggern gestaltet – gehen Sie davon aus, dass die Blogger untereinander darüber reden werden. Das ist der Blogger-Beziehungsvirus. Es kann ein guter oder ein schlechter Virus sein – ansteckend ist er allemal und er breitet sich aus.

Zeigen Sie sich in der Zusammenarbeit zum Beispiel wenig konstruktiv, verderben Sie sich so möglicherweise eine Kooperation mit Bloggern, mit denen Sie bisher nicht einmal etwas zu tun hatten. Behalten Blogger Sie aber in positiver Erinnerung, haben Sie sogar schon für Ihre zukünftigen Bücher vorgearbeitet.

„Wenn ich von einem Autor begeistert bin, dann rede ich mit meinen Bloggerfreunden darüber“, erklärt Anna. „Dann heißt es: ‘Hey, wenn die-und-die dich anfragt – das macht total Spaß!’ oder ‘Lass uns mal zusammen was machen!’ Wenn du einen Blogger rumkriegst, dann ist das tatsächlich eine Eintrittskarte – finde ich zumindest. Danach wird es viel einfacher.“

„Man kann auch unabhängig von einer speziellen Buchveröffentlichung etwas machen“, meint Mareike. „Vor einiger Zeit habe ich die aktuellen Bücher zweier Autorinnen, die ich sehr schätze, verrissen. Die beiden haben sehr cool und souverän reagiert. Da habe ich sie zu einem Interview eingeladen, in dem es um Kritik und Kritikfähigkeit von Autorinnen und Bloggern geht.“

Fazit

Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Autor und Buchblogger bringt einige Vorteile mit sich. Sie vernetzen sich in der Buchbranche und generieren eine größere Reichweite. Mit Blogtouren und anderen Aktionen können Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe auf Ihr Buch lenken. Rezensionen kurbeln sogar die Buchverkäufe an.

Wenn Sie allerdings nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, da Sie noch keine Blogger kennen, dann haben Sie in diesem Beitrag bereits vier tolle und wunderbar vernetzte Buchbloggerinnen entdecken können.

VIELERFOLGNEU

  1. Serena Avanlea am 16.05.2018, 10:42 :

    Das sind sehr gute Tipps, danke Jasmin! :-D Ich bin wegen Blog-Touren auch schon länger hin und her gerissen, aber mit so einem kreativeren Ansatz könnte ich es mir auch vorstellen.

    • Jasmin Zipperling am 16.05.2018, 19:47 :

      Freut mich sehr, wenn ich dir helfen konnte, Serena! Die kreativen Ansätze waren mit Vera, Bianca, Mareike und Anna leicht zu finden, weil die vier schon so viel Erfahrung und eine Fülle an Ideen mitbringen.

  2. Bea Eschen am 20.05.2018, 06:37 :

    Danke Jasmin. Dein Artikel hat mich inspiriert. Ich suche Buchblogger, die daran interessiert wären, über mein Buch oder sogar über meine Bücher zu schreiben. Leider kenne ich keine, kannst du mir dabei helfen?

    • Jessica Halermoeller am 22.05.2018, 08:24 :

      Hallo Bea,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Schau dich einfach mal in der Buchblogger-Welt um, dort findest du sicher jemanden, der zu dir passt.
      Ansonsten hat Jasmin in ihrem Artikel ja auch schon vier Buchbloggerinnen vorgeschlagen, die du sonst sicher einfach mal anschreiben kannst. Vielleicht kommt ihr ja zusammen!

      Viele Grüße
      Jessy von BoD

  3. Uta Benefeld-Süß am 21.05.2018, 19:53 :

    Vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Beitrag. Als Quer- und Späteinsteigerin bin ich noch völlig ahnungslos, was Buchblogger anbelangt.

    • Jessica Halermoeller am 22.05.2018, 08:22 :

      Hallo Uta,
      es freut uns sehr, dass dir der Artikel von Jasmin so gefällt und du dir hilfreiche Tipps herausziehen konntest.
      Viele Grüße und viel Erfolg beim Schreiben
      Jessy von BoD

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