Metadaten & Thema – Die Checkliste für mehr Reichweite

Metadaten & Thema – Die Checkliste für mehr Reichweite

Mit wenigen Schritten zum Bucherfolg! Gute Metadaten machen dein Buch auffindbar und können so für bessere Verkaufszahlen sorgen. Überprüfe deine bereits erschienen Bücher und sei informiert für deine nächste Veröffentlichung.

Ein Perspektivenwechsel kann Wunder bewirken. Versetze dich doch einmal in die Lage einer Leserin oder eines Lesers, die sich ein neues Buch kaufen möchten. In welchen Onlineshops würdest du suchen und in welcher Kategorie soll dein Buch gefunden werden? Welche Suchbegriffe gibst du ein und wie viele Bücher werden dir daraufhin angezeigt? Wird dieser Begriff auch von anderen Nutzerinnen und Nutzern häufig gesucht?

Damit dein Titel gut sichtbar ist und oft gefunden wird, haben wir dir hier eine Liste zur Verbesserung deiner Metadaten und Auffindbarkeit zusammengestellt.

1. Die Keyword-Recherche

Suche dir für deine Keyword-Recherche einige Websites aus, die Bücher anbieten. Amazon, VLB-TIX, Thalia, Bücher.de, Weltbild und viele andere stehen dir dafür zur Verfügung. (Denke daran, bei einer Keyword-Recherche den Inkognito-Modus deines Browsers zu verwenden und dich aus deinen Accounts auszuloggen! Sonst werden deine bisherigen Sucheingaben den allgemeinen bevorzugt!) Nun solltest du in den Suchleisten einige Begriffe eingeben, als würdest du nach einem „Buch wie deinem“ suchen. Welche Suchbegriffe schlägt dir der Buchshop vor? Wird dein erster Gedanke direkt vervollständigt? Dann suchen auch viele andere nach diesem Begriff und er generiert als Schlagwort eine hohe Sichtbarkeit für deinen Titel. Als Nächstes solltest du darauf achten, wie viele Bücher dir bei dieser Suche angezeigt werden. Sind es mehrere Tausend? Dann geht dein Buch wahrscheinlich unter. Sind es nur ein paar Dutzend? Perfekt! Dieser Begriff wird also häufig gesucht, aber dein Buch bleibt trotzdem präsent. Genau dieses Keyword sollte also in deinen Metadaten auftauchen! Deine Recherche solltest du so lange fortsetzen, bis du einige Keywords als gut identifiziert hast und damit deine Metadaten füllen kannst.

2. Metadaten

Nachdem du nun weißt, welche Begriffe dein Buch besonders gut sichtbar machen, kannst du diese in deine Metadaten integrieren. Zu den Metadaten gehören z.B. dein Titel, Untertitel, dein Klappentext, der Autorinnen- oder Autorenname, die Vita, Warengruppen und Schlagworte. Diese Daten können genutzt werden, um die Einzigartigkeit des Inhalts herauszustellen.

Damit es keine Probleme mit den verschiedenen Onlineshops, Buchhandlungen und Großhändlern gibt, müssen die Metadaten einigen Konventionen und Richtlinien folgen:

2.1 Bücher haben EINEN Titel

  • Überlege dir deinen Buchtitel gut, damit du ihn nicht später ändern möchtest und sorge dafür, dass er nicht schon einmal verwendet wurde. (Recherchiere zum Beispiel im  Verzeichnisses Lieferbarer Bücher (VLB) oder stelle eine Titelschutzanfrage bei der Deutschen Nationalbibliothek)
  • Falls es passt, versuche, ein Keyword bereits in deinem Titel zu verarbeiten. Begriffe wie Mord, Mörder, Tod oder Verbrechen eignen sich für Krimititel – Liebe, Verlangen oder Sehnsucht könnten bei einem Liebesroman in den Titel eingebaut werden. Für Sachbücher und Ratgeber mit einem charakteristischen Thema ist das natürlich besonders einfach, aber auch besonders wichtig.
  • Dein Titel sollte das Genre des Buches widerspiegeln. Bei „Sehnsucht nach Sommer“ erwartet niemand einen Science-Fiction Thriller und wenn man „Rückkehr der Engel“ liest, weiß man, dass es um Fantasy geht.

2.2 Bücher haben ggf. EINEN Untertitel

  • Vor allem bei Belletristik-Titeln kann ein Untertitel dein Buch von anderen gut abheben.
  • Im Untertitel kannst du dein Genre spezifizieren, beispielsweise sind „Eine Liebesgeschichte“, „Liebesroman“ oder „Roman“ beliebte Untertitel für das Genre Romance.
  • Schaue dir vor der Wahl deines Untertitels beispielsweise die Bestseller des entsprechenden Genres an und orientiere dich an diesen.

2.3 Bücher haben immer mindestens einen Autoren oder Herausgeber

  • Du kannst einen oder mehrere Autorinnen oder Autoren, Herausgeber oder beides wählen, aber diese Angabe nicht weglassen.
  • Autorinnen oder Autoren/Herausgeber haben einen Vor- und Nachnamen – ohne diese Form wird dein Buch wegen der Shop-Algorithmen eventuell nicht überall zu finden sein.
  • Wähle gegebenenfalls ein Pseudonym.
  • Dein Pseudonym kann das Genre deines Buches widerspiegeln und du kannst für verschiedene Genres unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichen (beispielsweise ein weiblicher Name für Liebesromane, ein männlicher für Krimis und ein ausgefallener, mystischer für Fantasy)
    • Allerdings können mehrere Pseudonyme dafür sorgen, dass eine Etablierung der Autorenmarke schwieriger wird und der Titel von den Buchhändlern nicht zugeordnet werden kann. (Ein neues Pseudonym ist quasi ein Autorendebüt)

2.4 Bücher können Teil einer Reihe sein

  • Die Reihe muss einen Titel/Reihennamen bekommen.
  • Die einzelnen Bände müssen nummeriert sein und einen eigenen Buchtitel haben.
    • Die Buchtitel der verschiedenen Bände sollten unterschiedlich sein.
    • Der Reihenname kann innerhalb des Buchtitels aufgenommen werden.
  • Achte darauf, den Reihennamen immer gleich zu schreiben und ihn bei jedem Band anzugeben.
  • Nutze bei jedem Band dieselben Warengruppen.
  • Das Coverdesign der einzelnen Bände sollte die Zusammengehörigkeit als Reihe erkennbar machen.

2.5 Neuauflagen

  • Werden nur Kleinigkeiten verändert, wie Fehlerkorrekturen, der Preis oder die Umschlaggestaltung, muss keine neue ISBN vergeben werden, dies ist dann eine Aktualisierung des Titels. Allerdings kann es sein, dass das neue Cover nicht von allen Onlineshops angezeigt wird. Bis das entsprechende Anzeigebild aktualisiert ist, kann es einige Zeit dauern. Außerdem kann es sein, dass Leserinnen und Leser noch das Buch mit deinem alten Cover erhalten, weil Online-Shops wie z. B. Amazon erst die Versionen ausliefert, die sie sich ggfs. aufs Lager gelegt haben. Dies kann daher schnell zu Verwirrungen führen.
  • Wird beispielsweise etwas am Titel, der Einbandart, dem Autorenname verändert, bekommt dein Buch eine neue ISBN und ist somit ein „neues“ Buch.

2.6 Cover

  • Leserinnen und Leser kaufen ihr Buch in der Regel nach dem Cover!
  • Engagiere ggf. eine professionelle Grafik-Designerin oder einen Grafik-Designer. (Hinweis: Im Impressum der Bücher sind die verantwortlichen Designerinnen und Designer meistens genannt)
  • Das Cover ist das Aushängeschild deines Buches und beeinflusst direkt die Verkaufszahlen und den Erfolg.
  • Dein Cover sollte dein Genre wiederspiegeln und optisch ansprechend sein (das gilt auch für den Buchrücken und die Rückseite – siehe Beispiel unten). Orientiere dich dabei z.B. an den Bestsellerlisten dieses Genres.
  • Die Schrift auf deinem Cover sollte gut lesbar sein, auch in kleiner Größe wie in der Ansicht in den Online-Shops.
  • Was auf dem Cover zu sehen ist, sollte mit den Metadaten übereinstimmen:
    • Wenn du deinen Untertitel und Autorennamen mit auf das Cover nimmst, sollten sie mit den Metadaten exakt übereinstimmen.
    • Genrebezeichnungen, die nicht im Untertitel sind, dürfen natürlich trotzdem in das Cover integriert werden. (Siehe Beispiel rechts)
    • Reihenbezeichnungen, Untertitel oder Autorenname müssen nicht zwingend auf dem Cover zu sehen sein (gestalterisch passt es ggf. nicht), aber in den Metadaten sollten sie unbedingt angegeben werden, damit das Buch für Leserinnen und Leser leicht auffindbar ist und von allen Shop-Algorithmen akzeptiert wird.

2.7 Klappentext/Produktbeschreibung

  • Jedes Buch braucht eine Produktbeschreibung
  • Der Klappentext sollte fehlerfrei sein, zu deinem Titel und dem Inhalt passen und bei potenziellen Leserinnen und Lesern den Wunsch wecken, das Buch zu lesen.
  • Bestenfalls sollte die Produktbeschreibung einige Begriffe enthalten, die du bei deiner Keyword-Recherche für gut befunden hast.
  • Lass deinen Klappentext ggf. von einem professionellen Korrektorat/Lektorat überprüfen.
  • Dein Klappentext darf nicht gegen die Buchhandels-Richtlinien verstoßen. (Beispielsweise sind explizite sexuelle Beschreibungen im Titel oder Klappentext verboten – falls du dir unsicher bist, hilft dir vielleicht unsere Hilfe-Seite: klick)

2.8 Thema-Klassifikation

  • Thema ist ein internationaler Standard zur Buchklassifikation.
  • Wähle eine Hauptwarengruppe. (Hauptgenre – in welcher Abteilung der Buchhandlung soll dein Buch liegen? Einen spannenden Liebesroman möchte man nicht bei den Krimis, sondern bei den Romance-Titeln finden)
    • Nicht alle Shop-Kategorien sind über die Wahl der Warengruppe beeinflussbar. So gibt es z.B. besonders verkaufsfördernde Kategorien in manchen Shops (beispielsweise „Heimatkrimis“), die nur als bezahlte Kategorie bedient werden können.
  • Wähle ggf. weitere Warengruppen, um noch spezieller einzuordnen, worum es sich bei deinem Buch handelt
    • Beispielsweise könnte dein Sci-Fi-Roman als Hauptwarengruppe „Science-Fiction: Apokalypse/Postapokalypse“ und als weitere Warengruppe „romantische Spannungsromane“ bekommen, sodass die Leserin oder der Leser weiß, dass es sich um eine postapokalyptische Welt handelt, in der eine Liebesgeschichte stattfindet.
    • Mehrere Warengruppen sind allerdings nicht immer sinnvoll – sie können deine Leserinnen und Leser auch verwirren oder dafür sorgen, dass die Algorithmen deinem Buch keine Shop-Kategorie zuordnen können. Manche Titel sind mit nur einer Kategorie absolut ausreichend klassifiziert.
  • Wähle Spezifikationen, die deine ausgewählten Warengruppen weiter eingrenzen. (Beispielsweise Alterseingrenzungen für Kinder-/Jugendbücher, geografische Eingrenzungen für Reiseführer oder Regionalkrimis und zeitliche Einordnungen für historische Romane und Biografien)
  • Wähle Schlagworte, die du bei deiner Keyword-Recherche für gut befunden hast, aber noch nicht mit Titel, Untertitel, Klappentext oder Warengruppen abdecken konntest.

3. Der finale Schliff

Informiere dich über Richtlinien und Konventionen im Buchhandel und überprüfe deine fertigen Metadaten darauf genau.

Vergleiche deine Metadaten und vor allem dein Cover mit anderen erfolgreichen Büchern des Genres (das kannst du z.B. ganz einfach über unser Cover-Vergleichstool machen und hole weitere Meinungen (ggf. professionelle) ein.

Überprüfe alle Metadaten auf grammatikalische Richtigkeit, Rechtschreibung und Tippfehler (ggf. durch ein Korrektorat/Lektorat). Ein Buch mit Fehlern auf dem Cover, im Titel oder Klappentext wirkt unprofessionell und verkauft sich nicht.

Recherchiere die Preise für Bücher mit deiner Ausstattung (Paperback oder Hardcover? Seitenzahl? Belletristik oder Sachbuch/Ratgeber?) und wähle den Ladenpreis deines Buches mit Bedacht. Ist es zu günstig, könnte es unprofessionell wirken – ist es zu teuer, wird es kaum jemand bezahlen.

Fazit

Nachdem du all diese Schritte abgearbeitet hast, dein Buch genau unter die Lupe genommen hast und dich in deine potenziellen Leserinnen und Leser hineinversetzt hast, sollte dein Buch schnell auffindbar, ansehnlich und fehlerfrei sein, sodass hohen Verkaufszahlen nichts mehr im Weg steht! Wenn du auch noch Marketing betreiben möchtest, können wir dir einige Blogbeiträge empfehlen, die dich bestimmt interessieren: klick und klick.

  1. jones3210 am 18.07.2019, 19:44 :

    nice article.

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