Wie man sein Werk mit frischen Augen sieht

Wie man sein Werk mit frischen Augen sieht

Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen? Das kennen wir alle. Natürlich kann das auch beim Schreiben passieren. Wir haben 8 hilfreiche Tipps für Sie, wie Sie dennoch frisch ans Werk gehen können.

Allgemein, Autoren, Self-Publishing, Wissen | Jessica Halermöller

Jeder Autor kennt den Zustand einer handfesten Schreibblockade.

Man sitzt an seinem Skript und der blinkende Strich auf dem Bildschirm macht einen zunehmend nervöser. Er wartet förmlich darauf, dass man die nächsten Zeichen in seine Tastatur tippt. Währenddessen stützt man sein Gesicht auf den Händen ab, holt tief Luft und seufzt.

Doch woran liegt das? Woher kommen diese Phasen und was kann man dagegen tun? – Manchmal sind es die äußeren Einflüsse, die einen blockieren. Vielleicht ist es auch die fehlende Motivation, die einen daran hindert, weiter zu schreiben. Umso wichtiger ist es vielleicht, einfach mal die Perspektive zu ändern und mit frischen Augen auf sein Werk zu blicken.

Wie das genau geht?

Unsere 8 Tipps helfen Ihnen ganz sicher,
mit neuer Motivation weiterzuschreiben:

1. Laut vorlesen

Haben Sie sich Ihr Manuskript schon einmal laut vorgelesen?

Als Kind haben wir uns häufiger Geschichten vorlesen lassen und lauschten dabei den Erwachsenen, die von spannenden Abenteuern erzählten.

Gerade wenn man die Texte laut ausspricht, wird man viel schneller über kleine Stolpersteine aufmerksam, die im Lesefluss noch nicht ganz passen. Geschrieben wirken sie auf den ersten Blick vielleicht annehmbar, laut gelesen aber noch holprig: Vielleicht sind Passagen zu lang, vielleicht kompliziert geschrieben.

Notieren Sie sich direkt die Stellen, an denen Sie im Anschluss noch einmal Änderungen vornehmen wollen.

2. Essen und Trinken

Wenn es darum geht, Ihr Werk noch einmal mit frischen Augen und etwas Abstand zu sehen, dann geht nichts über eine gesunde Mahlzeit, die Sie mit aufgetankter Energie wieder an Ihren Schreibtisch zurückkehren lässt.

Wir würden Ihnen aber nicht empfehlen, eine kreative Welle des Schreibens durch eine Mahlzeit zu unterbrechen:

Schreiben Sie unbedingt weiter und nutzen Sie diese Energie. Lassen Sie die Worte fließen und schauen Sie, wohin sich Ihre Story und Ihre Charaktere entwickeln.

3. Schriftgröße ändern

Haben Sie schon einmal versucht, die Schriftgröße oder die Schriftart zu wechseln und so über Ihr Manuskript zu schauen? Versuchen Sie es einfach mal.

Unsere Augen gewöhnen sich schnell an eine bestimmte Optik und schon eine Änderung der Größe kann viel bewirken. Auch eine andere Schriftart kann für einen konzentrierteren Fokus sorgen und vielleicht fallen Ihnen so Unstimmigkeiten oder Fehler viel besser auf.

4. Musik hören

Ist es immer ganz still bei Ihnen, während Sie schreiben? Oder ertönt aus den Lautsprechern auch manchmal leise Musik?

Probieren Sie es aus und lassen Sie Musik laufen: laute, leise, klassische oder sogar Rockmusik.

Vielleicht kommen Sie dadurch auf neue Ideen oder können z. B. eine epische Schlacht in Ihrem Fantasyroman durch die auditiven Reize sprachlich noch besser ausschmücken.

5. Genreübergreifend Inspiration suchen

Sie schreiben derzeit an einem historischen Roman und Ihnen fehlt die Inspiration für das Fortführen Ihres Manuskripts? Dann suchen Sie sich Inspirationen in anderen Buchgenres oder Filmen, die vielleicht sogar erst einmal abwegig klingen mögen: Thriller, Liebesromane oder Actionfilme.

Dabei sollen Sie natürlich keine Inhalte kopieren, sondern lediglich schauen, welche Anreize Sie adaptieren und in Ihr Buch einfließen lassen können.

Denken Sie immer daran: Inspiration steckt überall, Sie müssen nur genau hinschauen!

6. Ortswechsel

Wenn Sie immer in derselben Umgebung schreiben, dann lohnt es sich, einmal den Ort zu wechseln. Können Sie sich vorstellen, in einem Café weiter zu schreiben?

Manchmal können diese Räume wahnsinnig inspirierend sein. Wenn Sie sich am selben Fleck aufhalten, in denen auch andere Menschen aufhalten, dann kommen Sie auf eine ganz neue Buchidee. Beobachten Sie zwischendurch Gespräche, Menschen, Begegnungen. Die Welt da draußen ist voll von Inspirationen.

Auch im Zug, am Meer oder im Wald könnten Sie auf neue Ideen kommen und Ihr Werk anschließend aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten.

7. Einfach mal etwas anderes machen

Wenn Sie stundenlang an Ihrem Computer sitzen und sich nur noch quälen, um weiter zu schreiben, dann sollten Sie für einen Moment Abstand gewinnen und sich mit etwas anderem beschäftigen.

Ein Spaziergang an der frischen Luft, alltägliche Hausarbeiten: Ja, auch die banalsten Aktivitäten können Ihnen zu neuer Inspiration verhelfen!

Legen Sie den Stift beiseite, lassen Sie Ihre Tastatur unberührt und widmen Sie sich einer neuen Aktivität, bevor Sie sich mit frischen Ideen zurück an Ihr Werk setzen.

Und einer unserer wichtigsten Tipps zum Schluss:

8. Haben Sie Spaß!

Gestehen Sie sich Fehler ein und nehmen Sie sich selbst nicht so ernst. Jeder kommt irgendwann an einen Punkt, an dem er nicht mit seinen geschriebenen Worten zufrieden ist. Wichtig ist aber, die Liebe zum Schreiben nicht zu verlieren, egal wie anstrengend es manchmal sein kann, ein Buch zu verfassen.

Denke Sie immer daran, dass jeder mal klein angefangen hat und man mit der Zeit immer besser wird.

Wir wünschen Ihnen ganz viel Erfolg beim Schreiben.

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