Bunte Ideen für die Buchvermarktung

Bunte Ideen für die Buchvermarktung

Das Nachschlagewerk „Bloß kein Stress!“ liefert jede Menge Tipps für den erfolgreichen Kindergeburtstag. Wie die Autorin Susanne Endres damit schon viele Eltern und Kinder glücklich gemacht hat und wie sich das AIDA-Prinzip effektiv für die Buchvermarktung nutzen lässt, verrät sie im persönlichen Interview.

Spotlight, Wissen | BoD

Frau Endres, erzählen Sie uns, wie es zu dem Buchprojekt „Bloß kein Stress!“ gekommen ist. Beschäftigen Sie sich beruflich mit dem Thema Kinder und Erziehung  welche Idee steht hinter diesem Buchprojekt?

Nein, ich bin keine Erzieherin, Lehrerin oder sonstige im pädagogischen Bereich tätige Autorin. Aber schon nach dem BWL-Studium konnte ich in einer Glückwunschkarten-Firma Erfahrungen sammeln, die nun -eher unbewusst- auch in das Ideenbuch eingeflossen sind. Außerdem war ich in einer Merchandising-AG tätig, die hauptsächlich Kinderthemen vermarktete, und später durfte ich als Bezirksleiterin im Direktmarketing für Produktpräsentationen vor jungen Müttern zuständig sein. Das Thema Kinder war also schon lange Zeit, zumindest unterschwellig, auch beruflich präsent.

Aber ausschlaggebend waren natürlich meine eigenen drei Kinder. Von Anfang an machte es mir sehr viel Spaß, ihnen zu ihren Geburtstagen schöne Kinderfeste zu organisieren. In Gesprächen mit anderen Müttern erfuhr ich, dass dies in vielen Familien nicht der Fall war; einige feierten sogar überhaupt nicht, weil sie Arbeit, Geld und Mühen scheuten. Der Stress war ihnen einfach zu viel! Deswegen beschloss ich 2007, an der hiesigen Volkshochschule Kurse zu diesem Thema zu geben. Die Resonanz war hervorragend und die Kurse über Jahre gut besucht; Bedarf war also vorhanden.

Wieviel Zeit lag zwischen der Idee und dem fertigen Buch? Wie lange haben Sie sich im Vorfeld mit dem Buchthema beschäftigt?

Für diese Kurs-Abende schrieb ich innerhalb eines halben Jahres ein Skript, welches die Grundlage zum jetzigen Ideenbuch bildete. Die Einzigartigkeit des Buches liegt an der immensen Fülle an Ideen und an der bis ins Kleinste detaillierten Ausarbeitung von über 40 Mottogeburtstagen.

Erst durch die Resonanz auf dieses Skript kam ich auf die Buchidee und schrieb daraufhin mehrere Verlage an. Der Droemer-Knauer-Verlag zeigte Interesse, doch kurz vor Drucklegung wurde das Buch aus internen Gründen wieder aus dem Programm genommen.

Kindergeburtstag

Es vergingen Jahre bevor ich mich entschloss, mit dem Grafiker Moritz Jacobs das Buch im Self-Publishing auf den Markt zu bringen. Außer unserer Manpower wollten wir aber nicht viel investieren und so kamen wir auf BoD, dessen Leistungen, Produkte, Preise und Möglichkeiten uns sofort überzeugten. Dank Herrn Jacobs konnten wir ohne Probleme druckreife Dateien liefern, für ein Muster-Andruck-Exemplar das Programm BoD Fun verwenden und anschließend über BoD Classic das Buch auf den Markt bringen.

Wann haben Sie sich das erste Mal über das Thema „Buch vermarkten“ Gedanken gemacht, schon im Entstehungsprozess oder erst, als das Buch fertig war?

Eigentlich wirklich erst als das Buch tatsächlich auf dem Markt war, das Cover und die ISBN-Nummer feststanden. Wir entwickelten Lesezeichen und die sog. „Waschzettel“ mit allen wichtigen Informationen zum Buch. Eine Homepage wurde angelegt, ebenso eine Facebook-Seite und ein Twitter-Account.

Susanne Endres

Die Autorin

Susanne Endres wurde 1965 geboren und lebt mit Mann, drei Kindern, Katze und Hund in Kissing bei Augsburg. Hauptberuflich arbeitet die Betriebswirtin an der Universität Augsburg. Ihr Erstlingswerk „Bloß kein Stress! Ideenbuch für den erfolgreichen Kindergeburtstag“ reifte über Jahre, die Vermarktung des Buches läuft „so nebenher“, auch über die Website www.kindergeburtstage.de.

Wie plant man die Buchvermarktung? Gibt es ein Erfolgsrezept oder ist vieles Zufall?

Planung ist ein wesentlicher Punkt. Was nützt das tollste Buchprojekt, wenn keiner davon weiß?! Wichtig ist es auf jeden Fall, die Zielgruppe des Buches zu kennen. Und wie man sie am besten erreichen kann.

Als erstes sollte man als Self-Publisher daher seine Zielgruppe analysieren. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland ca. 7,6 Mio. Kinder im Alter von 0-10 Jahren. Bei einer ungefähren Geburtenziffer von 1,4 macht das ca. 5,4 Mio. potentielle Käufer – vor allem Mütter – des Ideenbuches! Ein riesiger Markt, der nur darauf wartet, mein Buch kennenzulernen.

Ich habe bis jetzt über 60 Familienmagazine mit der gleichen Zielgruppe angeschrieben, sie auf die Möglichkeit des kostenlosen Rezensionsexemplars über BoD hingewiesen und sie um Begutachtung des Buches gebeten. Eine überraschend große Anzahl an interessierten Magazinen möchte nun über das Ideenbuch berichten. Ich lasse mich gerne überraschen!

Auch die Buchhandlungen im Umfeld habe ich auf das Ideenbuch aufmerksam gemacht, Lesezeichen und Waschzettel hinterlassen. Hier freue ich mich besonders auf das von BoD für das Frühjahr in Aussicht gestellte Vorhaben, die Sichtbarkeit von BoD-Titeln im Buchhandel zu erhöhen.

Außerdem versuche ich im Internet über Foren, Facebook-Seiten, Gruppen und Blogs auf mein Buch aufmerksam zu machen.

Was würden Sie künftigen Autoren zum Thema Buchvermarktung empfehlen?

In der Werbung gibt es das sogenannte AIDA-Prinzip, das natürlich auch für Buch-Autoren gelten kann. AIDA steht für Aufmerksamkeit (Attention), Interesse (Interest), Drang (Desire) und Aktion (Action) und lässt sich folgendermaßen erklären:

1. Aufmerksamkeit: Machen Sie auf Ihr Buch aufmerksam. Nutzen Sie Ihre Kontakte (auch Social Media), stellen Sie Exemplare in Leserunden zur Verfügung, schreiben Sie Zeitschriften und Magazine mit der gleichen Zielgruppe an, fertigen Sie Werbematerial (Visitenkarten, Lesezeichen, Flyer) und sorgen Sie für eine konstante Verbreitung.Vieles hängt natürlich von Ihrem Budget ab (z.B. Anzeige im Buchjournal bei BoD), rechnen Sie Kosten und Nutzen realistisch gegeneinander auf.

2. Interesse: Der potentielle Käufer fühlt sich angesprochen. Er ist interessiert und möchte mehr wissen. Meiner Ansicht nach können wir Autoren mit Leseproben (z.B. auf der Homepage oder „Blick ins Buch“-Generierung) oder Klappen- bzw. Rückentexten hier viel bewirken. Heben Sie die Einzigartigkeit, die Neuheit, das Besondere Ihres Werkes hervor!

3. Drang: Durch die Geschichte, durch Schreibstil oder Inhalt des Buches gelingt es dem Autor beim potentiellen Käufer den Drang auslösen, das Buch kaufen zu müssen. Der Käufer möchte das Buch unbedingt!

Und 4. Aktion: Der Interessent kauft das Buch! Und wir haben alles richtig gemacht!

Natürlich kommt es immer auf das Buch an sich, auf das Genre (Sachbuch, Roman, etc.), auf den Inhalt und auf die eigenen Ansprüche an.

In jedem Fall gilt: Werden Sie aktiv und kreativ! Gehen Sie alle Wege, einer könnte der richtige sein und bleiben Sie geduldig. Sehen Sie Ihren Erfolg als langfristiges Ziel!

Viel Erfolg wünsche ich uns allen aus dem BoD-Autorenpool!

MEHR ZUM SPOTLIGHT-KONZEPT

BoD sucht erfolgreiche Autoren und honoriert kreative Ideen zur Buchvermarktung. Profitieren Sie davon und schicken uns ganz einfach Bilder, Videos und/oder eine kurze Beschreibung Ihrer Vermarktungsaktivität an: spotlight@bod.de. Mit etwas Glück meldet sich BoD bei Ihnen mit einem kostenlosen Angebot zur weiteren Buchvermarktung! Folgende Voraussetzung müssen erfüllt sein, um Spotlight-Autor zu werden:

  • Umsetzung einer ausgefallenen Idee zur Buchvermarktung
  • Parallel prüft BoD die Buchverkaufszahlen
  • BoD recherchiert und bewertet auch positiven Presse- und Leserstimmen zum Werk

  1. Marlis E. Hornig am 01.02.2015, 18:33 :

    Vielen Dank für die guten Tipps. Viele Anregungen davon habe ich bereits in die Tat umgesetzt. Ich finde es auch gut, wenn BoD es ermöglicht und unterstützt, dass ein bis zwei Exemplare des jeweiligen Buches in der örtlichen Buchhandlung ausgestellt werden.

    Bei Facebook stellt sich in einigen Gruppen, z.B. Werbeplattform für Bücher, Liebesromane etc., die Frage, ob auch andere Personen als Autoren diese Eintragungen lesen.

    Leider verbieten viele Gruppen, z.B. Katzen- und Hundegruppen, jegliche WERBUNG. Dies obwohl doch gerade Vermarktung ein Ziel von Facebook ist.

    Auf jede Fall veröffentliche ich meine Bücher gerne bei BOD.
    Kreative Grüße aus Bonn
    Marlis E. Hornig

    • Anja Meiners am 02.02.2015, 10:00 :

      Hallo Marlis,
      vielen Dank für dein für dein Feedback. Wir freuen uns sehr, dass du deine Bücher gern über BoD veröffentlichst!
      Viele Grüße
      Anja

  2. Anke Napp am 11.02.2015, 12:15 :

    Facebook-Bücher-Werbe-Gruppen: es sei angemerkt, dass in diesen Gruppen zu 99,9 % nur andere (verzweifelte) Autoren ihre Werbung posten, sehr oft auch noch quer Beet durch alle Genres. Welcher LESER soll sich da durch scrollen, weil ihm gerade danach ist, ein neues Buch zu kaufen?
    Nach 2 Jahren eigener Erfahrung kann ich nur sagen, Facebook ist als Verkaufsplattform völlig ungeeignet., auch als Werbeplattform, weil die Leute, die es sehen sollen, es nicht sehen und die, die es sehen könnten, es in der Flut anderer Meldungen ÜBERsehen.
    - und genau, wie Marlis sagte, sehr viele Gruppen, Foren etc. verbieten alles, was auch nur entfernt jemanden auf die eigene Seite locken könnte, wo er die Bücher entdecken könnte und vielleicht eins kaufen könnte.

    Halbwegs gut sind Spezialblogs für Spezialthemen und Spezialforen für Spezialthemen: also Mittelalterforen – Mittelalterbuch usw.

    MfG-Anke

Marlis E. Hornig antworten Antwort abbrechen

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