Alexanderzug

Alexanderzug

13 Stationen Alexander des Großen von 334-326 v. Chr.

H. L. K. H. Niemeyer , Jan Hendrik Niemeyer (Hrsg.)

Film, Kunst & Kultur

Hardcover

152 Seiten

ISBN-13: 9783755754916

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 30.12.2021

Sprache: Deutsch

Farbe: Ja

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Neben der Heerstraße. So der hier interessierende Titel eines 1923 erschienenen Bandes Erzählungen Jakob Bossharts mit Holzschnitten E. L. Kirchners. Und nur ein Neben vermag wohl inmitten des Getümmels an Alexander-Literatur auch nur noch Neugierde auf das eine und andere zu wecken. Auf deren Blickwinkel, Beizüge und Illustrationen. Seien sie Bekanntes oder eher Neues. Gebündelt als Lese- und Bilderbuch.

Darunter kunsthistorisch wohl erstmalige Darstellungen der 326er Stationen der Schlacht gegen Poros am Hydaspes als Alexanders größtem Sieg, gefolgt von der weltgeschichtlichen Zäsur der von den eigenen Truppen erzwungenen Umkehr-Entscheidung am Hyphasis als, so Peter G. Tsouras 2004, seiner "einzigen je erlittenen Niederlage", und seinem "heroischsten Augenblick" an der Mauer von Multan.

Sichtbar machend an Hand sich ergänzender Arbeiten Charles Le Bruns, François Verdiers und J. E. Ridingers den sich in 17./18. Jhdt. vollziehenden Wandel des Alexander-Bildes vom heldenmütigen König zum schließlichen "Ein Bild vom wilden Sieger schaun". Bei durchaus ganz wesentlichen Zwischentönen, auch wieder über die Verdammnis hinaus. Zeichnerisch zur Geltung gebracht seitens des 25jährigen Ridingers als mit dem König praktisch gleichaltrig, diesen aber nach zeitentsprechender anfänglicher Bewunderung erst in seiner Umkehrentscheidung, dann objektiv in seinen Taten reflektierend. Und damit zugleich das Historienbild von der Darstellung heldenhafter Taten zur Reflexion über dieselben bereits zwei Generationen vor Jacques Louis David fortentwickelnd.

Feinheiten der Nebenwege also gegenüber dem Marschtritt der Heerstraßen. Bis hin zum eingebetteten Rückgriff auf Albrecht Altdorfers "Alexanderschlacht" der Alten Pinakothek München als eines "wahren Wunderwerks der Kunst" (G. K. Nagler 1835) mit nicht zuletzt seiner 400jährigen Vorwegnahme eines expressionistischen Himmels sondergleichen (Pia F. Cuneo 1998). Begründend analog zur neueren Literatur unter Ausschluß von selbst noch Wolfgang Schöne (1983) hiesigerseits dessen Sonne als unter-, nicht aufgehend. Der eine orientalische siegreiche Sonne des expressionistischen Urgesteins Franz Heckendorf gegenüberstellen zu können der Zufall händlerischen Lagers ermöglichte.

Gewidmet von Autor wie Herausgeber dem Gedenken ihres Groß- und Urgroßvaters Magnus Welchert. Oldenburggebürtig erst Zeitungsverleger, dann Kumpel unter Tage, verstorben zu Castrop-Rauxel 1923. Buch Daniel 11, 4 läßt grüßen. Wes Ebene immer es sei.
H. L. K. H. Niemeyer

H. L. K. H. Niemeyer

Das Heldentum des Autors, für den Dienst an der Waffe einst erst noch zu jung, dann, als weißer Jahrgang, schon zu alt, auf den Mut im Alltag beschränkt. Dem zwangsweisen Schulabbruch im nachkriegsdeutschen Ulbricht-Staat im Rahmen obrigkeitlicher Säuberungsaktion gegen junge Christen folgte kurz darauf die Jetzt-auf-Gleich-Flucht ins freiheitliche West-Berlin, nachdem - dankbar unvergessen geblieben - derselbe lokale Parteimatador der zwangsvereinigten Roten, der besagte Aktion befehlsgemäß mitbetrieben hatte, die Familie sibyllinisch hatte wissen lassen, daß reisen Jugend gut tun solle. Vier Wochen später entlud sich dann im 17. Juni all das, was eine abgehobene Mandatsträgerschicht glaubte, dem Volke folgenlos Stein für Stein auferlegen zu können. Für den Autor aber tat sich ein weites neues Tor in Gestalt einer Antiquariatslehre in familiärem Umfeld auf, der nur wenige Jahre später schon die Verselbständigung folgte. Geleitet von Anfang an von dem Hange, namentlich solch Wesentliches zu pflegen, das nicht spätestens an jeder zweiten Ecke erwerbbar ist. Anstehendes Buch ist Ausfluß dieser Quintessenz.

Jan Hendrik Niemeyer

Jan Hendrik Niemeyer (Hrsg.)

Der Herausgeber, väterlicherseits gegent vom Bedürfnis nach Meer und horizonttiefer Weite, fuhr einige Jahre zur See, bis auch er den Beruf des Antiquars von der Pike auf erlernte, bevor er sich seinerseits mit Ausguck Marine selbständig machte, ohne indes häuslichem Faible als dem Dunstkreis seines Heranwachsens geistig Lebewohl zu sagen. Was anstehendes Buch, wie schon zwei frühere, ebenfalls bezeugt.

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