Frau Jenny Treibel

Frau Jenny Treibel

oder Wo sich Herz zu Herzen find't

Theodor Fontane

Hardcover

212 Seiten

ISBN-13: 9783966620789

Verlag: Boer

Erscheinungsdatum: 04.06.2020

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

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Der Roman gewann bei Erscheinen sehr schnell die Gunst von Publikum und Kritik, die er bis heute ohne erkennbare Einschränkung bewahrt hat. Halb ironisch wird dem Leser eine Geschichte nach dem Muster einer Komödie erzählt. Es geht um Besitz und das mit ihm verbundene gesellschaftliche Ansehen, um echte und falsche Gefühle.
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1893, erschienen im Verlag F. Fontane & Co., Berlin.

Zum Inhalt
Im Zentrum des Romans stehen zwei Berliner Familien: Zum einen Kommerzienrat Treibel mit Frau Jenny, zum anderen Gymnasialprofessor Wilibald Schmidt und seine Tochter Corinna, die das Bildungsbürgertum repräsentieren. Als Student war Wilibald in Jenny verliebt und drängte auf eine offizielle Verbindung. Jenny indessen hielt ihn hin, und als der reiche Treibel um sie warb, gab sie Wilibald kurzerhand den Laufpaß. Jenny Treibels Hang zu Besitz und gesellschaftlicher Stellung sind der Grund für ihren Widerstand gegen eine Verbindung ihres Sohnes Leopold mit Wilibald Schmidts Tochter Corinna, die sich in den Kopf gesetzt hat, Leopold Treibel zu heiraten, einen schwächlichen, unselbständigen und ganz von seiner Mutter beherrschten jungen Mann. Corinna hat ihre Rechnung aber ohne Jenny Treibel gemacht. Die beiden Väter verhalten sich in dieser angespannten Situation abwartend – der Kommerzienrat, weil er damit beschäftigt ist, seinen Wahlkampf zu organisieren, und der Professor, weil er darauf vertraut, dass Corinnas Vernunft und Ehrgefühl sich durchsetzen werden. Das geschieht auch: Mit der Hilfe von Schmidts Haushälterin Rosalie Schmolke wird Corinna sich schließlich der entwürdigenden Situation bewußt, löst die Verlobung und heiratet ihren Cousin Marcell. Bei der Hochzeit sieht man die Schmidts und die Treibels wieder versöhnt.
Theodor Fontane

Theodor Fontane

Theodor Fontane (1819-1898) gilt als der herausragende Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland. In seinen Romanen, die großenteils erst nach seinem 60. Lebensjahr entstanden, charakterisiert er die Figuren, indem er ihre Erscheinung, ihre Umgebung und vor allem ihre Redeweise aus einer kritisch-liebevollen Distanz genau beschreibt. Typisch ist die Darstellung einer gepflegten Konversation in einem abgeschlossenen Zirkel. Die Personen folgen gesellschaftlichen Konventionen und enthüllen doch ihre wahren Interessen, häufig gegen ihren Willen. Dabei kommt Fontane von einer Kritik an Einzelpersonen oft zu einer impliziten Gesellschaftskritik. Die Eltern Fontanes waren hugenottischer Herkunft. Von 1832 bis 1833 besuchte Fontane das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Neuruppin, anschließend trat er in die Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden in Berlin ein. Im Jahre 1836 brach er die Ausbildung an der Gewerbeschule ab und begann eine Ausbildung zum Apotheker. Nach dem Abschluß seiner Lehre im Dezember 1839 trat Fontane im Herbst 1840 eine Stelle als Apothekergehilfe in Burg (bei Magdeburg) an. 1844/45 leistete er seinen Militärdienst. Im Laufe des Jahres 1845 ging Fontane nach Berlin an die Polnische Apotheke. Im März 1847 erhielt Fontane seine Approbation als Apotheker. Im folgenden Jahr kämpfte Fontane als Revolutionär in den sogenannten Barrikadenkämpfen. Zu dieser Zeit publizierte er politisch eher radikale Texte in der »Berliner Zeitungs-Halle«, dem Publikationsorgan des Centralausschusses der Demokraten Deutschlands. 1851 wurde er von der Centralstelle für Preßangelegenheiten angestellt. Für diese machte er Reisen nach London (1852) und lebte dort von 1855 bis 1859. Im August 1855 schlug Adolph Menzel Fontane für den Aufbau einer deutsch-englischen Korrespondenz in London vor. Mit dem Regierungswechsel im preußischen Königshaus vertraute er auf eine künftige Liberalisierung in Preußen und beendete seine Korrespondententätigkeit in London, um nach Hause zurückzukehren. Hier fand er jedoch keine redaktionelle Anstellung und widmete sich nun der Reiseliteratur, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Boom erlebte. Aus den Reiseberichten, angereichert mit Geschichte und Geschichten, entstand 1861 das Büchlein Grafschaft Ruppin, das bereits ein Jahr später die zweite Auflage mit dem Obertitel »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« erhielt. 1851 trat Fontane in die Redaktion der »Neuen Preußischen Zeitung« ein. Ab 1870 arbeitete Fonta

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