Inseln ohne Meer

Inseln ohne Meer

Elseff Hobschar

Paperback

132 Seiten

ISBN-13: 9783839174081

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 06.04.2011

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

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nach dem glutvollen Familiendrama „liegen wird senkrecht“ und dem weltabgewandten Liebesroman „die Hungrigen trinken zuwenig“ übernimmt „Inseln ohne Meer“ die Funktion eines gewichtigen Kompendiums, das in stilisierender Weise Fachwissen vermittelt und unter anderem ein umfassendes Interview mit dem Ausnahmekünstler enthält. darin gewährt er sogar Einblick in sein Privatleben und bezieht kritisch Stellung zu Musik, Religion und Zeitgeschichte.

… im Jahre Kæwåppel stürzte der Meteorit Xúrør auf die Erde und ließ einen Krater von kilometergroßem Ausmaß entstehen. bei den nachfolgenden Ausgrabungsarbeiten, die Jahrzehnte in Anspruch nahmen, machten Wissenschaftler einen sensationellen Fund: mitten zwischen den Gesteinsbrocken wurde eine geheimnisvolle Schriftrolle entdeckt, die möglicherweise im Innern des Himmelskörpers gesteckt hatte. unverzüglich eingeleitete etymologische Forschungen ergaben, daß es sich um eine Nachricht aus dem All handeln könne, die vielleicht ein Außerirdischer in einer der deutschen verblüffend ähnlichen Sprache verschickt habe - eine dubiose These, die bis dato kontrovers diskutiert wird. laut einer unweit der Einschlagstelle sichergestellten Leseanweisung, die erst vor kurzem aufgefunden wurde und zur Zeit noch auf Authentizität geprüft wird, sollen die Kapitel eins und zwei, aus denen die Botschaft besteht, in umgekehrter Reihenfolge rezipiert werden, so daß das zweite nicht wie üblich dem ersten folgt, sondern das erste dem zweiten. für die vorliegende Edition wurde diese Vorgabe schon berücksichtigt, in-dem alles so abgedruckt worden ist, daß von vorne nach hinten gelesen werden kann. aus Gründen besserer Verständlichkeit und um beide Teile voneinander abzugrenzen, wurde dazwischen ein der Öffentlichkeit bislang vorenthaltener und soeben von der Untersuchungskommission freigegebener Dialog eingefügt, in dem der umstrittene Autor dieses Buches, bereits bekannt durch mehrere aufsehenerregende Publikationen, seine skandalöse Behauptung untermauert, er selbst sei Urheber der mysteriösen Schrift aus einer anderen Welt und die Experten hätten nicht gründlich recherchiert. in einem anspruchsvollen Gesprächsmarathon von streckenweise epideiktischem Charakter mit einem ambitionierten und um hermeneutische Analyse bemühten Pressevertreter werden hier nicht nur die frappierenden Hintergründe eines Jahrhunderträtsels aufgedeckt, sondern vermöge blendender Eloquenz auch Integrität und Reputation eines in Mißkredit geratenen Schriftstellers wiederherzustellen versucht …
Elseff Hobschar

Elseff Hobschar

Elseff Hobschar betrachtet sich selbst als Autodidakt. geboren wurde er 1968 in Ostwestfalen und verlebte dort seine Kindheit, bis ihn der Umzug seiner Eltern in den Frankfurter Raum verschlug. hier begann er schon als Jugendlicher damit, ein zurückgezogenes Künstlerleben aufzuziehen. dazu gehört auch eine intensive Beschäftigung mit der klassischen Musik des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich maßgeblich auf seine Schreibkunst ausgewirkt hat. die meisten seiner avantgardistischen Texte sind sozusagen Kompositionen und kommen erst durch eigenen Vortrag voll zur Wirkung. Wert legt er dabei auf eine konzise und stringente, vor allem aber einfache und natürliche Sprache sowie unmißverständliche und eindeutige Botschaften. viel bedeuten ihm auch regelmäßige Aufenthalte in Skandinavien und ein hohes Maß an intellektuellen und ideologischen Freiheiten, wodurch er zu innerer Ruhe findet und sich in der Lage sieht, nach Belieben mystische Literatur zu verfassen, die ohne größeres Publikum auskommt.
nach über zwei Jahrzehnten tiefster Versenkung sollen jetzt alle in dieser meditativen Zeit entstandenen Werke erscheinen, zunächst die eher plastischen, gefolgt von den etwas abstrakteren und weitgehend essayistischen, wobei einige zum Teil noch in Arbeit sind. allerdings ist der selbsternannte Sonderling bemüht, sein komplexes und superbes OEuvre schmal zu halten, und möchte hier keine Versprechungen abgeben, weil es seiner Ansicht nach nicht viel zu sagen gibt und er nah daran ist, eine längere Auszeit zu nehmen oder die künstlerische Betätigung gänzlich aufzugeben. derart erklären sich auch seine Absage an den etablierten Literaturbetrieb sowie die Ablehnung akademischer Philosophie und der meisten Religionen. allenfalls die Musik scheint für ihn bis auf weiteres noch eine gewisse Transzendenz bereitzuhalten, wenngleich sich auch in diesem Bereich ausgesprochen wenig findet, was das Anhören wert ist.

Website: http://www.elseffhobschar.de

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