Intellektuelles Kapital von Personen und Standorten

Intellektuelles Kapital von Personen und Standorten

Systemübergreifend identifizieren und analysieren

Jörg Becker

ePUB

606,4 KB

DRM: Wasserzeichen

ISBN-13: 9783748172260

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 11.01.2019

Sprache: Deutsch

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Ein an der sichtbaren Oberfläche ruhiges System lässt keineswegs immer den Schluss zu, dass sich im Innern ebenfalls nichts verändert. Aussichtsreich ist es, möglichst breitgefächert an die Analyse heranzugehen und ein nach den jeweiligen Schwerpunktkriterien ausgewähltes Bündel von Einflussfaktoren gleichzeitig zu manipulieren, um dabei Antworten auf dieses mehrdimensionale Eingriffsmuster zu beziehen. Monokausale Beziehungen sind in dynamischen Wirkungsnetzen ohnehin eher die Ausnahme. Szenarien bieten eine Grundlage für die Bewertung potenzieller Resultate in der Zukunft, die im Gegenzug mit darüber bestimmen, welche Entscheidungen wir treffen. Wer nur ein einziges Szenario entwirft, betreibt kein Risikomanagement. Da er seinen gesamten Einsatz auf ein einziges Ergebnis wettet. Und meint, für ihn gäbe es keine Alternativen. Und er mit Sicherheit zu wissen glaubt, was die Zukunft bringen wird. Besser wäre es, viele Szenarien zu entwerfen, die eine große Bandbreite von Möglichkeiten abzudecken vermögen. Dabei sollten immer auch negative Ereignisse in Betracht gezogen werden. Selbst dann, wenn man ihnen wegen einer angenommenen geringen Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens nur ein geringes Gewicht beimessen möchte. Szenarien sind vor allem deshalb nützlich, weil sie auch unvermittelte Änderungen einschließen und sämtliche Annahmen auf den Kopf stellen können. Es geht darum, Daten zu verstehen und die richtigen Fragen zu stellen. Vor allem dort, wo sich aus der Analyse neue Fragen ergeben, die man erst noch formulieren muss. Denn Daten erzählen nicht nur eine Geschichte, sondern tausend. Das traditionelle Managementdenken konzentriert sich dabei nach wie vor auf quantifizierbare Aussagen. Voraussetzung für einen Erfolg ist jedoch, dass das Netzwerk der Beziehungen zwischen einzelnen Komponenten des Intellektuellen Kapitals sinnvoll strukturiert wird, um darauf aufbauend geeignete Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Wobei es nicht darauf ankommt, immer noch mehr Daten anzuhäufen. Wichtiger ist, die richtigen Daten zu erfassen und sie intelligent zu analysieren.
Jörg Becker

Jörg Becker

Jörg Becker hat Führungspositionen in der amerikanischen IT-Wirtschaft, bei internationalen Consultingfirmen und im Marketingmanagement bekleidet und ist Inhaber eines Denkstudio für strategisches Wissensmanagement zur Analyse mittelstandorientierter Businessoptionen auf Basis von Personal- und Standortbilanzen. Die Publikationen reichen von unabhängigen Analysen bis zu umfangreichen thematischen Dossiers, die aus hochwertigen und verlässlichen Quellen zusammengestellt und fachübergreifend analysiert werden. Die Publikationsliste von Jörg Becker umfasst E-Books, Print-Bücher und Fachbeiträge bezüglich ihrer Anzahl im hohen drei-stelligen Bereich. Wenn wir aufhören richtige Bücher (die länger als 280 Zeichen sind) zu lesen und wenn Autoren aufhören zu schreiben, würde uns für unsere Selbstverständigung, für unsere Suche danach, wer wir sind und wer wir sein wollen, etwas ganz Entscheidendes fehlen. Ohne intensive Lektüre, d.h. ohne sich in andere Welten oder Sachverhalte versetzen zu können, mit anderen Ohren zu hören oder mit anderen Stimmen zu sprechen wären wir wohl dümmer. Ein Autor ohne Inhaltskompetenz ist wohl eher selten auch ein guter Fachautor: weil dieser für die Vermittlung von Informationen über Kompetenzen verfügen muss, um seiner wichtigsten Aufgabe, nämlich Haupt- von Nebensachen zu unterscheiden, gerecht werden zu können. Ein Fachautor muss Relevantes von Irrelevantem zu trennen wissen: dafür braucht es Fachwissen. Ein Fachautor vertritt zwei Seiten der gleichen Medaille: Theorie und Praxis. Auf Dauer zählen Veränderungen zu den wirksamsten Mitteln, um sich erfolgreich im Wettbewerb behaupten zu können. Dabei ist Innovation in erster Linie eine Frage der Kreativität und weniger eine Sache nur des Geldes. Veränderungsfähigkeit braucht Wissen, das als erfolgskritisches Intellektuelles Kapital identifiziert werden muss, um es innovationsfördernd einsetzen zu können. Wer erfolgreich aus dem Kampf in reifen Märkten ausbrechen will, sollte auch die Möglichkeiten eines neuen Spiels mit anderen Regeln prüfen. Die Karte, mit Veränderungsgeschwindigkeit Vorteile zu erzielen, scheint oft noch nicht ausgereizt.

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