5 Tipps, wie du es schaffst, mit dem Schreiben zu beginnen

5 Tipps, wie du es schaffst, mit dem Schreiben zu beginnen

Du würdest gerne ein Buch schreiben, weißt aber nicht, wie du anfangen sollst? Wir haben dir ein paar Tipps für den Start zusammengefasst.

Allgemein, Tipps | Jessica Halermöller

Es ist nicht leicht, einen Roman zu schreiben: Immer wieder gibt es Termine, andere Verpflichtungen und den Alltag. All das sorgt dafür, dass häufig zu wenig Zeit zum Schreiben übrig bleibt und man das Ziel aus den Augen verliert.

Wir haben folgende Tipps für dich gesammelt, die dir am Anfang deines Schreibprojektes helfen werden, eine Routine zu finden und mit dem wichtigsten Punkt zu beginnen: dem ersten Schritt!

1. Plane deine Geschichte und habe keine Angst, sie zu verändern

Pläne sind manchmal dazu da, um sie über den Haufen zu werfen. Generell ist es natürlich wichtig, dass du dir für den Anfang ein paar grundsätzliche Fragen stellst: In was für einem Genre möchte ich schreiben? In welcher Zeit und welcher Umgebung soll meine Geschichte spielen? Welche Botschaft oder Kernaussage möchte ich vermitteln? Welche Charaktere sollen darin vorkommen? Welche Handlung und Nebenkonflikte gibt es?

Wenn du schon einmal angefangen hast zu schreiben, dann wirst du ziemlich schnell merken, dass Charaktere und die Geschichte ein Eigenleben entwickeln können. Und das ist genau das Schöne am Schreiben! Es kann auch vorkommen, dass Handlungen, die du dir vorher überlegt hast, im Laufe deines Schreibprozesses keinen Sinn mehr ergeben.

Sei daher nicht zu streng mit dir und deinem vorgefertigten Plan und hab Mut, dass du daran etwas änderst. Denn nur so schaffst du es, dir, deinen Gedanken und den Charakteren Raum zum Wachsen zu geben!

2. Verabrede dich mit dir selbst und schreibe regelmäßig

Genauso, wie du dir für andere Verabredungen Termine einplanst, solltest du dich mit dir selbst verabreden, um zu schreiben. Blocke dir an bestimmten Wochentagen feste Termine, an denen du dich nur um dein Schreibprojekt kümmerst.

Wenn du merkst, dass du diesen Termin trotzdem für andere Sachen sausen lässt, frag dich: Was ist mir wichtig? Wo liegen derzeit meine Prioritäten? Was mache ich stattdessen mit meiner freien Zeit? Was kann ich an meiner Tagesroutine ändern, um Zeit fürs Schreiben zu finden?

Hab auch keine Angst davor, einfach anzufangen – auch wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind. Niemand schreibt dir vor, wie viel Zeit du dir dafür nehmen musst. Viele Autorinnen und Autoren stellen sich zum Beispiel eine klassische Eieruhr auf eine feste Zeit (z. B. 25 Minuten), um in dieser Spanne an ihrem Manuskript zu arbeiten.

Je regelmäßiger du dich an deine Geschichte setzt, desto einfach wird es dir fallen, an ihr weiterzuarbeiten und den Zugang zur Handlung zu behalten.

3. Setze dir (Schreib-)Ziele

Natürlich ist es nicht immer einfach, alles im Voraus zu planen. Es wird auch in Zukunft immer wieder Tage geben, an denen dir der Alltag dazwischenfunkt oder andere Aufgaben auf dem Plan stehen.

Wir Menschen lieben es aber, Ziele zu erreichen. Wie gut fühlt es sich zum Beispiel an, wenn wir auf einer To-do-Liste einen Kasten nach dem anderen abhaken können und am Ende des Tages auf all die Aufgaben schauen, die wir erledigt haben? Richtig!

Um genau dieses Gefühl auch beim Schreiben zu erreichen, kannst du dir daher kleine Schreibziele setzen und zum Beispiel eine Wortanzahl festlegen, die du bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen möchtest. Und wenn du erst einmal begonnen hast, dann wird es dir auch leichter fallen, die nächsten kleinen Etappenziele zu erreichen und weiterzuschreiben!

4. Vernetze dich mit anderen Autorinnen und Autoren

Gemeinsam Schreiben ist noch viel besser, als sich alleine an den Schreibtisch zu setzen. Schau zum Beispiel auf Social-Media-Plattformen, ob du dich mit anderen Autorinnen und Autoren vernetzen und austauschen kannst.

Die Autorin Julia K. Stein (@julia.k.stein) hat zum Beispiel gemeinsam mit Stefanie Hasse (@stefaniehasse) eine #frühschreiben-Gruppe auf der Social-Media-Plattform Instagram ins Leben gerufen. Gemeinsam mit insgesamt dreißig weiteren Autorinnen (das ist übrigens auch die Maximalanzahl innerhalb einer Gruppe auf Instagram) treffen sie sich jeden Morgen zum gemeinsamen Schreiben in ihrem virtuellen Großraumbüro.

Auch die Autorin Sarah Saxx (@sarahsaxx) hat sich innerhalb der Gruppe vernetzt und uns verraten, warum ihr diese Verbindung so wichtig ist: „Die ersten sind zwischen 3 und 4 Uhr morgens da, und zu wissen, dass man nicht allein zu total unmenschlichen Zeiten arbeitet, beruhigt und motiviert gleichzeitig. In der Zwischenzeit haben sich auch andere Autoren gefunden, die außerhalb der Gruppe mitmachen und morgens posten, wann sie schreiben. Wir markieren uns in den Beiträgen und ich mag die Gruppendynamik total. Außerdem tauschen wir uns auch außerhalb unserer Schreibzeiten über alle möglichen Themen rund um das Schreiben und Veröffentlichen aus. Wir feiern gemeinsam unsere Erfolge und bauen uns gegenseitig auf, wenn wer mal keinen so guten Tag hat. Ich schreibe auch außerhalb dieser frühen Schreibzeiten selten alleine. Eigentlich kann ich mich nicht erinnern, wann ich zuletzt einen Roman ganz “allein” geschrieben habe. Ich finde es immer sehr motivierend und inspirierend, gleichzeitig mit Kolleginnen zu schreiben. Ich habe ein paar, mit denen ich mich dann verabrede und mit denen ich nach der Schreibzeit auch Textschnipsel austausche, um Feedback einzuholen und um mich anteasern zu lassen, was die Kollegen so schreiben und bald veröffentlichen.“

Ein weiteres, ziemlich bekanntes Beispiel ist auch der jährlich und weltweit stattfindende NaNoWriMo. Die Euphorie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer um dieses kreative Schreibprojekt ist auch hier ansteckend!

5. Notiere dir deine Gedanken und Ideen und lass dich inspirieren

Wann immer dir Ideen zu deiner Geschichte kommen: Schreibe sie auf! Trage dafür am besten immer ein Notizbuch bei dir, um alles festzuhalten, bevor es wieder aus deinen Gedanken verschwindet.

Inspiriere dich zusätzlich, indem du andere Bücher liest und schaust, was dir daran so gut gefällt. So kannst du für deine eigene Geschichte unheimlich viel dazulernen.

Solltest du dich einmal nicht inspiriert oder in der Stimmung zum Schreiben fühlen, ändere einmal deine Schreibsituation: Mache dir eine Playlist an, nutze Alltagsgeräusche (wie z. B. mit der App Noisli) oder wechsle den Platz, um andere Schreibimpulse zu erhalten und dich selbst zu motivieren.

Hast du hierzu Ergänzungen? Möchtest du uns erzählen, wie du dich zum Schreiben motivierst? Dann lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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